Leere Meere. Der Abgesang eines Fisches, der die Welt veränderte (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Leere Meere. Der Abgesang eines Fisches, der die Welt veränderte (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Fluch, Franz [Gestaltung]
[GND
]
Leitner, Martin [Gestaltung] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2002.05.23 [Sendedatum] 2001.06.13 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Natur ; Fischerei ; Gewässer ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80721/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29258 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Die Rede ist vom Kabeljau, der in der Luft getrocknet als Stockfisch weltweit Berühmtheit erlangt hat. In Portugal ist der Bacalhao seit Jahrhunderten Nationalspeise Nummer eins. In Europa war er einst der meist gegessene Fisch und im getrockneten Zustand eine wichtige Wegzehrung bei Reisen. Die Basken waren die Pioniere der Kabeljau-Fischerei. Sie hatten bereits lange vor Kolumbus mit ihren Fangbooten die Küstengewässer Neufundlands befahren und hüteten die damals reichsten Fanggründe dieses begehrten Speisefisches als Geheimnis. Der Kabeljau wurde zum ökonomischen Motor des neu besiedelten Nordamerika und war jahrhundertelang Zankapfel der seefahrenden Nationen. Der Streit um die Fangquoten bei Kabeljau eskalierte in den 60er und 70er Jahren zu einem regelrechten Fischereikrieg zwischen Großbritannien und Island. Seine Bestände sind inzwischen weltweit besorgniserregend zurückgegangen, was die USA und Kanada 1992 dazu veranlassten, ein striktes Fangverbot für den Kabeljau zu verhängen. In den Weltmeeren werden von diesem Fisch jährlich aber immer noch 300 Millionen Tonnen gefangen.