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Schauplatz Gericht

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Am Schauplatz

Beiträge dieses Mediums

Allein gegen die Hausherren
Mitwirkende: Bernhart, Daniela [Reporter/in] , Gantner, Ludwig [Reporter/in] , Resetarits, Peter [Präsentator/in]
Datum: 2008.08.01 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-04909
Am Schauplatz [2013.05.16]
"Bienen in Not" & Nachgefragt: "Gebt mir mein Kind zurück"
Datum: 2013.05.16 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Justiz und Rechtswesen
Typ: video
Signatur: 12-09489
Inhalt: Als „Schauplatz“-Reporter Robert Gordon vor fast einem Jahr begonnen hat, über unaussprechliche Insektengifte zu recherchieren, war das Bienensterben in Österreich noch kaum ein Thema. Inzwischen ist eingetreten, was die Bauernvertreter im Land für unmöglich gehalten haben: die Neonicotinoide werden in ihrer Anwendung als Saatgutbeize verboten.
Am Schauplatz [2013.04.18]
Alles Porno
Mitwirkende: Schwarzenberger, Alfred [Gestaltung]
Datum: 2013.04.18 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Justiz und Rechtswesen
Typ: video
Signatur: 12-09438
Inhalt: "Alles Porno!" ist eine gängige Floskel unter Jugendlichen. Ihr Inhalt entspricht in etwa der Phrase „alles leiwand“ oder „alles okay“. Seit es das Internet gibt, hat Pornographie in den Alltag und in die Kinderzimmer Einzug gehalten.
Am Schauplatz [2013.05.23]
Die Reichen vom Wörthersee
Mitwirkende: Zoglauer, Nora [Redaktion] , Dutzler, Klaus [Redaktion]
Datum: 2013.05.23 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Justiz und Rechtswesen
Typ: video
Signatur: 12-09491
Inhalt: Er ist ein Ort voller Klischees: der Wörthersee. Österreichs mondänster Badestrand hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Er war Schauplatz seichter Fernsehfilme und er war das Zentrum der heimischen Tourismusindustrie. Dann kamen Jahre der Krise – die Hotels verfielen und die Prominenz zog es ins Ausland. Jetzt feiert der See Renaissance. Frank Stronach kaufte sich um ein Schnäppchen ein Luxusschloss. Der Verkauf ist jetzt ein Fall für die Korruptions-Staatsanwaltschaft.
Am Schauplatz [2013.07.11]
Nicht von dieser Welt
Datum: 2013.07.11 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09592
Inhalt: Sie glauben an Engerl und Dämonen, unterhalten sich mit Verstorbenen und brauen Liebestränke. Nina Horowitz und Klaus Dutzler haben Menschen getroffen, denen das Leben ohne Mystik zu gewöhnlich wäre und die ihre Übersinnlichkeit zum Beruf gemacht haben.
Es werden immer mehr. In Österreich gibt es 13 400 praktische Ärzte und schon 13 000 Energetiker. Die Behauptung, dass sie heilen können, ist ihnen aber verboten.
Am Schauplatz [2013.06.20]
Bar der einsamen Herzen
Mitwirkende: Grabner, Christine [Reporter/in]
Datum: 2013.06.20 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09529
Inhalt: Hunderte Singles haben in der legendären Kärntner Moonlight-Bar ihre zweite Hälfte kennen gelernt. Seit mehr als 40 Jahren gilt die Schlager-Disco als Anlaufstelle für einsame Herzen. Hier findet jeder Anschluss - für eine Nacht und manchmal sogar fürs ganze Leben. Schauplatz-Reporterin Christine Grabner war viele Nächte dort. Herausgekommen ist ein berührender Film über Liebe und Einsamkeit – und über die ewige Frage, wie und wo man einen Partner findet.
Am Schauplatz [2013.06.27]
Praktisch gratis
