In Ewigkeit Staub. Die lästigste Materie der Welt (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | In Ewigkeit Staub. Die lästigste Materie der Welt (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Schaller, Thomas [Gestaltung]
[GND
]
Weichinger, Robert [Gestaltung] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.04.12 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80611/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29056 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Er ist der Schrecken jedes ordentlichen Haushalts. Und im Frühjahr rückt man ihm besonders intensiv zu Leibe, dem Staub. Zerbröselnder Streusplitt und die mit Beginn der wärmeren Jahreszeit wieder häufiger aufgenommenen Bauarbeiten sorgen im Frühjahr für beträchtliche Staubmengen in der Luft, in Häusern und Wohnungen. Dann wird gesaugt und gewischt, um der ungeliebten Materie Herr zu werden. Wedel mit elektrostatischen Fasern bietet der Handel an, die den Lurch wie magnetisch anziehen. Aus dem Fenster gefuchtelt, landen die Staubballen dann beim Nachbarn und die eigene Wohnung ist mehr oder weniger sauber. Umherwirbelnder Staub ist der größte Feind der Mikroelektronik. Bereits feinste Staubkörnchen können Fehlschaltungen verursachen. Und doch - wer in der Bekämpfung des Staubes auf einen angeborenen Putzfimmel setzt, handelt nicht unbedingt vorteilhaft. "Staubfrei heißt nicht unbedingt gesund" - Wissenschafter, die in sogenannten "Reinräumen", also staubfreien Zonen, arbeiten, entwickeln regelrechte Allergien gegen Staub, ihnen wird sogar angeraten, es zu Hause mit dem Staubwischen nicht allzu streng zu nehmen. Alles kann zu Staub werden: Gesteinsbrocken ebenso wie tote Insekten. Liest man beispielsweise Bedrucktes, rieseln Druckerschwärze und Farbpigmente, lösen sich Fasern, zerfallen Schlagzeilen gleichsam zu Staub. Ein kleiner Teil der Staubmelange stammt gar nicht von der Erde: 2500 Tonnen Meteoritenstaub rieseln jährlich auf unseren Planeten nieder. Eine vergleichsweise geringe Menge, was in Wiens Straßen jährlich gekehrt wird: 60.000 Tonnen Straßenstaub!