Die Grammatik des körperlichen Defekts. Kunst und Krankheit. Eine Beziehungsgeschichte (4)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Die Grammatik des körperlichen Defekts. Kunst und Krankheit. Eine Beziehungsgeschichte (4) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Roither, Eva [Gestaltung]
Zimmermann, Peter [Gestaltung] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.09.04 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Medizin ; Psychologie ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; Kunstwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80020/4 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-27788 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Der Künstler als Außenseiter, dessen Kreativität aus einem seelischen Defekt entspringt, ist einer der hartnäckigsten Mythen populären Kunstverständnisses. Genie und Wahnsinn seien verwandt, heißt es da und gebannt blickt die Nachwelt auf Hölderlin, Nietzsche und van Gogh. Tatsächlich gibt es Kunst von Kranken, so wie es das Thema Krankheit in der Kunst gibt. Krankheit ist nicht verantwortlich für Kreativität, fördert aber eine neue Sprache - literarisch, musikalisch und bildnerisch - zutage, die mit der Grenzerfahrung des defekten Körpers oder Geistes zusammenhängt. Krankheit als Stigma, auf das der Künstler mittels seiner Möglichkeiten hinweist, der Mythos der Krankheit als Begleiterin des Genies, Kunst als Chance, dem Leiden zur Sprache zu verhelfen, Isolation zu überwinden oder gar heilend zu wirken - körperliche Defekte und Kreativität stehen in einem engen, wenngleich häufig tabuisierten Zusammenhang.