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Wasserwelten - Paradiese in Bedrängnis

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Universum

Katalogzettel

Titel Wasserwelten - Paradiese in Bedrängnis
Urheber/innen und Mitwirkende Leitner, Tarek [Moderation] [GND ]
Kummer, Christa [Moderation] [GND ]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2024.10.29 [Sendedatum]
Schlagworte Natur ; Dokumentation ; Naturaufnahmen ; Gewässer ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-38741
Gesamtwerk/Reihe Universum

Information

Inhalt

[Senderinformation] Weltmeere, Seen, Feuchtgebiete, Moore, Teiche, Flüsse – all diese Gewässer sind entscheidend für die Artenvielfalt. Ohne Wasser kann kein einziges Lebewesen auf der Erde existieren.

Die „Universum Spezial“-Ausgabe „Wasserwelten – Paradiese in Bedrängnis“ zeigt im Rahmen des MUTTER ERDE-Schwerpunkts „Unser Klima, unser Wasser“, wie Tiere im und rund um den Lebensraum Wasser leben, der sich durch die zunehmende Erderwärmung, jahrelange Umweltverschmutzung und massive bauliche Eingriffe ständig verändert. Die Sendung führt das Publikum von den neun österreichischen Bundesländern nach Norwegen über den Indischen Ozean nach Südafrika und bis ins Amazonas-Gebiet. Moderiert wird die Sendung von Christa Kummer und Tarek Leitner.

Zu den Highlights der Sendung zählen auch diesmal wieder die aufwendigen Augmented-Reality-Elemente. So begrüßt etwa das Moderatoren-Team die Zuseherinnen und Zuseher aus einer dreidimensionalen Sumpflandschaft und ein rosa Flussdelfin aus dem brasilianischen Amazonas-Gebiet wird virtuell seine Schwimmkünste zeigen.

Zu Gast im Studio ist die österreichische Gewässerökologin Rafaela Schinegger von der Universität für Bodenkultur Wien. Die Wissenschafterin berichtet über den Zustand der heimischen Gewässer und erklärt die Notwendigkeit von Renaturierungsmaßnahmen.

Internationale Perspektiven
Die „Universum“-Spezialausgabe taucht tief ab in die Nordsee, wo die Kelpwälder vor der norwegischen Küste durch die globale Erwärmung und massive Überfischung gefährdet sind. Im russischen Manytsch-Stausee hingegen sind Kolonien von Pelikanen durch die steigenden Temperaturen bedroht. In den Feuchtgebieten Südafrikas müssen Bewässerungen errichtet werden, weil Dickhäuter wie Elefanten und Nashörner immer weniger Wasser vorfinden.

Der renommierte österreichische Naturfilmer Harald Pokieser war mehrere Wochen im Indischen Ozean auf einem Forschungsschiff unterwegs. Mit seiner Kamera konnte er eindrucksvoll festhalten, wie sich Korallen und Plankton unter dem Einfluss des Klimawandels verändern.

Heimische Naturräume unter Druck
In Österreich ging in den vergangenen Jahrzenten vor allem durch Uferverbauungen und Trockenlegungen von Feuchtgebieten wertvoller Lebensraum für Tiere verloren. Inzwischen setzt man auf Renaturierung, wie etwa in Oberösterreich. In den Donauauen hingegen machen häufige Dürreperioden dem Biber zu schaffen. Durch die Wiederherstellung der Uferbereiche erhält der Nager seinen Lebensraum zurück. Die zunehmende Erwärmung der Gewässer bietet immer mehr invasiven Arten wie etwa der Rotwangen-Schmuckschildkröte ideale Bedingungen in den österreichischen Seen. Sie frisst jedoch Fische, Weichtiere und Insekten, wodurch heimische Arten massiv bedroht sind. Auf der Wiener Donauinsel werden 1,6 Millionen Störe nachgezüchtet und anschließend in der Donau ausgesetzt, um die Biodiversität zu erhalten.

„Wasserwelten – Paradiese in Bedrängnis“ taucht ein in die Welt der Gewässer und deren Lebewesen. Das „Universum Spezial“ zeigt, wie diese Symbiose durch Einflüsse wie Klimawandel, Umweltverschmutzung oder Verbauungen immer mehr aus dem Gleichgewicht gerät und wie mit gezielten Maßnahmen die Biodiversität dennoch aufrechterhalten werden könnte.
Auf Tuchfühlung mit Wildtieren
Tappen sie in die fix montierten Videofallen, enthüllt sich auch das Geheimnis der vielen kleinen unscheinbaren Pfade, die sich durchs Dickicht schlängeln: Auf ihnen wechseln Maus, Marder, Wildschwein oder Waschbär zwischen ihren Verstecken, Wasserstellen, Futterplätzen oder Jagdrevieren hin und her. Meist bleiben die Pendler für sich, aber frisch errichtete Biberdämme werden rasch zu Begegnungszonen, und umgefallene Bäume zu Brücken, wo es mitunter zu unliebsamen Treffen mit Fressfeinden kommt.

Langzeit-Überwachungskameras und Drohnenflüge zeigen, wie mühsam die Jagd für Beutegreifer sein kann. Wölfe sind im Schnitt nur bei einem von 20 Angriffen erfolgreich und ernähren sich in Notzeiten gerne von reifen Beeren, was in diesem Ausmaß bisher nicht bekannt war. Der Blick hinter die Kulissen macht so auch die herausfordernden Seiten des „wilden“ Lebens deutlich – selbst, wenn keine Störungen durch den Menschen vorliegen.

Mit der Brunft der Hirsche geht der Streifzug durch die „Privatsphäre“ unserer tierischen Nachbarschaft zu Ende. Bevor die Kameras abgeschaltet werden, enthüllt ein letzter, atemberaubender Blick aus der Vogelperspektive die verschlungenen Wege der Männchen, um in den Schilfgürteln der Seen von Weibchen „erhört“ zu werden. Ein neuer Jahreszyklus im verborgenen Alltagsleben der Wildtiere beginnt…

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