Vom Weiberkunstgewerbe zur Frauenkunst. Künstlerinnen in Österreich, 1870 bis zur Gegenwart (3)
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Katalogzettel
| Titel | Vom Weiberkunstgewerbe zur Frauenkunst. Künstlerinnen in Österreich, 1870 bis zur Gegenwart (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Patsch, Sylvia [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.09.22 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Bildende Kunst ; Gesellschaft ; Kunstwissenschaft ; Frauen ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80414/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28737 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Vom 27.09.1999 bis 06.01.2000 zeigt das Bank Austria Kunstforum in einem großen Epochenüberblick die Leistungen herausragender österreichischer Künstlerinnen von 1870 bis zur Gegenwart: Ein Anlaß, schon vorher im Radio schöpferischen Österreicherinnen nachzuspüren. Zunächst sollen die geschlechtsspezifischen historischen Bedingungen untersucht werden, unter denen in den letzten 130 Jahren Frauen Künstlerinnen werden konnten: Ausbildungschancen, Produktions- und Verkaufsmöglichkeiten.Die ersten professionellen Malerinnen in Österreich mußten ihre Ausbildung in privaten Kunstschulen absolvieren. Sie schufen Werke, die als typisch weiblich eingestuft wurden: Blumen- und Landschaftsmalerei. Am Ende des 19. Jahrhunderts wollten die Frauen bereits bei den neuen Richtungen mithalten: Jugendstil, Expressionismus, Neue Sachlichkeit. Frauen wagten sich auch an Selbstbildnisse und griffen in ihren Bildern soziale Mißstände auf. War zunächst das Aktstudium für Frauen an den Akademien verboten, so stellten Malerinnen im Gefolge der Emanzipationsbewegung der sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts die männliche Perspektive des Mythos Frau in Frage. Der Weg führt vom sogenannten Weiberkunstgewerbe zur Kunst selbstbewußter Frauen, die sich nicht scheuen, auch ihren Hausfrauen-Alltag in Objektkunst zu verwandeln: Küchenschürze als Kunstwerk. Doch gibt es gerade in Österreich auch Künstlerinnen, die sich sehr erfolgreich der neuen Medien bedienen und der Internationalisierung der modernen Kunst Rechnung tragen.