Wie komisch ist die E-Musik? (3)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | Wie komisch ist die E-Musik? (3) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Nicklaus, Hans Georg [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.04.09 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Musik ; E-Musik ; Musikwissenschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
81279/3 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-30291 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
War es ein Zufall, daß die sogenannte E-Musik irgendwann diesen Namen - "Ernste Musik" - bekam oder wurde aus ihr wirklich irgendwann das Komische verbannt? Die Programme der Opernbühnen erwecken den Eindruck, daß das Komische, das Satirische und die Parodie nicht mehr der hohen Weihe großer Kunst für würdig erachtet werden. Dabei standen im 16. und 17. Jahrhundert die Figuren der Commedia dell'arte auf den Musikbühnen und belustigten keineswegs ein Publikum, das sich mit billiger Unterhaltung zufrieden gab. Parodien auf ernste Opernstoffe, aber auch satirische Karikaturen anderer Stile waren ein verbreitetes, subtiles Opernvergnügen. Im 18. Jahrhundert bildete in einigen Ländern die sogenannte "komische Oper" ein eigenes Genre. Berlins "Komische Oper" ist nach diesem Genre benannt, dennoch sind dort die heiteren, komischen, lustigen, grotesken oder satirischen Werke eines Teleman, Gluck oder Dittersdorf kaum mehr zu hören.