Die Kunst des Nichtstuns. Gibt es ein Recht auf Faulheit? (1)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Die Kunst des Nichtstuns. Gibt es ein Recht auf Faulheit? (1) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stoisser, Doris [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.05.10 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Philosophie ; Arbeitsbedingungen ; Arbeitslosigkeit ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80351/1 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28617 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Faulheit galt immer schon als verdammenswertes Laster. Besonders in kapitalistischen Gesellschaften wird die Arbeit verherrlicht, als Sinn des Lebens und als wesentlicher identifikationsstiftender Faktor angesehen. Erfolg scheint nur über möglichst prestigeträchtige Erwerbstätigkeit definiert zu werden. Während für viele die Arbeit geradezu zur Sucht wird, wächst der Anteil der Menschen, die keine finden. Paul Lafargue, der Schwiegersohn von Karl Marx hat schon 1883 eine Streitschrift mit dem Titel "Recht auf Faulheit" verfaßt, die kürzlich neu aufgelegt wurde, in der er vorschlägt "Arbeit und allgemeine Belustigung" gerechter zu verteilen. Faulheit kann destruktiv sein, wenn sie zu einer Lähmung aller Aktivitäten führt. Sie kann aber durchaus auch konstruktiv sein, indem sie kreative Kräfte freisetzt und einen heilsamen Ausgleich zum Druck des Erwerbslebens bildet.