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Klassische Erbschaften. Nationalliteraturen und ihr Beitrag zur kulturellen Identität (2)

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Katalogzettel

Titel Klassische Erbschaften. Nationalliteraturen und ihr Beitrag zur kulturellen Identität (2)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Adel, Martin [Gestaltung] [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 1999.08.24 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Literatur ; Kultur ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Nummern 80396/2 [Katalognummer]
Sprache Deutsch
Signatur 10-28707
Gesamtwerk/Reihe Radiokolleg

Information

Inhalt

"Dante-Institut", "Cervantes-Institut", "Studio-Moliére" oder "Goethe-Institut" - die Namen klassischer Autoren stehen im Dienst national-kultureller Eigendefinition und als "eingetragene Warenzeichen"; sie fördern den Bekanntheitswert nach außen und dienen als Marksteine der Selbstbestimmung nach innen. Nicht zuletzt deswegen sind sie "klassisch". In Italien ist es die Zeit eines frühbürgerlich städtischen Aufschwungs (die Frührenaissance); in Spanien die Epoche der politisch militärischen Supermacht am Rande des ökonomischen Ruins; in Frankreich die Phase Ludwigs XIV., des Sonnenkönigs, das "goldene Zeitalter" des feudalen Absolutismus; in Deutschland ein Übergangsstadium, dessen zeitliche Ausdehnung kaum mehr zu messen ist, eine ideelle Positionsbestimmung der Dioskuren Goethe und Schiller, eine politische und intellektuelle Krisenzeit, die sich an geistige Werte klammert und damit den Widerspruch von ancien regime und Modernität im Reich des ästhetischen Scheins zu überwinden glaubt.

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