Oral History Interview mit Emelie S. an drei Terminen
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Oral History Interview mit Emelie S., 1. Termin
Geboren 1936 in Sankt Bartholomä / Lichtenegg (Steiermark): Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs, Saisonarbeiterin in der Schweiz, Varietétänzerin, Gastronomin, Pensionistin, Witwe
Mitwirkende: S., Emelie [Interviewte/r] , Pregartner, Daniel [Interviewer/in]
Datum: 2026.05.04 [Aufnahmedatum]
Ort: Graz [Aufnahmeort]
Schlagworte:
Gesellschaft
;
Interview
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Alltag
;
Familie
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Arbeitsbedingungen
;
Landwirtschaft und Forstwirtschaft
;
Bildung und Schulwesen
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Ernährung
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Freizeit
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Kinder und Jugend
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Religion
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römisch - katholische Kirche
;
Senioren
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Tanz
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Tiere
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Tod
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Unterhaltungsveranstaltung
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Zweiter Weltkrieg
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Kriegsgefangenenlager, Zwangsarbeitslager
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20. Jahrhundert - 30er Jahre
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20. Jahrhundert - 40er Jahre
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20. Jahrhundert - 50er Jahre
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20. Jahrhundert - 60er Jahre
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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20. Jahrhundert - 80er Jahre
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20. Jahrhundert - 90er Jahre
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21. Jahrhundert - Nullerjahre
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21. Jahrhundert - 10er Jahre
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21. Jahrhundert - 20er Jahre
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Schweiz
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Iran
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Graz – St. Bartholomä – Kindheit – Jugend – Alter – Familie – Tod – Mutter -Vater – Landwirtschaft – Nachkriegszeit – Zweiter Weltkrieg – Saisonarbeit – Bern – Selbstversorger – Markt – Verkauf – Kriegsgefangener – Varieté – Tänzerin – Tournee – Gastronomin – Selbstständigkeit – Weinstube – Gasthaus – Umzug – Ablöse – Enteignung – Mobilität – Vespa – Führerschein – Dorfgemeinschaft – Volksschule – Stiefmutter – Tanzschule – Teheran – Beirut – Schah – Auftritt – Bauernhof – Schulweg – Kirche – Serviererin – Lungenentzündung – Kriegsverletzung – Hamstern – Revuebar – Ehe – Hausbau – Camping – Gefangenenlager – Wohnen – Stromeinleitung – Wäschewaschen – Einzelkind – Religion – Tiere – Schlachten – Schlachten – Lebensmittellagerung – Erstkommunion – Firmung – Weihnachten – Ostern – Geburtstag – Aufbahrung – Trinkgeld – Schweiz – Freizeit – Pension – Aufenthaltsbewilligung – Arbeitsbewilligung – Mode – Show – Hochzeit , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Emelie S. wuchs als Einzelkind in einer kleinen Gemeinde in Graz-Umgebung auf, wo die Eltern eine kleine Landwirtschaft hatten, die die einzige Einkommensquelle darstellte. Schon früh lernte sie den Umgang mit Geld, indem sie regelmäßig mit ihrer Mutter am Bauernmarkt in Graz die Erträge der Landwirtschaft verkaufte. Hungern mussten sie nie, Geld gab es aber nicht im Überfluss. Die Dorfgemeinde hielt zusammen und half sich immer genseitig.
Ihre Schuldbildung war nur sehr rudimentär – acht Jahre Volksschule – und auch das Erlernen eines Berufs war ihr nicht möglich. Im Alter von 14 starb ihre Mutter plötzlich, wodurch sie zunächst mit ihrem Vater alleine lebte, bis sich dieser wiederverheiratete. Das Auskommen mit der Stiefmutter war nicht optimal und Emelie S. entschloss sich im Alter von 17 Jahren als Serviermädchen in die Schweiz zu gehen. Diesen Beruf übte sie mehrere Jahre lang an unterschiedlichen Orten in der Schweiz aus und konnte sich dadurch etwas zusammensparen. Durch eine Tanzschule in Bern kam es dazu, dass sie sich einer Tourneetruppe anschloss und mit dieser in Varietés ganz Europa unterwegs war. Es folgten auch Soloauftritte in teilweise - für damalige Verhältnisse – gewagten Outfits. Highlight ihrer Showkarriere war ein Auftritt im Sommerpalast des Shahs in Teheran.
