Jäger und Gejagte. Die Bären Europas (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Jäger und Gejagte. Die Bären Europas (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Weber, Peter [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.08.27 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Natur ; Tiere ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80007/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-27767 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
"Bären sind Teufel!" sagt der französische Zoologe Jean-Jaques Camarra. "Wo sie auftauchen, da gibt es Probleme". Und doch hat Frankreich in den vergangenen beiden Jahren Bären ausgewildert, damit die lokale Population in den Pyrenäen nicht ausstirbt. Bereits vor zehn Jahren hatte in Österreich der World Wide Fund of Nature einen ähnlichen Schritt gewagt; allein, hierzulande waren die mächtigen Raubtiere bereits seit dem vergangenen Jahrhundert ausgerottet. Inzwischen tummeln sich wieder 25 Bären in den Ost-Alpen und verursachen mehr Probleme, als vielen Landbewohnern zwischen Oberösterreich und Kärnten lieb ist. Doch mit Blickwinkel auf andere Länder relativieren sich diese "Probleme". 5000 Braunbären leben in Rumänien, ca. 500 in Slowenien, 700 in Schweden und 20 in Norwegen. Während es in Schweden kaum Schäden gibt, töten die handvoll Braunbären in Norwegen über 2000 Schafe pro Jahr. Der vielleicht angesehenste Bärenforscher Europas, Jon Swenson, hat eine einfache Erklärung dafür. Es ist die Form der Viehaltung. In Norwegen grasen über zwei Millionen Schafe in den Wäldern. Damit sie die Eigentümer wieder finden, tragen sie Glöckchen um den Hals. Die Bären wissen dadurch allerdings auch, wo ihre Mahlzeit gerade herumspaziert. Probleme gibt es freilich auch in Rumänien. Dort wird das Weidevieh allerdings von Hirten bewacht, und - wahrscheinlich wichtiger - die Menschen sind an das Zusammenleben mit Wildtieren gewöhnt. Bären, Wölfe und Luchse haben in den osteuropäischen Ländern noch ein Lebensrecht.