Oral History Interview mit "Ein Bukowiner" (Pseudonym), 1. Termin
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral History Interview mit "Ein Bukowiner" (Pseudonym) an zwei Terminen
Katalogzettel
Information
Inhalt
Gesprächsthemen: Akademiker – Aussiedlung – Aussiedler / Aussiedlerin - Auschwitz / Oświęcim – Besatzungszeit – Besatzung – Besatzungssoldaten – Besatzungszone – Bohumín – Bomben – Bombenalarm – Bombenangriff – Bukowina – Chemie – Chemieindustrie – Chemiker – Chemiestudium – „Chemie Linz“ – Czernowitz – Destillation – deutschsprachige Minderheit – Deutsch - Deutsches Reich – Familie - Falkenhain / Sokołówka – Flak – Fliegeralarm – Floridsdorf – Frankreich – Freunderlwirtschaft – Geschäftsführer – Geras – Glatz – Großeltern - Hitler-Stalin-Pakt – Jagd – Judenverfolgung – Judentum – Katalysator – Kriegserlebnisse – Kunst – Kunstsammler – Kunstsammlung – Korruption – KZ Auschwitz – Labor – Laborant – Laxenburg – Lwiw / Lemberg – Migration - Minderheiten – Mundraub – Münzen – Mutter – Oderberg / Bohumín – OMV – Orchideen – OMV /ÖMV – Pension – Pensionist – Pflege von Angehörigen / pflegende Angehörige - Petrochemie – „pilot plant“ – Polen – Raffinerie – „Raffinerie Schwechat“ – Reichsdeutsche – Rumänien – Rumänisch – Sammler – Sammeln - Sammlung - Schnapsbrennerei – Schutzstaffel – Schlesien - Schwechat – sowjetische Besatzung – sowjetische Besatzungszone – Sowjetunion – Sprache - Staatsbürgerschaft - Staatenlosigkeit – staatenlos – Tschechien – Tschernowitz / Cernowitz– Ukraine – Umsiedlung – Vater - Werkstudent – Wien
ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
„Ein Bukowiner“ (Pseudonym) wurde 1931 in der Bukowina in eine deutschsprachige Familie geboren. Er verbrachte seine ersten Lebensjahre in Tschernowitz/Czernowitz und besuchte dort eine rumänisch-sprachige Volksschule. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Familie umgesiedelt und verbrachte dann einige Zeit in Lagern in Oderberg. Nach den Lageraufenthalten gelang es der Familie in Wien unterzukommen. In der Nachkriegszeit war es möglich, mithilfe der Schnapsbrennerei des Onkels über die Runden zu kommen. Hier war besonders der Schleich- und Tauschhandel wichtig. „Ein Bukowiner“ besuchte in dieser Zeit ein Gymnasium in Floridsdorf. Nach der Matura begann er mit einem Studium in Chemie und fing dann als Werkstudent bei der ÖMV an. Er arbeitete an der Planung und am Bau der Raffinerie in Schwechat und in weiterer Folge einiger weiterer Anlagen in verschiedenen Ländern. 1961 heiratete er seine Frau, die er nur wenige Jahre zuvor am Technikerball kennengelernt hatte. Insgesamt brachte die Ehe drei Kinder hervor. 1972 wurde „Ein Bukowiner“ zum Geschäftsführer der Petrochemie Schwechat und blieb bis zu seiner Pensionierung in dieser Position. Zum Zeitpunkt des Interviews ist er bereits 35 Jahre in Pension. Er pflegt seine Ehefrau, ist noch mobil, ist Sammler diverser Objekte und nach wie vor sehr interessiert an Kunst und Politik.
„Ein Bukowiner“ (Pseudonym) wurde 1931 in der Bukowina in eine deutschsprachige Familie geboren. Er verbrachte seine ersten Lebensjahre in Tschernowitz/Czernowitz und besuchte dort eine rumänisch-sprachige Volksschule. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Familie umgesiedelt und verbrachte dann einige Zeit in Lagern in Oderberg. Nach den Lageraufenthalten gelang es der Familie in Wien unterzukommen. In der Nachkriegszeit war es möglich, mithilfe der Schnapsbrennerei des Onkels über die Runden zu kommen. Hier war besonders der Schleich- und Tauschhandel wichtig. „Ein Bukowiner“ besuchte in dieser Zeit ein Gymnasium in Floridsdorf. Nach der Matura begann er mit einem Studium in Chemie und fing dann als Werkstudent bei der ÖMV an. Er arbeitete an der Planung und am Bau der Raffinerie in Schwechat und in weiterer Folge einiger weiterer Anlagen in verschiedenen Ländern. 1961 heiratete er seine Frau, die er nur wenige Jahre zuvor am Technikerball kennengelernt hatte. Insgesamt brachte die Ehe drei Kinder hervor. 1972 wurde „Ein Bukowiner“ zum Geschäftsführer der Petrochemie Schwechat und blieb bis zu seiner Pensionierung in dieser Position. Zum Zeitpunkt des Interviews ist er bereits 35 Jahre in Pension. Er pflegt seine Ehefrau, ist noch mobil, ist Sammler diverser Objekte und nach wie vor sehr interessiert an Kunst und Politik.