Wege des Wahnsinns. Psychiatrie in Österreich, eine Bestandaufnahme (4)
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Katalogzettel
| Titel | Wege des Wahnsinns. Psychiatrie in Österreich, eine Bestandaufnahme (4) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Perz, Teresa [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1997.05.15 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Bildung ; Gesellschaft ; Medizin ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKA [Tonband auf Kern (AEG)] |
| Nummern |
81291/4 [Katalognummer] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | 10-30314 |
| Gesamtwerk/Reihe | Radiokolleg |
Information
Inhalt
Es sind gesellschaftliche Gründe, die Menschen in psychische Krisen treiben. Psychiatrische Krankheiten wie Schizophrenie sind Krisen, sind eine Aufforderung an die Gesellschaft, sich zu ändern. Die Gesellschaft möchte sich jedoch nicht ändern. Die Krankheit muß Krankheit bleiben, sie hat mit der Gesellschaft nichts zu tun. Zitate aus der antipsychiatrischen Bewegung der 70er Jahre, die immer noch aktuell sind. Was ist passiert, seit der großen Psychatriereform der 70er Jahre? Die Bettenanzahl pro Abteilung hat sich verringert, das Therapieangebot hat sich ausgeweitet: außer Psychopharmaka gibt es mitunter auch Gesprächs- und Kunsttherapie. Österreich verfügt außerdem über eine Patientenanwaltschaft, die sich für die Rechte der Psychiatriepatienten einsetzt und darauf achtet, daß die neuen Psychiatrie-Gesetze, die zu den strengsten Europas zugunsten der Patienten zählen, eingehalten werden. Trotzdem sind Schlagworte wie "Medikamentenkeule" oder "Zwangsbehandlung" immer noch aktuell, und die psychiatrische Genforschung geht fragwürdige Wege, von denen der prominente Psychiater Prof. Katschnigg meint, sie würden ihn an die eugenischen Maßnahmen des dritten Reichs erinnern.