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Die Zeit ist aus den Fugen. Der unerschöpfliche Mythos von Hamlet (1)

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg

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Titel Die Zeit ist aus den Fugen. Der unerschöpfliche Mythos von Hamlet (1)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Patsch, Sylvia [Gestaltung] [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 2002.05.13 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Literatur ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Nummern 80961/1 [Katalognummer]
Sprache Deutsch
Signatur 10-29819
Gesamtwerk/Reihe Radiokolleg

Information

Inhalt

Vor genau 400 Jahren hat William Shakespeare das rätselhafteste, schwierigste, interessanteste seiner 38 Stücke geschrieben. Die Zeit war damals, wie Hamlet sagt, "aus den Fugen": Das mittelalterliche, auf Gott bezogene Weltbild ging in die Brüche, die Erde war nicht länger Mittelpunkt des Universums, und durch die Entdeckung Amerikas 100 Jahre zuvor war die Welt unendlich viel größer geworden. Shakespeares "Hamlet" ist ein blutrünstiger Krimi mit acht Toten; eine Staatskrise mit großem Lauschangriff; und eine persönliche Tragödie eines Menschen, dem sein stabiles Ich in einer unsicheren äußeren Welt engleitet; eine Tragödie, in der man einem Unentschlossenen beim Denken, Grübeln zuschauen kann: "Wer alle Umstände bis ins Tiefste prüft und alle Folgen bis ins letzte durchdenkt, verhindert seinen eigenen Entschluss". Hamlets Dilemma fasziniert seit 400 Jahren Schauspieler und Publikum, Maler und Zeichner, Musiker und Filmemacher. Worin liegt das Geheimnis seiner Aktualität?

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