Im Schatten des Hohen C. Eine operndramatische Frauengeschichte in drei Aufzügen (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Im Schatten des Hohen C. Eine operndramatische Frauengeschichte in drei Aufzügen (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Engelhardt-Krajanek, Margarethe [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.12.07 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; E-Musik ; Vokalmusik - Oper ; Frauen ; Musikwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80487/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28843 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Sie schreien, sie leiden, sie sterben - und sie singen noch dabei; sie werden verkauft und verhandelt, gedemütigt und geschlagen, und dennoch bleiben sie charmant und reizvoll. Ihre Waffe ist die List - oder die Unschuld; ihre Stärke ist die Intrige - oder ihr Gottvertrauen; ihr Platz ist das Bordell - oder das Königsschloß: die großen Frauenfiguren der Opernliteratur. Ihre Darstellerinnen werden nach wie vor als Primadonnen gefeiert und bewundert. Sie selbst aber werden im oppulenten Reich des Sentiments, das die Oper für ihre Liebhaber darstellt, selten in der vollen Vielfalt ihrer Aussagekraft gesehen und gehört. Denn die Damen Violetta und Gilda, Amelia und Senta, Eva und Leonore erzählen nicht nur von den großen Gefühlen: der Liebe, der Eifersucht, der Einsamkeit, der Angst vor dem Tod, sie berichten von dem einschneidenden sozialen Wandel, der sich an der Wende vom 18. und 19. Jahrhundert vorbereitet hat. Sie sind ein Spiegel der politischen Wirklichkeit und der psychologischen Projektion einer Epoche. Und wie sie heute gelesen, gesungen und gespielt werden, haben sie nichts an dieser Aktualität verloren.