Wenn die Töne schweigen. Über die Stille in der Musik (1)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Wenn die Töne schweigen. Über die Stille in der Musik (1) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Jessa, Mirjam [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2002.12.09 [Sendedatum] 2001.12.17 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; E-Musik ; Musikwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80892/1 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29655 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Was bedeutet die Stille in der Musik? Steht dann die Musik still? Ist sie tatsächlich unhörbar? Oder klingt sie nicht vielmehr? Die Stille kann laut sein. Die Stille kann in Sinne des Zen leer sein oder zum Bersten gefüllt. Die Stille ist Teil der Musik. Die Stille erfüllt verschiedene musikalische Funktionen. Gustav Mahler wollte, dass nach dem 1. Satz seiner 2. Symphonie eine Pause von fünf(!) Minuten eingehalten werde. Nicht einmal er selbst setzte bei der Aufführung seiner Auferstehungssymphonie diesen Wunsch in die Praxis um. John Cage nannte eines seiner wichtigsten Bücher über Musik: "Silences", "Stillen". Die arabische und asiatische Musik integrierte seit jeher die Stille, nur die abendländischen Komponisten verbannten sie Jahrhunderte lang aus ihren Werken. Erst im 20. Jahrhundert wurde sie wieder zum Thema. Was wussten die Meister der Renaissance über die Stille, was später in Vergessenheit geriet? Und was lehren uns moderne Meister der Stille, wie die Komponisten Anton Webern, John Cage oder Luigi Nono, über die Stille?