Ich bin nichts als ein Horchender. Musik & Literatur (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Ich bin nichts als ein Horchender. Musik & Literatur (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Doblhofer, Hannes [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.01.12 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Literatur ; Musik ; E-Musik ; Musik ; U-Musik ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80516/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28886 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Worte und Töne gehören zusammen. Lesen und Hören ereignet sich als "musikalischer Vorgang", in dem vieles tönt, auch wenn es stumm erscheint. Der Soundtrack vieler Bücher ist Musik, ist dissonante oder harmonische Form. Klangrede und Tonsprache: Musik und Dichtung erscheinen als von der profanen Dingwelt befreite Künste. Irgendwann war es soweit: die Musik war der Sprache vergleichbar geworden, nur hatte sie nicht Ideen zum Gegenstand, sondern Empfindungen. Das wollüstige Dahinschmachten, das mit ihr verbunden sein konnte, das süße Tränengeriesel, die schwülen Ahnungen, das Seelengelispel mit Gott, wozu ab und an empfohlen wurde, allein vom Mond beschienen zu phantasieren - das erweckte den Neid der Dichter, die ihre Ausdrucksmittel denen der Musiker unterlegen fanden. Die Sprache war an die Objektwelt gebunden, während die Musik das Innere zum Vorschein brachte. Jetzt scheint vieles zusammengeführt, verschmolzen, verknüpft, Musik ist ein Teil der Literatur, und Dichtung ist auch: Musik.