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Brotsuppe und Gänseleber. Weihnachtliche Eßtraditionen bei Arm und Reich (2)

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg

Katalogzettel

Titel Brotsuppe und Gänseleber. Weihnachtliche Eßtraditionen bei Arm und Reich (2)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Adel, Martin [Gestaltung] [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 1998.12.29 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Gesellschaft ; Brauch ; Feste ; Feiern ; Ernährung ; Nahrung ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Nummern 80252/2 [Katalognummer]
Sprache Deutsch
Signatur 10-28403
Gesamtwerk/Reihe Radiokolleg

Information

Inhalt

Eßgewohnheiten, vor allem die der Weihnachtszeit, gehören zu den fixen Bestandteilen traditioneller Familiengeschichten. Bestimmte Rezepturen gelten als Familienschatz, bestimmte Gerüche haben uns von Kindheit an begleitet, bestimmte Geschmäcker rufen tiefliegende Erinnerungen wach. Die Küche - die räumliche wie die des familiären Speisezettels - definiert auch ein Stück weit das Bewußtsein unserer sozialen Herkunft mit. Und auch wenn heutzutage im allgemeinen kaum noch etwas den Geruch von feiertäglichen Luxus oder sozialer Distinktion verbreitet, so sind doch die Zeiten nicht so fern, als für die meisten allein schon die alljährlich wiederkehrenden Eßrituale wie Vorbereitungen zu den Festtagen wirkten. Die familiäre Heimeligkeit zog für kurze Zeit durch die Nase ein - ohne Vergleiche anzustellen. Trotzdem, Unterschiede gab und gibt es, und kaum wo ist das besser abzulesen als im weiten Feld der Mehlspeisen. Dabei sei nur daran erinnert, daß die Mehlspeisen, die insbesondere die Wiener Küche bekannt gemacht haben, eigentlich aus dem Armenhaus kommen. Symbolisch gesprochen. Mehl war jenes Grundnahrungsmittel, mit dem sich jede Speise bis ins Unendliche strecken ließ. Nicht nur der Apfelstrudel, sondern auch die Eierspeise oder der Kochsalat.

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