Entsetzen, Erstaunen, Bewunderung. Pablo Picasso (1)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Entsetzen, Erstaunen, Bewunderung. Pablo Picasso (1) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Patsch, Sylvia [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.08.28 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Bildende Kunst ; Portrait ; Kunstwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80968/1 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29833 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Vom 8.9.2000 bis 7.1.2001 werden im Bank Austria Kunstforum an die 100 großteils unbekannte Arbeiten Pablo Picassos gezeigt: eine Retrospektive mit 70 Gemälden und 30 Zeichnungen, deren Schwerpunkt auf der Privatspähre des Malers liegt: Familie, Modelle, Frauen. Kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts ist aber als Person so sehr hinter einem Mythos verschwunden wie Picasso. In einem neutralen graphologischen Gutachten aus dem Jahr 1942 ist zu lesen: "Sein Leben ist von Katastrophen heimgesucht, die er sich selbst durch seinen Mangel an Bürgerlichkeit und Achtsamkeit zuzieht ... Er liebt mit Ungestüm und tötet, was er liebt. Er ist traurig. Sucht einen Ausweg und entgeht seiner Traurigkeit durch eine reine Schöpfung. Die Freude, das Glück schaden ihm. Die Traurigkeit ist ihm dienlich." In seiner Spätphase - er starb 1973 mit 92 Jahren - wollte er seine Vitalität in den Bildmotiven als satyrhafte Götterkraft gedeutet sehen. Seine Todesfurcht hatte geradezu groteske Züge. Neurotisch? Genial? Ein Protestkünstler? Ein Zerstörer, der auf den Thron gehoben wurde? In dieser Sendereihe soll der Versuch unternommen werden, Picasso hinter dem Mythos zu finden.