Bücher, Stiche, Inkunabeln. Einblicke ins Antiquariat (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Bücher, Stiche, Inkunabeln. Einblicke ins Antiquariat (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Krautgartner, Brigitte [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1998.12.09 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Kultur ; Literatur ; Kunstwissenschaft ; Printmedien ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80267/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28436 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
An die 80 Millionen Schilling wurden im Oktober 1998 bei der Antiquariatsmesse in der Wiener Hofburg umgesetzt. Die ausgestellten Exponate hatten insgesamt einen Wert von 500.000 Millionen Schilling. Eines der teuersten Stücke war eine mittelalterliche Handschrift: 1,6 Millionen Mark verlangte ein Deutscher Antiquar für eine Ausgabe des aus Frankreich stammenden "Chanson de Geste". Für derart teure Bücher finden sich durchaus Käufer, private Sammler sind daran ebenso interessiert wie große Bibliotheken. Bücher zwischen 2.000 und 10.000 Schilling hingegen lassen sich derzeit schwer verkaufen. Der Grund dafür: das Sparpaket schwächt den mittelständischen Sammler. Allerdings ist ein Vorurteil, daß man im Antiquariat immer nur teuere Bücher vorfindet. Auch rennomierte Unternehmen verkaufen teilweise bewußt Billigbücher, Second-Hand-Ware von 50 Schilling aufwärts. Natürlich nicht nur, um damit Geschäft zu machen, sondern auch, um jüngere Kunden wieder für das Antiquariat zu interessen. So unterschiedlich wie das Preisniveau der Bücher sind auch die Arbeitsbedingungen der einzelnen Antiquare. Manche handeln nur mit Blättern, mit Landkarten zum Beispiel oder mit Briefen und Notizzetteln berühmter Persönlichkeiten, andere haben sich auf Kinderbücher spezialisiert oder auf Werke einer bestimmten Epoche. Die neueste Entwicklung ist der sogenannte Internet-Antiquar. Er ist ein Agent, der zwischen Anbietern und Käufern vermittelt, das ganze geschieht online. Papier bekommen diese modernen Antiquare kaum noch zu Gesicht.