Ich bin das Glück dieser Erde. Die Neue Deutsche Welle (3)
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Katalogzettel
| Titel | Ich bin das Glück dieser Erde. Die Neue Deutsche Welle (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Krautgartner, Brigitte [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.10.13 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; U-Musik ; Moderne Musikformen - Pop ; Moderne Musikformen - Rock, Hardrock, Heavy Metal, Punkrock ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80435/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28778 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
"Da, da, da", "Ich fahre mit dem Auto" und "Eisbären müssen nie weinen" - so lautet die Botschaft, die die Hits der Neuen Deutschen Welle verkünden. Zeitlich einzuordnen ist dieser Musikstil, dessen wichtigste Wurzeln Punk und Elektronikmusik sind, zirka zwischen 1978 und 1984. "Mit der Neuen Deutschen Welle hielt auch in Österreich so etwas wie eine breite Jugendkultur Einzug", erklärte Rudi Nemeczek, ehemaliger Sänger der Gruppe Minisex, einer der erfolgreichsten österreichischen Bands der damaligen Zeit, "Wer sich einen Bass ausborgen konnte, irgendjemanden kannte, der einen Proberaum hatte oder ein paar Verstärker, der gründete eine Musikgruppe. Damals hat man aus Spaß gespielt, an Geld hat man da nicht oder kaum gedacht". Musikalische Unbefangenheit - manche sagen auch Dilettantismus dazu - war eines der Hauptkennzeichen der Neuen Deutschen Welle. Kaum einer der Musiker beherrschte damals wirklich sein Instrument. Womit sich die meisten allerdings wirklich auskannten, das war die Selbstinszenierung. Und so hatten die Konzerte der Neuen Deutschen Welle auch jedesmal Performance-Charakter und galten als Gesamtkunstwerk. Mit dafür verantwortlich ist, daß die Vertreter dieser Richtung oft aus anderen Kunstgattung z. B. Schauspiel, angewandte Kunst kamen. Mitte der 80er Jahre lief sich die Neue Deutsche Wellte tot - es ist allerdings kein Wunder, daß sie jetzt wieder ein Revival erlebt. Die Generation der Welle-Konsumenten ist heute um die dreißig, und damit alt genug, das, was früher als Jugendsünde bezeichnet wurde, noch einmal genauer in Augenschein zu nehmen.