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Wege des Wahnsinns. Psychiatrie in Österreich, eine Bestandaufnahme (1)

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Katalogzettel

Titel Wege des Wahnsinns. Psychiatrie in Österreich, eine Bestandaufnahme (1)
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Perz, Teresa [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 1997.05.12 [Sendedatum]
Schlagworte Bildung ; Gesellschaft ; Medizin ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
Nummern 81291/1 [Katalognummer]
Sprache Deutsch
Signatur 10-30311
Gesamtwerk/Reihe Radiokolleg

Information

Inhalt

Es sind gesellschaftliche Gründe, die Menschen in psychische Krisen treiben. Psychiatrische Krankheiten wie Schizophrenie sind Krisen, sind eine Aufforderung an die Gesellschaft, sich zu ändern. Die Gesellschaft möchte sich jedoch nicht ändern. Die Krankheit muß Krankheit bleiben, sie hat mit der Gesellschaft nichts zu tun. Zitate aus der antipsychiatrischen Bewegung der 70er Jahre, die immer noch aktuell sind. Was ist passiert, seit der großen Psychatriereform der 70er Jahre? Die Bettenanzahl pro Abteilung hat sich verringert, das Therapieangebot hat sich ausgeweitet: außer Psychopharmaka gibt es mitunter auch Gesprächs- und Kunsttherapie. Österreich verfügt außerdem über eine Patientenanwaltschaft, die sich für die Rechte der Psychiatriepatienten einsetzt und darauf achtet, daß die neuen Psychiatrie-Gesetze, die zu den strengsten Europas zugunsten der Patienten zählen, eingehalten werden. Trotzdem sind Schlagworte wie "Medikamentenkeule" oder "Zwangsbehandlung" immer noch aktuell, und die psychiatrische Genforschung geht fragwürdige Wege, von denen der prominente Psychiater Prof. Katschnigg meint, sie würden ihn an die eugenischen Maßnahmen des dritten Reichs erinnern.

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