Wanderer zwischen den Welten. Die Bioinvasion ist im Kommen (1)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Wanderer zwischen den Welten. Die Bioinvasion ist im Kommen (1) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Amberger, Hermi [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.01.10 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Wissenschaft und Forschung ; Natur ; Wirtschaft ; Pflanzen ; Tiere ; Biologie ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80528/1 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28906 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Caulerpa, ein besonders hübsches, aus der Karibik stammendes Seegras, wurde aus einem Aquarium in Monaco versehentlich ins Meer gespült. Jetzt fühlt es sich so wohl, daß heimisches Seegras verdrängt wird. Europäische Zebramuscheln wurden im Ballastwasser der Ozeantanker in die Region der großen amerikanischen Seen eingeschleppt. Dort rotten sie nicht nur ansäßige Schalentiere aus, sondern verstopfen Rohre. Die braune Baumschlange kam in Transportkisten von Asien nach Guam. Dort ist sie dabei, der lokalen Vogelpopulation den Garaus zu machen. Drei Beispiele für das Phänomen der sogenannten Bioinvasion: der Ausbreitung fremder, invasiver Arten unter Verdrängung der heimischen. Laut einer jüngsten Studie des "World Watch Institute" in Washington ist Bioinvasion eine wesentliche Bedrohung für die Biodiversität. Bioinvasionen finden sich in allen Bereichen: bei Tieren, Pflanzen und Mikroben. Sie geschehen unabsichtlich (siehe Zebramuscheln) und mit Absicht, als vom Menschen mit bester Absicht geplanten Eingriff in ein Biotop. Besonders verheerende Folgen hatte die Einführung des Nilbarsches im afrikanischen Viktoriasee. Arten breiteten sich immer durch Verschleppung aus. Dieser Prozeß verlief über Jahrhunderte eher langsam. Doch im Zeitalter von Handel und Reisen habe die Gefahr, so Chris Bright, Autor der "World Watch Institute"-Studie, zugenommen. Bioinvasionen sind ein Teil der zunehmenden Globalisierung.