Datum: 2013.06.27 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09531
Inhalt: Bärlauch aus dem Wald, Erdbeeren aus der Mülltonne und Salat vom eigenen Acker. Wer kostengünstig zu seinem Essen kommen will, ist nicht unbedingt auf Billigangebote bei Supermärkten angewiesen. Die Natur bietet sogar in Großstädten mehr als man glauben könnte.
Am Schauplatz-Reporterin Doris Plank hat Menschen gefunden, die sich gegen die Konsum-gesellschaft stellen und neue (alte) Wege finden, um mit wenig Geld über die Runden zu kommen.
Am Schauplatz [2013.06.06]
Nachgefragt: Ausgesiedelt
Mitwirkende: Lackner, Heidi [Reporter/in] , Steiner, Martin [Reporter/in]
Datum: 2013.06.06 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Justiz und Rechtswesen
Typ: video
Signatur: 12-09515
Inhalt: Was passiert, wenn ein ganzes Dorf vom Hochwasser heimgesucht wird und danach eine radikale Lösung plant? Wenn man die alte Heimat so nah an der Donau aufgeben und sich eine neue suchen muss. Was sind die sofort gemachten Unterstützungsversprechungen von Regierungen dann wert? Gelten die ein Jahr später auch noch? Was heißt das für die Dorfgemeinschaft, die ursprünglich zusammenbleiben wollte? Wie bewältigt man eine solche Katastrophe emotional?
Am Schauplatz [2013.08.08]
In der Schuldenfalle
Datum: 2013.08.08 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09728
Inhalt: Teure Geschenke an den Exmann haben Daniela R. in den Ruin getrieben. Ihr blieb nur der Privatkonkurs. Sieben harte Jahre hat die Sekretärin mit ihren Kindern am Existenzminimum gelebt.
Am Schauplatz [2013.08.01]
Der geschönte Mann
Datum: 2013.08.01 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09725
Inhalt: Mann will schön sein. Doch was macht heutzutage eigentlich einen attraktiven Mann aus? Was nehmen Männer auf sich, um gut auszusehen? Wie denken die Frauen darüber? Und was sagen die anderen Männer?
Am Schauplatz [2013.07.25]
Alte Kleider – neues Geld
Datum: 2013.07.25 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09694
Inhalt: Wenigstens dreihundert Millionen Kleidungsstücke verlieren pro Jahr für die Österreicher den Wert. Sie rutschen im Kleiderschrank nach hinten oder werden zur Altkleidersammlung gebracht. Das schätzen zumindest Experten – denn offizielle Zahlen gibt es nicht.
Kleider sind wohl die einzigen Dinge in unserem Leben, die wir regelmäßig weggeben, obwohl sie ihren ursprünglichen Zweck noch tadellos erfüllen könnten. Kein Wunder, dass dieser Akt der Verschwendung zu Gewissensbissen führt. Aber zum Glück gibt es da karitative Organisationen, die gebrauchte Kleidung mittels Sammelboxen für einen guten Zweck sammeln. Nur –worin besteht dieser gute Zweck?
Am Schauplatz [2013.07.04]
Albtraum Einbruch
Datum: 2013.07.04 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09559
Inhalt: Geplünderte Gräber, Wohnungseinbrüche, gestohlene Autos, Banküberfälle – in Österreich wächst die Angst vor Kriminalität. Schuld daran sollen Banden aus dem Osten sein. Es gebe zu wenig Polizei, klagen die Betroffenen. Immer mehr Gemeinden schreiten zur Selbsthilfe, gründen Bürgerwehren oder engagieren private Sicherheitsdienste.
Am Schauplatz Gericht [2024.04.25]
Am rechten Weg?
Mitwirkende: Resetarits, Peter [Präsentator/in]
Datum: 2024.04.25 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Drei Gerichtsverfahren hat das „Am Schauplatz Gericht“ Team für diese Ausgabe begleitet.