Der Tod ihres Vaters führte sie dann wieder zurück in die elterliche Landwirtschaft, die in weiterer Folge verkauft wurde. Sie lernte ihren Mann kennen, mit dem sie fast 60 Jahre lang verheiratet war, und mit dem sie jahrelang als Saisonarbeiterin in der Schweiz tätig war. Sie bauten ein Haus in Graz und führten dort ein eigenes Weinstüberl; diesen Besitz musste sie vor wenigen Jahren an die Stadt Graz abtreten, wodurch sie nun eine Wohnung im neuen Stadtteil Reininghaus bewohnt und hier im Alter von 90 Jahren ein noch sehr agiles Leben führt.
Mitwirkende: S., Emelie [Interviewte/r] , Pregartner, Daniel [Interviewer/in]
Datum: 2026.05.04 [Aufnahmedatum]
Ort: Graz [Aufnahmeort]
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Graz – St. Bartholomä – Kindheit – Jugend – Alter – Familie – Tod – Mutter -Vater – Landwirtschaft – Nachkriegszeit – Zweiter Weltkrieg – Saisonarbeit – Bern – Selbstversorger – Markt – Verkauf – Kriegsgefangener – Varieté – Tänzerin – Tournee – Gastronomin – Selbstständigkeit – Weinstube – Gasthaus – Umzug – Ablöse – Enteignung – Mobilität – Vespa – Führerschein – Dorfgemeinschaft – Volksschule – Stiefmutter – Tanzschule – Teheran – Beirut – Schah – Auftritt – Bauernhof – Schulweg – Kirche – Serviererin – Lungenentzündung – Kriegsverletzung – Hamstern – Revuebar – Ehe – Hausbau – Camping – Gefangenenlager – Wohnen – Stromeinleitung – Wäschewaschen – Einzelkind – Religion – Tiere – Schlachten – Schlachten – Lebensmittellagerung – Erstkommunion – Firmung – Weihnachten – Ostern – Geburtstag – Aufbahrung – Trinkgeld – Schweiz – Freizeit – Pension – Aufenthaltsbewilligung – Arbeitsbewilligung – Mode – Show – Hochzeit , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Emelie S. wuchs als Einzelkind in einer kleinen Gemeinde in Graz-Umgebung auf, wo die Eltern eine kleine Landwirtschaft hatten, die die einzige Einkommensquelle darstellte. Schon früh lernte sie den Umgang mit Geld, indem sie regelmäßig mit ihrer Mutter am Bauernmarkt in Graz die Erträge der Landwirtschaft verkaufte. Hungern mussten sie nie, Geld gab es aber nicht im Überfluss. Die Dorfgemeinde hielt zusammen und half sich immer genseitig.
Ihre Schuldbildung war nur sehr rudimentär – acht Jahre Volksschule – und auch das Erlernen eines Berufs war ihr nicht möglich. Im Alter von 14 starb ihre Mutter plötzlich, wodurch sie zunächst mit ihrem Vater alleine lebte, bis sich dieser wiederverheiratete. Das Auskommen mit der Stiefmutter war nicht optimal und Emelie S. entschloss sich im Alter von 17 Jahren als Serviermädchen in die Schweiz zu gehen. Diesen Beruf übte sie mehrere Jahre lang an unterschiedlichen Orten in der Schweiz aus und konnte sich dadurch etwas zusammensparen. Durch eine Tanzschule in Bern kam es dazu, dass sie sich einer Tourneetruppe anschloss und mit dieser in Varietés ganz Europa unterwegs war. Es folgten auch Soloauftritte in teilweise - für damalige Verhältnisse – gewagten Outfits. Highlight ihrer Showkarriere war ein Auftritt im Sommerpalast des Shahs in Teheran.
Der Tod ihres Vaters führte sie dann wieder zurück in die elterliche Landwirtschaft, die in weiterer Folge verkauft wurde. Sie lernte ihren Mann kennen, mit dem sie fast 60 Jahre lang verheiratet war, und mit dem sie jahrelang als Saisonarbeiterin in der Schweiz tätig war. Sie bauten ein Haus in Graz und führten dort ein eigenes Weinstüberl; diesen Besitz musste sie vor wenigen Jahren an die Stadt Graz abtreten, wodurch sie nun eine Wohnung im neuen Stadtteil Reininghaus bewohnt und hier im Alter von 90 Jahren ein noch sehr agiles Leben führt.
