Komponieren im Augenblick. Von der Kunst der Improvisation (4)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Komponieren im Augenblick. Von der Kunst der Improvisation (4) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Schlag, Wolfgang [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.02.06 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; E-Musik ; Musik ; U-Musik ; Musikwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
81230/4 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-30235 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Die Improvisation ist die älteste Musik der Welt - die erste musikalische Aktivität des Menschen kann nichts anderes gewesen sein als eine freie Improvisation. In der westlichen Musik erlebte die Improvisation ihre Blütezeit im Barock. Sie war sowohl in die harmonische wie in die melodische Struktur der Musik eingebunden. Zu umspielen, zu ergänzen, zu variieren, zu verzieren, to improve (ausbauen, verfeinern, veredeln) wie es im Englischen oft genannt wurde, war für den ausführenden Musiker selbstverständlich. Die europäische klassische Musik begann nach der Barockzeit zu verschwinden. In der östlichen Musik hingegen, war die Improvisation immer wesentlicher Bestandteil der Aura eines Musikers. In den westlichen Ländern wurde die Improvisation erst wieder mit dem Jazz zu einer wichtigen künstlerischen Ausdrucksform. Sie hatte ihren ideologischen Höhepunkt im Free Jazz und wurde in diesem Jahrhundert auch von den zeitgenössischen Komponisten als Ausdrucksmittel entdeckt.