Die reiche Witwe eines Kärntner Waffenerfinders hat ein paar Tage vor ihrem Tod im Spital ihr Testament geändert. Danach sollen zwei alte Freundinnen einen Großteil des Millionenvermögens bekommen, und nicht, wie sie ursprünglich verfügt hat, ein jüngerer Mann. Was hat die alte Dame zur Änderung ihres letzten Willens bewogen? Hat sie gewusst, was sie tut? Gilt dieses letzte Testament?

Herr K. hat bei seinen juristischen Bemühungen gleich mehrfach Pech gehabt. Zuerst hat er ein Haus in der Weststeiermark von einer alten Frau gekauft, die angeblich nicht mehr geschäftsfähig war. Dann wurde seine Anwältin, die ihn beim Prozess um die Liegenschaft vertreten hat, mit einem Panzerwagen von der Cobra abgeholt. Was wird der Juristin vorgeworfen, und darf Herr K. sein Haus behalten?

In der Obersteiermark sind alteingesessene Bewohner mit den „zuagrasten“ Nachbarn wegen der Frage wie am gemeinsamen Zufahrtsweg der Schnee geschaufelt werden soll in Konflikt geraten. Der Streit hat sich mittlerweile auch auf andere Themen ausgeweitet. Es gibt Besitzstörungsklagen, Anzeigen wegen angeblicher Schwarzbauten, und einen Abrissbescheid.
Am Schauplatz Gericht [2025.01.23]
Unangenehme Nachbarschaft
Datum: 2025.01.23 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Es ist wieder einmal das unerschöpfliche Thema „Nachbarschaft“, das die Redaktion heute schwerpunktmäßig beschäftigt. In zwei Fällen haben sich Menschen an die Redaktion gewandt, die unter Bauten am Nachbargrund leiden.

In Wien Donaustadt haben sich viele Familien teure neue Wohnungen gekauft und sich über die schönen Balkone und gefreut. Doch unmittelbar davor wurde jetzt ein neues Bauprojekt hochgezogen. In den unteren Geschossen wirken mittlerweile die „schönen Balkone“ eher wie dunkle Schächte. Wie knapp darf vor dem Nachbarhaus gebaut werden?

In Hainburg in Niederösterreich steht seit 2019 ein Rohbau ohne Dach, ohne Abdichtung oder Dämmung, der direkt an die Nachbargebäude links und rechts angebaut wurde. Deren Besitzer fürchten um ihre mittlerweile durch viele Wasserschäden beeinträchtigten Häuser. Wie kann der Eigentümer der „Ruine“ dazu gebracht werden, die Gefahren für seine Nachbarn abzuwenden? Muss die Gemeinde die Bürgerinnen und Bürger vor den Gefahren am Nachbargrund schützen?

Vor knapp einem Jahr hat „Am Schauplatz Gericht“ darüber berichtet, dass ein Bankmitarbeiter vor Gericht gestanden ist, weil er einer alten, kinderlosen, dementen aber nicht unvermögenden Dame die Sparbücher nach und nach abgeräumt haben soll. Zumindest sind ihre Ersparnisse, rund eine Million Euro, immer weniger geworden, und er hat plötzlich erstaunlich viel Geld gehabt. Kann es wirklich sein, dass die alte Dame Opfer eines betrügerischen Bankmitarbeiters geworden ist? Jetzt gibt es in der Causa ein bemerkenswertes Urteil der ersten Instanz.
Am Schauplatz Gericht [2024.12.12]
Ausgesperrt
Datum: 2024.12.12 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] „Ausgesperrt“

Claudia P. kommt am Abend von der Arbeit nach Hause, möchte in ihre Wohnung in Wien Währing, doch der Schlüssel sperrt nicht mehr. Es stellt sich heraus: Ihre Wohnung war von einem Gerichtsvollzieher aufgesucht und einem Schlosser geöffnet worden. Kurz darauf wurde sie geräumt und auch bereits weitervermietet. Junge Männer, die dort offenbar eingezogen sind, lassen Frau P. nicht mehr hinein. Eigentlich hätte die Nachbarwohnung geräumt werden sollen. Eine folgenreiche Verwechslung? Welche Rolle hat der Hauseigentümer dabei gespielt? Mit seinen gerichtlichen Bemühungen die Mieterin zu kündigen, war der Hausherr bisher jedenfalls gescheitert. Wurden jetzt neue Fakten geschaffen?

