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Diagnose: Der Extremismus des Geldes. Therapie: Die Re-Regulierung der Finanzmärkte (3)

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Katalogzettel

Titel Diagnose: Der Extremismus des Geldes. Therapie: Die Re-Regulierung der Finanzmärkte (3)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Waldert, Helmut [Gestaltung] [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 2001.06.27 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Wirtschaft ; Finanzpolitik ; Wirtschaftspolitik ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Nummern 80728/3 [Katalognummer]
Sprache Deutsch
Signatur 10-29273
Gesamtwerk/Reihe Radiokolleg

Information

Inhalt

Wenn sich ein Pensionsfonds mit Devisen verspekuliert, zahlen die Bürger in einem anderen Land, dessen Großbank den Deal besichert hat, mit ihren Steuern drauf, weil ihr Staat den Ruin der Bank verhindern muss. Die Wirkungsketten auf den freien Finanzmärkten erzeugen eine globale Unsicherheit. Bis Anfang der 70er-Jahre disziplinierte die Politik die Finanzmärkte. Seither ist es umgekehrt. Seit dem Abbau der Kapitalverkehrskontrollen (Bretton Woods-Abkommen) fahren die Kurse (Währungen, Aktien, Derivate) Hochschaubahn.In den 90er-Jahren häuften sich die Finanzkrisen, ruinierte das nomadisierende Kapital ganze Volkswirtschaften (Mexiko, Brasilien, Asien), zerstörte die Kaufkraft der Bevölkerungen, trieb Unternehmen in den Bankrott. Das Finanzvermögen konzentrierte sich immer mehr bei einer kleinen Gruppe von Anlegern (Banken, Versicherungen, Investment- und Penionsfonds). Früher wurde von der Politik eher eine Inflation zugunsten geringer Arbeitslosigkeit in Kauf genommen, jetzt ist es im Interesse der Investoren umgekehrt. In der EU ist die Arbeitslosigkeit heute doppelt so hoch wie in den 80er-Jahren. Die ursprüngliche Aufgabe der Finanzmärkte, den Geldbedarf der Wirtschaft und Unternehmen zu finanzieren, ist dem treibenden Motiv der Spekulation gewichen. Derzeit wird nach rechtlichen und ordnungspolitischen Instrumenten zur Steuerung der Finanzmärkte gesucht. Europaweit entsteht eine Bewegung (ATTAC), die u.a. eine Besteuerung der Kapitalflüsse und -einkommen, die Beseitigung von Steuer-Oasen zum Ziel hat.

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