Oral History Interview mit Emelie S., 2. Termin
Geboren 1936 in Sankt Bartholomä / Lichtenegg (Steiermark): Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs, Saisonarbeiterin in der Schweiz, Varietétänzerin, Gastronomin, Pensionistin, Witwe
Mitwirkende: S., Emelie [Interviewte/r] , Pregartner, Daniel [Interviewer/in]
Datum: 2026.05.11 [Aufnahmedatum]
Ort: Graz [Aufnahmeort]
Schlagworte:
Gesellschaft
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Interview
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Alltag
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Familie
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Arbeitsbedingungen
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Landwirtschaft und Forstwirtschaft
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Bildung und Schulwesen
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Ernährung
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Freizeit
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Kinder und Jugend
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Religion
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römisch - katholische Kirche
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Senioren
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Tanz
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Tiere
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Tod
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Unterhaltungsveranstaltung
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Zweiter Weltkrieg
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Kriegsgefangenenlager, Zwangsarbeitslager
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20. Jahrhundert - 30er Jahre
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20. Jahrhundert - 40er Jahre
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20. Jahrhundert - 50er Jahre
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20. Jahrhundert - 60er Jahre
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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20. Jahrhundert - 80er Jahre
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20. Jahrhundert - 90er Jahre
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21. Jahrhundert - Nullerjahre
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21. Jahrhundert - 10er Jahre
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21. Jahrhundert - 20er Jahre
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Schweiz
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Iran
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Graz – St. Bartholomä – Kindheit – Jugend – Alter – Familie – Tod – Mutter -Vater – Landwirtschaft – Nachkriegszeit – Zweiter Weltkrieg – Saisonarbeit – Bern – Selbstversorger – Markt – Verkauf – Kriegsgefangener – Varieté – Tänzerin – Tournee – Gastronomin – Selbstständigkeit – Weinstube – Gasthaus – Umzug – Ablöse – Enteignung – Mobilität – Vespa – Führerschein – Dorfgemeinschaft – Volksschule – Stiefmutter – Tanzschule – Teheran – Beirut – Schah – Auftritt – Bauernhof – Schulweg – Kirche – Serviererin – Lungenentzündung – Kriegsverletzung – Hamstern – Revuebar – Ehe – Hausbau – Camping – Gefangenenlager – Wohnen – Stromeinleitung – Wäschewaschen – Einzelkind – Religion – Tiere – Schlachten – Schlachten – Lebensmittellagerung – Erstkommunion – Firmung – Weihnachten – Ostern – Geburtstag – Aufbahrung – Trinkgeld – Schweiz – Freizeit – Pension – Aufenthaltsbewilligung – Arbeitsbewilligung – Mode – Show – Hochzeit , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Emelie S. wuchs als Einzelkind in einer kleinen Gemeinde in Graz-Umgebung auf, wo die Eltern eine kleine Landwirtschaft hatten, die die einzige Einkommensquelle darstellte. Schon früh lernte sie den Umgang mit Geld, indem sie regelmäßig mit ihrer Mutter am Bauernmarkt in Graz die Erträge der Landwirtschaft verkaufte. Hungern mussten sie nie, Geld gab es aber nicht im Überfluss. Die Dorfgemeinde hielt zusammen und half sich immer genseitig.
Ihre Schuldbildung war nur sehr rudimentär – acht Jahre Volksschule – und auch das Erlernen eines Berufs war ihr nicht möglich. Im Alter von 14 starb ihre Mutter plötzlich, wodurch sie zunächst mit ihrem Vater alleine lebte, bis sich dieser wiederverheiratete. Das Auskommen mit der Stiefmutter war nicht optimal und Emelie S. entschloss sich im Alter von 17 Jahren als Serviermädchen in die Schweiz zu gehen. Diesen Beruf übte sie mehrere Jahre lang an unterschiedlichen Orten in der Schweiz aus und konnte sich dadurch etwas zusammensparen. Durch eine Tanzschule in Bern kam es dazu, dass sie sich einer Tourneetruppe anschloss und mit dieser in Varietés ganz Europa unterwegs war. Es folgten auch Soloauftritte in teilweise - für damalige Verhältnisse – gewagten Outfits. Highlight ihrer Showkarriere war ein Auftritt im Sommerpalast des Shahs in Teheran.
Der Tod ihres Vaters führte sie dann wieder zurück in die elterliche Landwirtschaft, die in weiterer Folge verkauft wurde. Sie lernte ihren Mann kennen, mit dem sie fast 60 Jahre lang verheiratet war, und mit dem sie jahrelang als Saisonarbeiterin in der Schweiz tätig war. Sie bauten ein Haus in Graz und führten dort ein eigenes Weinstüberl; diesen Besitz musste sie vor wenigen Jahren an die Stadt Graz abtreten, wodurch sie nun eine Wohnung im neuen Stadtteil Reininghaus bewohnt und hier im Alter von 90 Jahren ein noch sehr agiles Leben führt.
