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100 Jahre Radio in Österreich [Teil 2]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg

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Titel 100 Jahre Radio in Österreich [Teil 2]
Titelzusatz Die Urgeschichte des Rund-Funks
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Schlögl, Reinhard [Gestaltung] [GND ]
Datum 2002.09.10 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Medien und Kommunikation ; Radio ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Sprache Deutsch
Signatur 9-28298
Gesamtwerk/Reihe Radiokolleg

Information

Inhalt

Johann Fritsch und sein Sohn Volker experimentierten um 1902 in Wien auf den Spuren Marconis mit einem Hochspannungsgenerator und erzeugten damit blitzähnliche Entladungen. Mit ihren künstlichen Blitzen und den gleichzeitig entstandenen "Hertz'schen Wellen" gelang ihnen drahtloses Telegraphieren. Die Übertragung elektrischer Impulse durch den Äther klappte zwar zunächst nur von der Küche bis ins Wohnzimmer, aber die Sache funktionierte. Zwei Jahre später gelang es Otto Nussbaumer in Graz erstmals, Sprache und Musik mit Hilfe elektrischer Wellen durch den Äther zu befördern, indem er die Morsetaste durch ein Mikrophon und den Fernschreiber durch einen Lautsprecher ersetzte. Somit war die erste Rund-Funk-Anlage der Welt geboren. Eine Sensation, die in Österreich ihren Ursprung hatte. Robert von Lieben, ebenfalls ein Österreicher, meldete 1906 die nach ihm benannte "Lieben-Röhre" zum Patent an, mit der es erstmals möglich war, elektromagnetische Schwingungen (z.B. Tonfrequenzen) zu verstärken. Weitgehend unbekannt ist, dass bereits 1929, fünf Jahre nach Gründung der RAVAG, mit Hilfe von Radiowellen Fotos gesendet und empfangen werden konnten. Dabei wurden die Bilder elektronisch abgetastet, in elektromagnetische Impulse übersetzt und mit Hilfe eines speziellen Empfängers aufgezeichnet. Der "Fultograph", der seiner Zeit viel zu weit voraus war, verschwand zwar sehr bald wieder, aber der bewies: Fernsehen ist ein Kind des Radios.

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