Sabina W. hat mehrere Grundstücke auf der kroatischen Insel Ugljan geerbt - eigentlich eine große Freude für die österreichische Akademikerin mit kroatischen Wurzeln. Doch die Grundstücke, die jahrelang brach lagen, wurden Stück für Stück von Ortsansässigen in Beschlag genommen. Teilweise haben die Inselbewohner schon Häuser auf die Grundstücke gebaut und beanspruchen die Liegenschaften für sich. Wird Frau W. ihr Erbe in Kroatien noch antreten können?
Am Schauplatz Gericht [2023.11.02]
Schwarzbauten - und wie sie rechtlich saniert werden
Datum: 2023.11.02 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Der Nachbar eines bekannten Extrembergsteigers und Vortragsredners hat angeblich zu hoch gebaut. Muss dieser Rechtsanwalt jetzt sein Haus abreißen? Oder kann er den Bau juristisch sanieren lassen?

Seit 4 Jahren begleitet Am Schauplatz Gericht den seit Kurzem berühmt gewordenen Kleingarten Breitenlee in Wien Donaustadt. Mit Abrissbescheid bedrohte Kleingärtner hatten sich damals an die Redaktion gewandt und auf eine rechtliche Sanierung durch Umwidmung gehofft. Jetzt haben sie von einer Umwidmung in Bauland profitiert. Sind jetzt aber alle, die einst korrekt gebaut haben, benachteiligt worden?

Die junge Frau M. ist an Krebs erkrankt und wurde im LKH Graz jahrelang gut behandelt. Im Vorjahr wurde ihr mitgeteilt, man müsse ein Bein oberhalb der Hüfte amputieren. Es gäbe keine Alternative. In der Charite in Berlin sah man eine Möglichkeit das Bein zu retten und operierte sie, erfolgreich. Frau M. kann, mit Krücken, wieder gehen. Die Kosten, die sie dafür bezahlen musste: Rund 70.000 Euro. Warum verweigert die ÖGK die Bezahlung und verweist darauf, dass die Amputation die Maßnahme gewesen wäre, die finanziert wird?
Am Schauplatz Gericht [2024.08.29]
Die Toten von Lech
Datum: 2024.08.29 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Diverse Variationen des Strafrechtes stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“. Der Verdacht der fahrlässigen Tötung in einem Hotel in einem Nobelort, dem die Behörden angeblich nicht ausreichend nachgegangen sind. Eine Sachbeschädigung in der Steiermark, konkret das Umschneiden diverser Buchen im Wert von angeblich 25.000 Euro im Zuge eines Nachbarschaftskonfliktes, und die Nichtbefolgung eines Abbruchbescheides in Oberösterreich.

Fall 1: Mitten in der touristischen Hochsaison im Februar 2023 erschüttert ein tödlicher Unfall den Wintersportort Lech in Vorarlberg. Zwei Mitarbeiter eines Hotels sterben in einem Silo, in dem Holzpellets für die Heizung gelagert waren, an einer Kohlenmonoxydvergiftung. Der vermutliche Unfallhergang: Der Hausmeister war in das Pelletslager gegangen und dort bewusstlos umgefallen, der Hoteldirektor versuchte ihn zu retten, beide kamen ums Leben. Die Ermittlungen zu dem Arbeitsunfall werden tags darauf eingestellt und auch die Staatsanwaltschaft schließt den Akt. Der Zwillingsbruder eines der beiden Toten und dessen Anwältin sehen allerdings eine Reihe von Ungereimtheiten und möchten, dass wegen fahrlässiger Tötung gegen die Hotelbetreiber ermittelt wird.

Fall 2: Eigentlich wollte der 71-jährige Landwirt und studierte Agrarökonom Dr. Johannes H. für etwas mehr Licht und weniger Schatten auf seinem Kartoffelacker sorgen, geendet hat alles aber am Straflandesgericht Leoben. Weil nämlich die Rotbuchen des Nachbarn direkt an der Grundstückgrenze über die Jahre immer größer und größer wurden, beauftragte Dr. H. einen Freund sich ohne Zustimmung des Nachbarn Zutritt zu dessen Grundstück zu verschaffen und die Buchen zu fällen. Dr. H. musste sich daher im Sommer (Juni) wegen schwerer Sachbeschädigung (als Bestimmungstäter) vor dem Straflandesgericht verantworten. Der Eigentümer der 12 umgeschnittenen Buchen forderte überdies an die 25.000 Euro Schadenersatz.