Mitwirkende: S., Emelie [Interviewte/r] , Pregartner, Daniel [Interviewer/in]
Datum: 2026.05.11 [Aufnahmedatum]
Ort: Graz [Aufnahmeort]
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Graz – St. Bartholomä – Kindheit – Jugend – Alter – Familie – Tod – Mutter -Vater – Landwirtschaft – Nachkriegszeit – Zweiter Weltkrieg – Saisonarbeit – Bern – Selbstversorger – Markt – Verkauf – Kriegsgefangener – Varieté – Tänzerin – Tournee – Gastronomin – Selbstständigkeit – Weinstube – Gasthaus – Umzug – Ablöse – Enteignung – Mobilität – Vespa – Führerschein – Dorfgemeinschaft – Volksschule – Stiefmutter – Tanzschule – Teheran – Beirut – Schah – Auftritt – Bauernhof – Schulweg – Kirche – Serviererin – Lungenentzündung – Kriegsverletzung – Hamstern – Revuebar – Ehe – Hausbau – Camping – Gefangenenlager – Wohnen – Stromeinleitung – Wäschewaschen – Einzelkind – Religion – Tiere – Schlachten – Schlachten – Lebensmittellagerung – Erstkommunion – Firmung – Weihnachten – Ostern – Geburtstag – Aufbahrung – Trinkgeld – Schweiz – Freizeit – Pension – Aufenthaltsbewilligung – Arbeitsbewilligung – Mode – Show – Hochzeit , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Emelie S. wuchs als Einzelkind in einer kleinen Gemeinde in Graz-Umgebung auf, wo die Eltern eine kleine Landwirtschaft hatten, die die einzige Einkommensquelle darstellte. Schon früh lernte sie den Umgang mit Geld, indem sie regelmäßig mit ihrer Mutter am Bauernmarkt in Graz die Erträge der Landwirtschaft verkaufte. Hungern mussten sie nie, Geld gab es aber nicht im Überfluss. Die Dorfgemeinde hielt zusammen und half sich immer genseitig.
Ihre Schuldbildung war nur sehr rudimentär – acht Jahre Volksschule – und auch das Erlernen eines Berufs war ihr nicht möglich. Im Alter von 14 starb ihre Mutter plötzlich, wodurch sie zunächst mit ihrem Vater alleine lebte, bis sich dieser wiederverheiratete. Das Auskommen mit der Stiefmutter war nicht optimal und Emelie S. entschloss sich im Alter von 17 Jahren als Serviermädchen in die Schweiz zu gehen. Diesen Beruf übte sie mehrere Jahre lang an unterschiedlichen Orten in der Schweiz aus und konnte sich dadurch etwas zusammensparen. Durch eine Tanzschule in Bern kam es dazu, dass sie sich einer Tourneetruppe anschloss und mit dieser in Varietés ganz Europa unterwegs war. Es folgten auch Soloauftritte in teilweise - für damalige Verhältnisse – gewagten Outfits. Highlight ihrer Showkarriere war ein Auftritt im Sommerpalast des Shahs in Teheran.
Der Tod ihres Vaters führte sie dann wieder zurück in die elterliche Landwirtschaft, die in weiterer Folge verkauft wurde. Sie lernte ihren Mann kennen, mit dem sie fast 60 Jahre lang verheiratet war, und mit dem sie jahrelang als Saisonarbeiterin in der Schweiz tätig war. Sie bauten ein Haus in Graz und führten dort ein eigenes Weinstüberl; diesen Besitz musste sie vor wenigen Jahren an die Stadt Graz abtreten, wodurch sie nun eine Wohnung im neuen Stadtteil Reininghaus bewohnt und hier im Alter von 90 Jahren ein noch sehr agiles Leben führt.
