Zwölfton. Über eine vielgeschmähte, oft verkannte Kompositionstechnik (1)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Zwölfton. Über eine vielgeschmähte, oft verkannte Kompositionstechnik (1) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Gross, Martin [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1998.12.07 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; E-Musik ; Musikwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80258/1 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28418 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Zwölfton ist nicht gleich Zwölfton. Was Schönberg, unbefriedigt von der Regellosigkeit der damals schon allerorten aufbrechenden Atonalität, als "Reihentechnik" erfand - das "Komponieren mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen" - darf etwa mit dem Konstrukt des Joseph Matthias Hauer, dem, wie er nicht müde wurde zu betonen, "geistigen Urheber" der Zwölfton-Musik, nicht in Eins gesetzt werden. "Zwölfton" ist ein musikalisches Reizwort, gesättigt mit Ideologie und Vorurteilen. "Zwölfton-Musik" ist für viele ein Pendant für Kakophonie, für theoretische Spielereien abseits aller künstlerischen Inspiration. Übrigens: auch ein gewisser W. A. Mozart hat in eine seiner Kompositionen ein Zwölfton-Reihe eingebaut. Aus dem musikalischen Spaß wurde 150 Jahre später ernst.