Fall 3: Frau R und ihr Lebensgefährte kämpfen seit etlichen Jahren um den Erhalt eines 300 Jahre alten Bauernhauses. Gerne hätten sie es saniert und umgebaut. Aber das ist nach der jetzigen Rechtslage nicht möglich, da die Grundfläche, auf der das Bauernhaus steht, vor einigen Jahren umgewidmet wurde. Und zwar von Bauland in Grünland. Der Abbruchbescheid ist schon längst rechtskräftig und die Bezirkshauptmannschaft verhängt bereits Geldstrafen, weil Frau R das Gebäude noch nicht abgerissen hat. Kann es noch gerettet werden?
Am Schauplatz Gericht [2024.07.25]
Gute Geschäfte mit Grund und Boden
Datum: 2024.07.25 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Ludwig Gantner und Maria Zweckmayr beschäftigen sich mit kreativen juristischen Ideen im Immobilienbereich. Wie Eigentümer ihre Grundstücke damit im Wert zu steigern versuchen und welch erstaunlich hohe Profite gelegentlich damit erzielt werden.

Renate Z. und einige ihrer Nachbarn ärgern sich seit Jahren über ein Bauprojekt in Langenzersdorf. Ein Ex-Politiker hätte von der Gemeinde günstig einen Grund gekauft, auf dem man nur ein Zweifamilienhaus bauen darf und dann einen „Monsterbau“ hingestellt. Der Bürgermeister hat im Rahmen der mittlerweile fünf Jahre dauernden Langzeitbeobachtung von „Am Schauplatz Gericht“ das Projekt abgelehnt. Aktueller Stand ist, dass ein Geschäftsmann die Immobilie erworben hat. Seine Annäherung an die zweit erlaubten Wohneinheiten sieht so aus: es gibt in dem Haus jetzt zwei große Gemeinschaftsküchen für dreißig Zimmer, die einzeln vermietet werden. Zum Erstaunen des Bürgermeisters scheint diese Lösung rechtskonform zu sein.

Frau V. hat ein Siebentel eines Grundstücks in Marchegg geerbt. Sie fühlt sich von einer Immobilienfirma bedrängt, die die anderen sechs Siebentel erworben hat und ihr ihren Grund für 700 Euro abkaufen will. Weil sie abgelehnt hat, wurde sie auf Teilung geklagt. Es droht ein teures Verfahren, das mit einer öffentlichen Versteigerung des Grundstücks endet. Frau V. ärgert sich, dass man sie de facto zwingen kann, ihr väterliches Erbe herzugeben.

Fall drei steht für hunderte ähnliche, die von Autofahrern an die Redaktion herangetragen werden. Ihnen sind Besitzstörungs- oder Unterlassungsklagen angedroht worden, weil sie unerlaubt ein Privatgrundstück befahren oder dort geparkt hätten. Aber, so steht es dann meist in den Schreiben, man könne eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Grundbesitzer vermeiden, wenn man dessen Anwalt zwei-, drei- oder vierhundert Euro überweist. In Niederösterreich gibt es eine Tankstelle, die manche Autofahrer angeblich als Abschneider benutzen, um eine Ampel zu umfahren. Wer das macht, bekommt Post von einer Anwaltskanzlei. Mit der Zahlung von 250 Euro und dem Unterschreiben einer Unterlassungserklärung könne man die Sache rasch beenden. In manchen Monaten kommen so bis zu 20.000 Euro für die Tankstelle zusammen, hat sich ein Anwalt eines Autofahrers ausgerechnet. Sein Klient hat es auf einen Prozess ankommen lassen.
Am Schauplatz Gericht [2023.03.30]
Er/Sie hat mein Leben zerstört
Datum: 2023.03.30 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Manche Gerichtsfälle erweisen sich bei genauerem Hinschauen als wahre Psychothriller.

