Die Zeit ist aus den Fugen. Der unerschöpfliche Mythos von Hamlet (2)
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Katalogzettel
| Titel | Die Zeit ist aus den Fugen. Der unerschöpfliche Mythos von Hamlet (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Patsch, Sylvia [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2002.05.14 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Literatur ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80961/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29820 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Vor genau 400 Jahren hat William Shakespeare das rätselhafteste, schwierigste, interessanteste seiner 38 Stücke geschrieben. Die Zeit war damals, wie Hamlet sagt, "aus den Fugen": Das mittelalterliche, auf Gott bezogene Weltbild ging in die Brüche, die Erde war nicht länger Mittelpunkt des Universums, und durch die Entdeckung Amerikas 100 Jahre zuvor war die Welt unendlich viel größer geworden. Shakespeares "Hamlet" ist ein blutrünstiger Krimi mit acht Toten; eine Staatskrise mit großem Lauschangriff; und eine persönliche Tragödie eines Menschen, dem sein stabiles Ich in einer unsicheren äußeren Welt engleitet; eine Tragödie, in der man einem Unentschlossenen beim Denken, Grübeln zuschauen kann: "Wer alle Umstände bis ins Tiefste prüft und alle Folgen bis ins letzte durchdenkt, verhindert seinen eigenen Entschluss". Hamlets Dilemma fasziniert seit 400 Jahren Schauspieler und Publikum, Maler und Zeichner, Musiker und Filmemacher. Worin liegt das Geheimnis seiner Aktualität?