Liebe Anna ... Briefe und andere schriftliche Mitteilungen (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Liebe Anna ... Briefe und andere schriftliche Mitteilungen (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Siller, Ursula [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.07.18 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Kultur ; Post ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80861/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29565 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Wer schreibt heute noch echte Briefe? Die ausführliche schriftliche Kommunikation scheint in Vergessenheit geraten zu sein, interessant nur mehr für Germanisten und Historiker. Die Aufarbeitung von Briefen, wie etwa jene von Max Weber, vermittelt ein anschauliches Bild seiner persönlichen und wissenschaftlichen Entwicklungen und ermöglicht noch dazu einen informativen Einblick in die Sozial- und Kulturwissenschaften um die Jahrhundertwende. Private Briefe zeigen Autoren und Autorinnen in einem völlig anderen Licht. So unterschreibt Hölderlin seine Briefe mit "meiner allerliebsten Mamma, gehorsamster Sohn Hölderlin". Briefe auch literarischer Gattung, verwendet z.B. von dem chinesischen Journalisten Shi Ming, der in seinen "Briefen aus dem Exil" schreibt: "Ich bin ein ständiges sich erinnern, im Sinne, sich immer wieder vorzustellen" im Sinne, die Augen niemals vor dem Möglichen zu verschließen. Sobald einer aufhört, in diesem Sinne sich vorzustellen, zu "erinnern", fängt er an, das Fatale, das Grausame, das Unmenschliche zuzulassen, als Normalität hinzunehmen, um nach der nächsten Katastrophe mit der Achsel zu zucken.