Von der Notwendigkeit des Überflüssigen. Die Ungleichverteilung von arm und reich (4)
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Katalogzettel
| Titel | Von der Notwendigkeit des Überflüssigen. Die Ungleichverteilung von arm und reich (4) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Adel, Martin [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2001.12.20 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80890/4 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29650 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Reichtum bringt Sorgen, den Armen steht das Himmelreich offen. Spätestens seit Max Webers Analyse der protestantischen Ethik - also seit knapp 100 Jahren - ist klar, dass sich mit dem frühbürgerlichen Aufschwung auch schon die ketzerische Ansicht verbreitete, Reichtum sei Zeichen göttlichen Wohlgefallens. Sehr verkürzt und für heutige Zeiten formuliert bedeutet das: wer arm ist, trägt selbst daran "Schuld". Aber zugleich würden doch viele ebenfalls unterschreiben, dass wir in einer Überflussgesellschaft leben. Also was jetzt!? Zweifellos gibt es eine Relativität von arm und reich und das auf vielen Ebenen: reich an Bodenbesitz, aber arm an Bargeld; reich an Bildung, aber arm an Einkommen; reich an Ressourcen, aber arm an Macht und Einfluss. Trotz dieser beliebig fortsetzbaren Reihe von Beispielen für diese Relativität, eines ist doch evident: es gibt selbst in Österreich, in einem der reichsten Länder der Welt, ganz objektiv eine hohe und steigende Zahl an Armen und es gibt zugleich nicht wenige Personen, die täglich reicher werden. Eine weltweite Entwicklung, der auch die Mächtigen nichts entgegenzusetzen haben. Die Globalisierung ist üblicherweise begleitet von einer wachsenden Ungleichheit in der Verteilung des Reichtums, sagte Michel Camdessus, Präsident des Internationalen Währungsfonds, wir sind bisher nicht in der Lage gewesen, für dieses schwerwiegende Problem eine Lösung zu finden. Ein erster Ansatz könnte sein, dieses schwerwiegende Problem zu analysieren. Und das soll hier versucht werden.