"Goethe ist ein Chinese". Von der Schwierigkeit, Lyrik zu übersetzen (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Radiokolleg
Katalogzettel
| Titel | "Goethe ist ein Chinese". Von der Schwierigkeit, Lyrik zu übersetzen (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Janisch, Heinz [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.03.11 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Literatur ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
81288/2 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-30305 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Goethe auf chinesisch, Lao Tse auf deutsch - Übersetzungen setzen Texte mitten hinein in eine neue Kultur, in ein neues Sprach- und Denkgefüge. Einem Dichter eine andere, fremde Sprache zu geben und doch die Eigenheiten und Merkmale seiner Poesie vermitteln zu können - das bedarf einer kunstvollen, harten Arbeit: Das Übersetzen als Dialog zweier oder mehrerer Persönlichkeiten, als Balanceakt zwischen wortgetreuer Nachempfindung und mutiger Interpretation ... Das Abenteuer "Übersetzung" als Herausforderung, als Wertbestimmung: behalten Werke der Weltliteratur auch in der Neuübertragung ihre bestimmende Wirkung? Besonders bei Gedichten, die vom Reim, vom Rhytmus, vom Sprachklang leben, wird das Übersetzen zur fast unmöglichen Aufgabe: wie kann man Morgenstern, Ringelnatz, Hölderlin, Celan und viele andere in einer anderen Sprache neu aufleben lassen, ohne daß die Magie, der Wortwitz verloren gehen? "Wenn das Experiment gelingt", sagt ein Übersetzer, dann überwindet man alle geographischen und biographischen Barrieren. Man liest, und plötzlich ist "Goethe ein Chinese".