Ausgrenzen - Abgrenzen. Ressentiment & Fremdenfeindlichkeit (4)
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Katalogzettel
| Titel | Ausgrenzen - Abgrenzen. Ressentiment & Fremdenfeindlichkeit (4) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Adel, Martin [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.02.03 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Migration ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80541/4 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-28925 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Flüchtlingen bringt man Mitleid entgegen; Asylanten lehnt man als "Sozialschmarotzer" ab. Das haben neueste Studien ergeben. Die Wortwahl entscheidet über Schicksale und Lebensumstände. Fremdenfeindlichkeit und Ressentiment, wie sind die Ursachen in Österreich zu erklären? Ein Grund könnte sein: Der "Reststaat", "der Staat, den keiner wollte" (1.Republik), hat erst nach dem 2. Weltkrieg seine "nationale", freilich nicht unbelastete Identität gefunden: in einem neutralen Sonderstatus zwischen "Ost" & "West". Aber ein Blick in das Wiener Telefonbuch etwa macht klar; wir sind immer noch ein ethnisch kultureller Eintopf. Nun ist Xenophobie aber kein "österreichisches" Phänomen und hat insofern heute mehr Brisanz denn je, weil wir die Migrationen so stark wie noch nie zuvor zu spüren meinen. Einerseits ist die fundamentale Differenz von Identität & Alterität zu überlegen, mehr noch aber die Frage danach, wie man aktuell und konkret mit den Anderen umgeht. Denn auch das haben neueste Untersuchungen ergeben. Es kommt ganz wesentlich auf die politisch gestalteten und gestaltbaren Rahmenbedingungen des Zusammenlebens zu.