Das Überleben überleben. 1938 - Geschichte als Trauma (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Das Überleben überleben. 1938 - Geschichte als Trauma (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Lehner, Karin [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1998.03.10 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Völkermord und Holocaust ; Antisemitismus ; Psychologie ; Radiosendung-Sendematerial |
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1938
|
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| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80115/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-27975 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
"Wer der Tortour erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der Welt" schrieb Jean Amery. Seine persönliche Konsequenz: Das "Hand an sich legen". Auch Primo Levi, so wie Amery Auschwitzüberlebender, konnte das, was er "die Bürde der Erinnerung" nannte, letztlich selbst durch das Schreiben nicht bewältigen. In den vergangenen Jahren hat sich die Forschung verstärkt mit den Holocaust-Syndrom auseinandergesetzt. Neuere Studien zeigen, wie die traumatischen Erfahrungen auch die Kinder und Enkel, die 2. und 3. Generation, beeinflußt haben. Hilfe gibt es inzwischen auch für Menschen, die als Kinder den Holocaust überlebt, aber kein sicheres Wissen über ihre Herkunft und Identität haben. Im Radiokolleg thematisiert wird auch der "Wiener Straßenantisemitismus", die Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung, sowie die Plünderungen von jüdischen Geschäften und Wohnungen durch die Bevölkerung. Zeitzeugen berichten über das Jahr 1938, das ihr Leben schlagartig verändert hat: von den "wilden Arisierungen", von ihrem Heimweh und den Enttäuschungen nach ihrer Rückkehr im Jahr 1945 und danach, aber auch von den Schwierigkeiten, von der Republik Österreich als Opfer anerkannt zu werden sowie ihrem Kampf um Entschädigung.