Im Goldglanz der Ikonen. Musik der Ostkirchen (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Im Goldglanz der Ikonen. Musik der Ostkirchen (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Gross, Martin [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2002.02.13 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; E-Musik ; orthodoxe Kirchen ; Musikwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80696/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29201 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Die musikalische Tradition der orthodoxen Christen ist auffallend vielfältig. Die bis ins frühe Christentum zurückreichende Liturgie bildet den Kern östlicher Spiritualität und gibt den orthodoxen Kirchen ihr unverwechselbares Gepräge. In großen Gemeinden singt der Chor die Worte der Liturgie, in kleinen Dorfkirchen meist Priester und Gemeinde. Instrumente finden in den östlichen Kirchen so gut wie keine Verwendung, denn sie sind von Menschenhand geschaffen und somit für den Lobpreis Gottes nicht geeignet. Basilius der Große schrieb im 4. Jahrhundert: "Aus dem Psalmengesang erwächst das höchste aller Güter, die Nächstenliebe, denn er verbindet die Menschen in der Harmonie eines einfachen Gesangs". Im 18. und 19. Jahrhundert hat die italienische Oper auf die Kompositionen russisch-orthodoxer Musiker wie Dimitrij Bortnjanski Einfluß genommen. In der Zeit der Romantik haben immer wieder auch Künstler wie Tschaikowsky oder Rachmaninow die orthodoxe Liturgie vertont, - wunderbare Musik, die allerdings in den Kirchen des Ostens nicht heimisch wurde.