Außen hui ... Wie Musik und Tonträger verpackt werden (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Außen hui ... Wie Musik und Tonträger verpackt werden (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Doblhofer, Hannes [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.06.21 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Kultur ; Design ; Graphik ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80772/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29344 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Musik wird mit fast allem beworben. Verkauft wird, was auffällt, irritiert, neugierig macht, mit den Versatzstücken von Zielgruppenwerbung spielt. Der Frühling etwa ist ein Klassik-Symbol. Bananen und Bilder vom Stauverkehr behübschen Rock & Undergroundproduktionen. Weltmusik erscheint im folkloristischen Gewändern. Als sicherer "Tipp" gilt die Verzierung mit Motiven der Kunstgeschichte. Ohne strenges Designkonzept - kein Erfolg. Vielfach investieren die Musik-Macher mehr in das Drumherum als in den Inhalt. Bekannte Produktionen erscheinen in immer neuer Verpackung und kurbeln so das Geschäft an. Einmal soll ein Seerosenteich Entspanntes bedeuten, Jahre später ist es eine Schafherde. Grelle Farben sind noch immer Anreger, - nach wie vor beliebt - und spartenübergreifend, ist das Rätsel. Tiefschwarze Cover ohne jedes Beiwerk lassen jetzt alles offen, wo Jahre zuvor noch bunte Männchen herumhüpften. Ein markantes Beispiel aber für Unverändertes: das charakteristisch gelb-schwarze Design. Ein deutsches Klassik-Label signalisiert damit jahrzehntelang: "Achtung Hochkultur!" Viele Firmen haben auf diese Art Musikgeschichte geschrieben, in dem sie Musik "sichtbar" machten - man denke nur an "Blue Note" - dessen optisches Konzept den Jazz verkörperte. Und weil heute die Zeichen und Signale uneindeutiger als je zuvor verwendet werden, wird es immer wichtiger, wie raffiniert und spielerisch Musik dargeboten, verpackt und vermarktet wird. Der Lockstoff für des Hörbaren ist das Sichtbare.