Verlorenes Paradies - entronnene Hölle. Kindheit in literarischer Retrospektive (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Verlorenes Paradies - entronnene Hölle. Kindheit in literarischer Retrospektive (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Müller-Funk, Wolfgang [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.12.24 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Literatur ; Kinder und Jugend ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80055/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-27853 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Kinder wollen nicht, wie die deutsche Literaturwissenschaftlerin Yvonne Patricia Alefeld meint, Kinder sein. Sie wollen so sein wie Erwachsene. Kindheit ist das Problem von Erwachsenen, ob sie sich nach der Kindheit zurücksehnen oder ihre Kindheit als Verhängnis verfluchen. Unsere Bilder von Kindheit sind geprägt von literarischen Texten, von einer Poetik des Raumes. Die Sehnsucht nach Kindheit hat damit zu tun, daß Kindheit im Rückblick bedeutet: alles zum ersten Mal erlebt zu haben, das Versprechen von Intensität. Zurückzukehren zu den Schrecken der kindlichen Anfänge eröffent die Möglichkeit sie zu überwinden. Insofern ist die Kindheit das fingierte und erinnerte Produkt des Erwachsenen, der der Kindheit entronnen ist, oder der sie unwiederbringlich verloren hat.