Arbeitszeit. Grauzone der Solidarität (2)
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Katalogzettel
| Titel | Arbeitszeit. Grauzone der Solidarität (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Waldert, Helmut [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.11.09 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Arbeitsbedingungen ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80478/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28836 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Der wachsenden Schere zwischen Arm und Reich entspricht und folgt eine Umverteilung der Arbeitszeit. Auf der einen Seite wächst die Zahl der Arbeitslosen, auf der anderen Seite nehmen die Überstundenleistungen zu. 1999 feierte die Politik in Österreich einen Höchststand an Beschäftigten (3,4 Millionen), ohne deutlich zu machen, daß darin eine beträchtliche Zunahme an nicht-regulären Arbeitsverhältnissen enthalten ist: Teilzeitbeschäftigte, befristete Arbeitsverhältnisse, jederzeit auflösbare Arbeitsverträge (Arbeit bis auf Widerruf gestattet), marginal Beschäftigte. Von den prekären und atypischen Beschäftigungen sind vor allem Frauen betroffen. Abnehmende Beteiligung am Erwerb ist zudem mit mangelnder sozialer Sicherung gekoppelt. Die Zunahme der sogenannten "flexiblen" Arbeitszeitformen wurde erst durch politische Maßnahmen (Deregulierung) möglich. Dieser Vorgang ist begleitet von Apellen an die Eigenverantwortung, bei gleichzeitiger Ablehnung von Solidarität. Eine solidarische Form der Verteilung der Arbeitszeit findet, wenn überhaupt, am ehesten auf betrieblicher Ebene statt.