Etappen eines Leidensweges. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Etappen eines Leidensweges. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Dessewffy, Tina [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2002.01.16 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Migration ; Kinder und Jugend ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80914/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29703 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Sie kommen, und ihre Zahl ist stetig im Steigen; im ersten Halbjahr 2001 waren es mit nahezu 1000 Fällen doppelt so viele wie im gesamten Jahr davor. Sie, Kinder und Jugendliche, Burschen und Mädchen unter 18 Jahren, sind aus den verschiedensten Gründen gezwungen, ihre Heimat, von ihren Eltern getrennt zu verlassen. Dazu zählen etwa politische Verfolgung, Krieg, allgemeine Not und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit, Rekrutierung zum Fronteinsatz als Kindersoldaten, Kinderzwangsarbeit oder sexuelle Ausbeutung und Zwangsprostitution. Wenn sie bei uns ankommen, wissen sie oft nicht einmal, in welchem Land sie gelandet oder vielleicht besser gestrandet sind. Ihre Fluchthelfer haben sie, häufig nach langem Transport in geschlossenen Containern, einfach ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Und hier bei uns in Österreich, aber auch ganz generell in der EU, beginnt dann oft die zweite Etappe ihres Leidensweges. Denn sie sind unerwünscht und werden mit einer Fülle von Belastungen konfrontiert: mit fehlender Aufenthaltssicherheit, Verständigungsproblemen, kaum vorhandenen Möglichkeiten zur Ausbildung und legaler Beschäftigung. Diese Sendung soll die schwierigen Lebensumstände und Schicksale dieser Flüchtlingsgruppe möglichst genau beleuchten, die Probleme, mit denen sowohl Flüchtlingsbetreuer als auch Behördenvertreter zu kämpfen haben, darlegen, aber auch die vorhandenen Missstände aufzeigen und kritisieren.