Lebensweg einer Komposition. "Fassungen" musikalischer Werke (1)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Lebensweg einer Komposition. "Fassungen" musikalischer Werke (1) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Gross, Martin [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.06.21 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; E-Musik ; Musikwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80376/1 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28668 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Bruckners Zweite Symphonie existiert in der "Ersten Fassung" von 1872, in der Fassung der Erstaufführung von 1873 und in den beiden revidierten Fassungen von 1876 und 1877. Mozarts "Don Giovanni" kann man in der Fassung der Prager Uraufführung und in der Wiener Fassung spielen. Haydn verlieh seinem Werk "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" gleich in sieben Fassungen Gestalt. Was sind die Gründe für die oftmals zu beobachtende vielgestaltige Ausformung einer musikalischen Idee? Künstlerische Unentschlossenheit? Pragmatische Anpassung an das Können der Musiker und die Erwartungen des Publikums? Finanzielles Ausschlachten einer "Grund"- oder "Urkomposition"? Interessant auch zu beobachten, wenn Komponisten die Werke Anderer bearbeiten. Wie klingt der Messias Mozarts und warum bestand für Mozart die Notwendigkeit, Händel zu "modernisieren"? Sind "Fassungen" Ausdruck mangelnder Schaffenskraft oder nimmermüder künstlerischer Selbstkritik?