Das vernetzte Gehirn. Wie Lernen und Gedächtnis funktionieren (4)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Das vernetzte Gehirn. Wie Lernen und Gedächtnis funktionieren (4) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Weber, Peter [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.01.13 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Wissenschaft und Forschung ; Biologie ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80524/4 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28902 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Das menschliche Gehirn besteht (je nach Schätzung) aus 20 bis 100 Milliarden Nervenzellen. Jede einzelne von diesen ist mit bis zu 10.000 anderen Neuronen verbunden: eine wahrhaft astronomische Anzahl von Nervenverbindungen. Dieses extrem dichte Netzwerk verarbeitet Informationen (anders als Supercomputer) parallel; es sortiert, ordnet und interpretiert. Doch nur ein Tausendstel aller Nervenfasern stellen eine Verbindung des Gehirns zur Außenwelt dar und dienen damit dem Gehen, Fühlen, Hören, Sehen, Riechen, usw. Der weitaus größte Teil der Neuronen sorgt für die "interne Verkabelung" des menschlichen Denkorgans; dieses Netzwerk dient höheren geistigen Leistungen wie Lernen, Sprache und Gedächtnis. Noch Mitte der 80er Jahre verglichen zahlreiche Forscher das Gehirn mit einem weißen Flecken auf der Landkarte. Heute ist die Funktionsweise des Nervensystems in groben Zügen bekannt. So wurde der "Präfrontale Cortex", der über den Augenhöhlen liegt, als Arbeitsspeicher des Gehirn erkannt, während die Rindenregionen der Scheitel- und Schläfenlappen dem Langzeitgedächtnis dienen. Um gelernte Fakten abzurufen, bedarf es des sogenannten "Hippocampus", eine Struktur tief im Inneren des Gehirns. Und das Kleinhirn "merkt" sich Bewegungsabläufe wie Fahrradfahren und Schnürsenkelbinden.