Die dritte Haut des Menschen. Wohnbau heute (1)
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Katalogzettel
| Titel | Die dritte Haut des Menschen. Wohnbau heute (1) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Frank, Dorothee [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.01.25 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Bauen ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80278/1 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28478 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
"Sag mir, was Du ißt, und ich sage Dir, wie Du bist" - dieser Spruch könnte genausogut für das Wohnen gelten. Im Wohnungsbau spiegeln sich perfekt die Hierarchien, Konventionen und Mißstände einer Gesellschaft. Früher einmal brauchte eine Landfamilie kaum mehr als ein paar Monate, um sich ein Lehmhaus zu bauen - das Haus kühlte im Sommer und wärmte im Winter. Heute gilt ästhetisch befriedigendes, komfortables Wohnen als teurer Luxus für Privilegierte. Durch politische Maßnahmen und Wirtschaftsinteressen werden unsere Wohnverhältnisse in einer Weise gesteuert, die dem Einzelnen oft gar nicht bewußt ist. Der Trend in den Städten geht in Richtung "Aufwertung von Wohngebieten". Das kann aber Segregation und Ausgrenzung von sozial Schwachen mit sich bringen. Errichtet ein Großinvestor in einem Billigwohnviertel attraktive neue Wohnhäuser, dann müssen die ursprünglichen Bewohner der Gegend wegziehen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können. Andererseits sehen immer mehr Stadtplaner und Architekten diese Probleme als gestalterische Herausforderung. Phantasievolle, individuell maßgeschneiderte Wohnlösungen sind nicht mehr unerschwinglich; das Bedürfnis nach Privatheit und Distanz auch in großen Wohnkomplexen wird stärker in die Planung einbezogen; und die Technologien in Sachen ökologisches Bauen werden immer ausgefeilter. Über Sinnvolles und Unsinniges rund um den modernen Wohnungsbau berichtet Dorothee Frank in einem Radiokolleg.