Oral History Interview mit Emelie S., 3. Termin
Geboren 1936 in Sankt Bartholomä / Lichtenegg (Steiermark): Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs, Saisonarbeiterin in der Schweiz, Varietétänzerin, Gastronomin, Pensionistin, Witwe
Mitwirkende: S., Emelie [Interviewte/r] , Pregartner, Daniel [Interviewer/in]
Datum: 2026.05.21 [Aufnahmedatum]
Ort: Graz [Aufnahmeort]
Schlagworte:
Gesellschaft
;
Interview
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Alltag
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Familie
;
Arbeitsbedingungen
;
Landwirtschaft und Forstwirtschaft
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Bildung und Schulwesen
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Ernährung
;
Freizeit
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Kinder und Jugend
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Religion
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römisch - katholische Kirche
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Senioren
;
Tanz
;
Tiere
;
Tod
;
Unterhaltungsveranstaltung
;
Zweiter Weltkrieg
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Kriegsgefangenenlager, Zwangsarbeitslager
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20. Jahrhundert - 30er Jahre
;
20. Jahrhundert - 40er Jahre
;
20. Jahrhundert - 50er Jahre
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20. Jahrhundert - 60er Jahre
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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20. Jahrhundert - 80er Jahre
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20. Jahrhundert - 90er Jahre
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21. Jahrhundert - Nullerjahre
;
21. Jahrhundert - 10er Jahre
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21. Jahrhundert - 20er Jahre
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Schweiz
;
Iran
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Graz – St. Bartholomä – Kindheit – Jugend – Alter – Familie – Tod – Mutter -Vater – Landwirtschaft – Nachkriegszeit – Zweiter Weltkrieg – Saisonarbeit – Bern – Selbstversorger – Markt – Verkauf – Kriegsgefangener – Varieté – Tänzerin – Tournee – Gastronomin – Selbstständigkeit – Weinstube – Gasthaus – Umzug – Ablöse – Enteignung – Mobilität – Vespa – Führerschein – Dorfgemeinschaft – Volksschule – Stiefmutter – Tanzschule – Teheran – Beirut – Schah – Auftritt – Bauernhof – Schulweg – Kirche – Serviererin – Lungenentzündung – Kriegsverletzung – Hamstern – Revuebar – Ehe – Hausbau – Camping – Gefangenenlager – Wohnen – Stromeinleitung – Wäschewaschen – Einzelkind – Religion – Tiere – Schlachten – Schlachten – Lebensmittellagerung – Erstkommunion – Firmung – Weihnachten – Ostern – Geburtstag – Aufbahrung – Trinkgeld – Schweiz – Freizeit – Pension – Aufenthaltsbewilligung – Arbeitsbewilligung – Mode – Show – Hochzeit , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Emelie S. wuchs als Einzelkind in einer kleinen Gemeinde in Graz-Umgebung auf, wo die Eltern eine kleine Landwirtschaft hatten, die die einzige Einkommensquelle darstellte. Schon früh lernte sie den Umgang mit Geld, indem sie regelmäßig mit ihrer Mutter am Bauernmarkt in Graz die Erträge der Landwirtschaft verkaufte. Hungern mussten sie nie, Geld gab es aber nicht im Überfluss. Die Dorfgemeinde hielt zusammen und half sich immer genseitig.
Ihre Schuldbildung war nur sehr rudimentär – acht Jahre Volksschule – und auch das Erlernen eines Berufs war ihr nicht möglich. Im Alter von 14 starb ihre Mutter plötzlich, wodurch sie zunächst mit ihrem Vater alleine lebte, bis sich dieser wiederverheiratete. Das Auskommen mit der Stiefmutter war nicht optimal und Emelie S. entschloss sich im Alter von 17 Jahren als Serviermädchen in die Schweiz zu gehen. Diesen Beruf übte sie mehrere Jahre lang an unterschiedlichen Orten in der Schweiz aus und konnte sich dadurch etwas zusammensparen. Durch eine Tanzschule in Bern kam es dazu, dass sie sich einer Tourneetruppe anschloss und mit dieser in Varietés ganz Europa unterwegs war. Es folgten auch Soloauftritte in teilweise - für damalige Verhältnisse – gewagten Outfits. Highlight ihrer Showkarriere war ein Auftritt im Sommerpalast des Shahs in Teheran.
Der Tod ihres Vaters führte sie dann wieder zurück in die elterliche Landwirtschaft, die in weiterer Folge verkauft wurde. Sie lernte ihren Mann kennen, mit dem sie fast 60 Jahre lang verheiratet war, und mit dem sie jahrelang als Saisonarbeiterin in der Schweiz tätig war. Sie bauten ein Haus in Graz und führten dort ein eigenes Weinstüberl; diesen Besitz musste sie vor wenigen Jahren an die Stadt Graz abtreten, wodurch sie nun eine Wohnung im neuen Stadtteil Reininghaus bewohnt und hier im Alter von 90 Jahren ein noch sehr agiles Leben führt.
