Der Mann mit den Masken. Zum 100. Geburtstag von Bertolt Brecht (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Der Mann mit den Masken. Zum 100. Geburtstag von Bertolt Brecht (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Moser, Gerhard [Gestaltung]
[GND
]
Weichinger, Robert [Gestaltung] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1998.01.28 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Literatur ; Portrait ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80083/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-27908 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Ende Oktober 1947 wird der Dramatiker, Dichter, Drehbuchautor und Regisseur Bertolt Brecht vor das berühmt-berüchtigte "Comittee of Unamerican Activities" geladen. Obwohl keine Anklage gegen Brecht erhoben wird, verläßt der "Agitator" Brecht bereits am Tag nach der Einvernahme klammheimlich die USA. Brecht gilt am Theater als der Begründer des "V-Effekts", der die Aorta des von ihm propagierten "epischen" Theaters ist, doch alle Assistenten und Schauspieler, mit denen der Regisseur Brecht jemals gearbeitet hat, stimmen darin überein, daß der Begriff "Verfremdungseffekt" auf den Proben tabu war, sich der "revolutionäre" Theatermann den Produktionsbedingungen konventioneller Theaterinstitutionen hervorragend anzupassen verstand. Der "Frauenmann" und Teamarbeiter Bertolt Brecht verfügte stets über einen ansehnlichen Stab von "Sekretärinnen", die für den Meister mehr als nur Recherche und Grobarbeit zu verrichten haben, während Brecht den Erfolg seiner Stücke allein einheimst. Zum ganzen Künstler Brecht gehören auch die Widersprüche, Ambivalenzen und Irrtümer. Der Dichter war sich dessen bei Lebzeiten durchaus bewußt: "Schreiben Sie, daß ich unbequem war und es auch nach meinem Tod zu bleiben gedenke. Es gibt auch dann noch gewissen Möglichkeiten". Der 100. Geburtstag des Schriftstellers wird dies unter Beweis stellen, wenn die Frage gestellt wird, nach allem, was Brecht ist.