"Kohlrabi-Apostel". Geschichte der vegetarischen Ernährung (2)
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Katalogzettel
| Titel | "Kohlrabi-Apostel". Geschichte der vegetarischen Ernährung (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Kolmbauer, Hans [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1998.05.05 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Nahrung ; Ernährung ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80135/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28016 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Ca 10% der Bevölkerung bezeichnen sich nach Meinungsumfragen als strenge oder gelegentliche Vegetarier und nur 26% meinen, ohne Fleisch nicht auskommen zu können. Der Rest steht einer reinen Pflanzennahrung wohlwollend gegenüber. Die in den letzten Jahren sprunghaft angewachsenen vegetarischen Gaststätten und Bioläden lassen vermuten, daß die Zahl der Anhänger einer rein vegetarischen Kost weiterhin ansteigt. Mitunter werfen sich strenge Vegetarier und Verehrer saftiger Steaks in der Debatte starke Sprüche wie "Kohlrabi-Apostel" oder gar "Mörder" an die Köpfe. Der vegetarische Glaubensstreit ist aber keine Erscheinung der Postmoderne. Die Geschicht des Vegetarismus beginnt mit dem griechischen Philosophen Pythagoras, weitere Blütezeiten waren die Aufklärung und die Lebensreformbewegung um die Jahrhundertwende. Auf diese stützt sich auch der moderne Vegetarismus. Ausdrücke wie "Birchlermüsli" oder "Grahambrot" erinnern an Apostel der Lebensreformbewegung.