Mitwirkende: S., Emelie [Interviewte/r] , Pregartner, Daniel [Interviewer/in]
Datum: 2026.05.21 [Aufnahmedatum]
Ort: Graz [Aufnahmeort]
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Graz – St. Bartholomä – Kindheit – Jugend – Alter – Familie – Tod – Mutter -Vater – Landwirtschaft – Nachkriegszeit – Zweiter Weltkrieg – Saisonarbeit – Bern – Selbstversorger – Markt – Verkauf – Kriegsgefangener – Varieté – Tänzerin – Tournee – Gastronomin – Selbstständigkeit – Weinstube – Gasthaus – Umzug – Ablöse – Enteignung – Mobilität – Vespa – Führerschein – Dorfgemeinschaft – Volksschule – Stiefmutter – Tanzschule – Teheran – Beirut – Schah – Auftritt – Bauernhof – Schulweg – Kirche – Serviererin – Lungenentzündung – Kriegsverletzung – Hamstern – Revuebar – Ehe – Hausbau – Camping – Gefangenenlager – Wohnen – Stromeinleitung – Wäschewaschen – Einzelkind – Religion – Tiere – Schlachten – Schlachten – Lebensmittellagerung – Erstkommunion – Firmung – Weihnachten – Ostern – Geburtstag – Aufbahrung – Trinkgeld – Schweiz – Freizeit – Pension – Aufenthaltsbewilligung – Arbeitsbewilligung – Mode – Show – Hochzeit , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Emelie S. wuchs als Einzelkind in einer kleinen Gemeinde in Graz-Umgebung auf, wo die Eltern eine kleine Landwirtschaft hatten, die die einzige Einkommensquelle darstellte. Schon früh lernte sie den Umgang mit Geld, indem sie regelmäßig mit ihrer Mutter am Bauernmarkt in Graz die Erträge der Landwirtschaft verkaufte. Hungern mussten sie nie, Geld gab es aber nicht im Überfluss. Die Dorfgemeinde hielt zusammen und half sich immer genseitig.
Ihre Schuldbildung war nur sehr rudimentär – acht Jahre Volksschule – und auch das Erlernen eines Berufs war ihr nicht möglich. Im Alter von 14 starb ihre Mutter plötzlich, wodurch sie zunächst mit ihrem Vater alleine lebte, bis sich dieser wiederverheiratete. Das Auskommen mit der Stiefmutter war nicht optimal und Emelie S. entschloss sich im Alter von 17 Jahren als Serviermädchen in die Schweiz zu gehen. Diesen Beruf übte sie mehrere Jahre lang an unterschiedlichen Orten in der Schweiz aus und konnte sich dadurch etwas zusammensparen. Durch eine Tanzschule in Bern kam es dazu, dass sie sich einer Tourneetruppe anschloss und mit dieser in Varietés ganz Europa unterwegs war. Es folgten auch Soloauftritte in teilweise - für damalige Verhältnisse – gewagten Outfits. Highlight ihrer Showkarriere war ein Auftritt im Sommerpalast des Shahs in Teheran.
Der Tod ihres Vaters führte sie dann wieder zurück in die elterliche Landwirtschaft, die in weiterer Folge verkauft wurde. Sie lernte ihren Mann kennen, mit dem sie fast 60 Jahre lang verheiratet war, und mit dem sie jahrelang als Saisonarbeiterin in der Schweiz tätig war. Sie bauten ein Haus in Graz und führten dort ein eigenes Weinstüberl; diesen Besitz musste sie vor wenigen Jahren an die Stadt Graz abtreten, wodurch sie nun eine Wohnung im neuen Stadtteil Reininghaus bewohnt und hier im Alter von 90 Jahren ein noch sehr agiles Leben führt.
Katalogzettel
| Titel | Oral History Interview mit Emelie S. an drei Terminen |
| Titelzusatz |
Geboren 1936 in Sankt Bartholomä / Lichtenegg (Steiermark): Zeitzeugin des Zweiten Weltkriegs, Saisonarbeiterin in der Schweiz, Varietétänzerin, Gastronomin, Pensionistin, Witwe |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
S., Emelie [Interviewte/r]
Pregartner, Daniel [Interviewer/in] Österreichische Mediathek [Produzent] |
| Datum |
2026.05.04 [Aufnahmedatum] 2026.05.11 [Aufnahmedatum] 2026.05.21 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Graz [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Gesellschaft |
| Typ | audio |