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Oral-History-Interview mit Meerdad Gharwal

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Vielsprachiges Gedächtnis der Migration

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Meerdad Gharwal wurde in Afghanistan geboren, wuchs unter ärmlichen Verhältnissen auf und besuchte ab seinem 7. Lebensjahr ein streng geführtes Internat in Kabul, weit entfernt von seinen Eltern. Er beschreibt die Verhältnisse, unter denen er aufwuchs, als belastend. 1970, im Alter von 18 Jahren, folgte er seinem in Wien studierenden Bruder, um Europa zu besuchen. Doch angesichts der sich wandelnden politischen Verhältnisse in Afghanistan – des Sturzes der Monarchie, Errichtung der Republik (1973), der kommunistische Machtübernahme (1978), des Bürgerkriegs und Einmarsches der sowjetischen Truppen (1979) – forderte sein Vater ihn auf, nicht zurückzukehren. Nach einem österreichischen Schulabschluss macht er in Wien ein HTL-Kolleg und arbeitete schließlich über 30 Jahre bis zu seiner Pensionierung 2017 als Techniker bei der UNO.
Meerdad Gharwal setzt durchwegs die Stationen und Situationen seines Lebens mit der Gegenwart der ihn interviewenden Schülerin in Verbindung, meist kontrastierend und auf eine didaktische Weise. Er betont die Notwendigkeit, sich zu integrieren und anzupassen sowie die positiven Möglichkeiten hier zu nutzen. Zugleich sei für ihn aber auch die Verbindung mit und Loyalität gegenüber seiner Familie und seinem Herkunftsland von großer Bedeutung.
Das Interview wurde 2024 von Heba an der NMS/RG/ORG Antonkriegergasse im Rahmen des Projekts „Vielsprachiges Gedächtnis der Migration“ (Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, unter der Leitung von Georg Traska, gefördert im Programm „Sparkling Science 2.0“ und finanziert vom BMBWF) auf Paschtu geführt. Im letzten Abschnitt wendet sich Meerdas Gharwal auf Deutsch an den Kameramann und Projektleiter Georg Traska.

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