Heinrich Heine - nicht Jude und nicht Christ (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Heinrich Heine - nicht Jude und nicht Christ (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Schmidtkunz, Renata [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.12.11 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Literatur ; Portrait ; Religion ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80061/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-27860 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Am 13.12.1997 jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag Heinrich Heines. Ohne Zweifel war er einer der großartigsten Dichter Deutschlands. Jude von Geburt, konvertierte er zum Protestantismus um sich ein Entreebillett in die deutsche Gesellschaft zu verschaffen. Doch er mußte entdecken, daß dieses bei Vorweisung nicht anerkannt wurde. Heine begeistert sich für die revolutionären Strömungen seiner Zeit, wendet sich nicht nur vom Judentum, sondern auch vom monotheistischen Christentum ab, wird nach dem Scheitern des revolutionären Aufbruches zum Pessimisten und damit zum Sinnbild seiner Epoche. Zu diesem Pessimismus war er aber über alles Zeitliche hinweg als Jude berufen. Doch erst am Ende seines Lebens - eines Lebens übrigens, das er nie für gelungen gehalten hat - kam eine Erkenntnis, die Heine sein ganzes Leben lang nicht wissen und nicht hören wollte: er war nichts als ein armer Jude, nichts als ein unglücklicher Mensch. Er, der vorher "seinen" Gott geleugnet hatte, kehrt zurück zur Religion seiner Väter, erkennt und bekennt Gott von dort her, wo er ihn früher geleugnet hatte.