Wirkung und Nebenwirkungen. Kulturgeschichte der Apotheke (2)
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Katalogzettel
| Titel | Wirkung und Nebenwirkungen. Kulturgeschichte der Apotheke (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Jessa, Mirjam [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2002.05.28 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Medizin ; Medizin ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80964/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29831 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Was haben Lukas Cranach der Ältere, Carl Spitzweg und Theodor Fontane gemeinsam? Sie waren alle drei Apotheker. Und sie waren berühmt. Aber sie waren keine berühmten Apotheker. Berühmte Apotheker waren Johann Rudolph Glauber, nach ihm ist das Glaubersalz benannt, Andreas Siegmund Marggraf, der erstmals den Zucker der Zuckerrübe ohne bitteren Nachgeschmack isolieren konnte, Martin Heinrich Klaproth, der als erster die Elemente Cerium und Uran entdeckte, Johann Friedrich Böttger, der Erfinder des Porzellans und Friedrich Ferdinand Runge, er ist nicht nur der Vater der Anilinfarben, sondern isolierte auch Coffein und Atropin sowie Chinolin. Erstmals tauchte der Begriff Apotheke um 400 v. Chr. auf der Insel Kos auf, wo das erste wissenschaftlich aufgebaute Sanatorium, das Heiligtum des Äskulap, stand. Mit "Apotheke" waren die Lagerräume für die Heilkräuter gemeint. Später war es Friedrich der Zweite von Hohenstauffen, der 1241 auf Sizilien durch sein Apothekergesetz den Beruf des Apothekers klar von dem des Arztes trennte. Im 17. Jahrhundert wurde der Apotheker zum Hersteller arzneilicher Produkte und heute ist die Apotheke zu ihrer ursprünglichen Bedeutung als Lagerraum für Arzneien weitgehend zurückgekehrt.