Meerstern und glücklicher Hafen. Über die Faszination alter Hymnen am Beispiel des "Ave maris stella" (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Meerstern und glücklicher Hafen. Über die Faszination alter Hymnen am Beispiel des "Ave maris stella" (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Gaisbauer, Hubert [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1996.04.16 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; E-Musik ; Musikwissenschaft ; Vokalmusik - Chormusik, Chorwerke ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
80987/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-29876 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Alte Hymnen wollen entschlüsselt werden wie frühe Mosaike. Ihre Formenstrenge entfaltet sich bei aufmerksamem Betrachten in einen Bilderreichtum sondergleichen. Der Marienhymnus "Ave maris stella" findet sich in seiner ältesten schriftlichen Fassung, die aus dem 9. Jahrhundert stammt, in der Stiftsbibliothek St. Gallen. Von einem Anonymus verfaßt ist dieser populärste Marienhymnus aber bereits ein bis zwei Jahrhunderte älter. Die Wortschöpfung "maris stella", also "Stern des Meeres", geht auf einen gewollten Schreibfehler bei Hieronymus zurück, der statt "stilla" (Tropfen) "stella" geschrieben hat. Von der gregorianischen Melodie im 1. Tonus ausgehend hat der Hymnus im Laufe der Musikgeschichte viele Variationen und Ausformungen erfahren. Die schönste findet sich bei Monteverdi in der Marienvesper.