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Kathartisches Erinnern. Der Schriftsteller Imre Kertész (2)

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg

Katalogzettel

Titel Kathartisches Erinnern. Der Schriftsteller Imre Kertész (2)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Lehner, Karin [Gestaltung] [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 1999.02.09 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Literatur ; Gesellschaft ; Portrait ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Nummern 80289/2 [Katalognummer]
Sprache Deutsch
Signatur 10-28495
Gesamtwerk/Reihe Radiokolleg

Information

Inhalt

Der 1929 in Budapest geboren Imre Kertész wurde 1944 im Alter von 15 Jahren ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Erlebnisse hat er im "Roman eines Schicksallosen" verarbeitet, ein Roman, der 1975 in Budapest erschienen, lange Zeit totgeschwiegen wurde. Der Roman - im deutschsprachigen Raum eines der aufsehenerregendsten Bücher der vergangenen Jahre - unterscheidet sich von der wachsenden Zahl der Bekenntnis-, Erinnerungs- und Verarbeitungsliteratur. Der Autor leitet darin keine moralische Überlegenheit aus der Tatsache ab, Auschwitz durchlitten zu haben. Als Opfer beschreibt Imre Kertész die Bestialisierung des Menschen, nicht nur jene der Täter, sondern auch der Opfer. Auschwitz ist auch Ausgangspunkt seines verzweifelten Monologs "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind". Im Frühjahr 1998 schließlich hat der Rowohlt-Verlag das Buch "Ich - ein anderer" herausgebracht, ein dünnes Buch, bestehend aus Aphorismen, essayistischen und erzählerischen Passagen, ein Tagebuch der Jahre 1991 bis 1994, in dem der Autor die eigene Position nach der Wende reflektiert. Es ist ein Buch der Befreiung und des Aufbruchs, aber auch der Fragen und Zweifel. Und im Herbst 1999 wird, rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse (Ungarnschwerpunkt), das Buch "Fiasko" auf Deutsch erscheinen.

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