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Der Traum, ein Leben. Auf Spurensuche nach hundert Jahren Traumdeutung (3)

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg

Katalogzettel

Titel Der Traum, ein Leben. Auf Spurensuche nach hundert Jahren Traumdeutung (3)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Kaup, Johannes [Gestaltung] [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 1999.12.01 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Gesellschaft ; Psychologie ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Nummern 80470/3 [Katalognummer]
Sprache Deutsch
Signatur 10-28818
Gesamtwerk/Reihe Radiokolleg

Information

Inhalt

Träume und Traumauslegung stoßen am Ende der Neunziger Jahre auf ein immer größer werdendes Interesse. In weiten Kreisen der Gesellschaft, erhärtet sich der Verdacht, daß Träume nicht nur "Schäume" sind, bloße neuronale Entladungen im Gehirn, sondern, daß sie etwas wesentliches über uns selbst aussagen können. Hundert Jahre ist es her, als Sigmund Freud mit seinem Werk "Die Traumdeutung" (1899) eine bahnbrechend neue Humanwissenschaft und eine geistige Revolution auslöste. Freud bezeichnete den Traum als den "Königsweg" zur Erforschung des Unterbewußten. In seinem Werk, das er Anfang 1900 veröffentlichte, schrieb er: "Ich werde den Nachweis erbringen, daß es eine psychologische Technik gibt, welche gestattet, Träume zu deuten, und daß bei Anwendung dieses Verfahrens jeder Traum sich als ein sinnvolles psychisches Gebilde herausstellt, welches an angehbarer Stelle in das seelische Treiben des Wachens einzureihen ist". Diese Technik, die Freud vorschlägt, bezeichnet er als "freie Assoziation". Auf diese Weise entsteht ein Netz zusammenhängender Gedanken, das eine Verbindung zwischen Traum, momentaner Lebenssituation und Erinnerungen aus der Vergangenheit darstellt. Dadurch entsteht ein neues Muster, das auf den ersten Blick fremd und geheimnisvoll wirken mag. Dennoch enthält es den Schlüssel zu unserem Selbst und der Traum kann so zu einem wesentlichen Impulsgeber für eine Lebensveränderung werden. Zahlreiche Gründer therapeutischer Schulen wie C. G. Jung, Alfed Adler, Medard Boss u. a. haben ausgehend von seinen Einsichten in die Traumforschung eigene Modelle des Umgangs mit Träumen entwickelt.

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