Mit so einem Fall ist ein Wiener Rechtsanwalt an „Am Schauplatz Gericht“ herangetreten. Sein Mandant möchte in der Öffentlichkeit seine alptraumhafte Situation schildern, weil er mit den Mitteln der Justiz nicht weiterkomme.

„Sie hat mein Leben zerstört“, sagt Gerald K.. Seit vier Jahren werde er von einer Frau mit einer geradezu unglaublichen Hartnäckigkeit und Kreativität verfolgt – gestalkt. Trotz einstweiliger Verfügungen, strafrechtlicher Verurteilungen, Haftstrafen und Weisungen des Gerichtes setze die Frau ihre Verfolgungshandlungen gegen ihn seit 2019 immer wieder fort, sagt Gerald K. Tatsächlich hat sich das Leben des Kellners sukzessive zum Schlechten hin entwickelt. Mittlerweile ist er arbeitslos, hat seine Wohnung aufgeben müssen und ist mit seinen Nerven am Ende. Die Frau wiederum behauptet, er habe ihr Leben zerstört, schulde ihr Geld und sei ein Lügner.

Drei Tage vor dem Sendungstermin schrieb sie dann ihre Wahrnehmungen zu der Causa, die schon viele Gerichte und Anwaltskanzleien beschäftigt hat, per Mail an die Redaktion. Schlusssatz: „Aber bitte ohne Namen“.

Die Redaktion hat sich entschlossen diese Dame zu anonymisieren, ist aber überzeugt, dass es auch das Recht von Herrn K. ist, seine fast unglaubliche Geschichte öffentlich zu erzählen.
Am Schauplatz Gericht [2024.03.21]
Wo ist das Geld der alten Dame?
Mitwirkende: Resetarits, Peter [Präsentator/in]
Datum: 2024.03.21 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] „Ausgesuchte Fälle aus Strafrecht, Zivilrecht und besonderem Verwaltungsrecht“ könnte man diese Ausgabe von Schauplatz Gericht auch nennen.

Marianne Waldhäusl, Kristina Schmidt-Labenbacher und Patrick Hibler beginnen diese Ausgabe mit Strafrecht und haben der ersten Fragestellung in der Sendung den Titel zugedacht. „Wo ist das Geld der alten Dame? Als Frau W. zur Erwachsenenvertreterin ihrer an Demenz erkrankten Schwester bestellt wurde, entdeckte sie, dass auf den Konten und im Safe der Bank „einiges nicht stimmt“. Rund 800.000 Euro sind verschwunden. Hat ein Privatkundenbetreuer die betagte Bankkundin betrogen? Ein Strafgericht prüft den Verdacht des schweren Betruges und Diebstahls.

Fall zwei beschäftigt sich mit einem Thema, über das man nicht so gern redet, das viele bei einer längeren Autofahrt (innerlich) aber schon ziemlich massiv beschäftigt hat. Man muss aufs Klo. Aber weit und breit ist keine Toilette in Sicht. Was tun? Die Sache am Straßenrand erledigen, am Feld, neben einem Baum, in einer abgelegenen Ecke einer Siedlung? Darf man das, ist das strafbar und wenn ja: Gegen welches Gesetz würde man verstoßen? Herr M. aus Kärnten hat sich deswegen an die Redaktion gewandt. Ihn erwartete eine Verhandlung beim Landesverwaltungsgericht, in der Salzamtstrasse 3 in Graz, weil er in höchster Not am Ende einer Sackgasse seine Notdurft verrichtet hat. Die Anklage lautet auf "Verletzung der Schicklichkeit. Wurde Herr M. bestraft? Manche Fälle in „Am Schauplatz Gericht“ entwickeln sich zu kleinen Serien. Weil rund um einen Grundkonflikt immer neue Probleme auftauchen.

Eine ganze Siedlung mit acht Familien fühlt sich seit Jahren in Leutschach in der Südsteiermark von einem einzigen Nachbarn terrorisiert. Der nämlich hat den einzigen Zufahrtsweg zur Siedlung, den Höllerweg, mit eingeschlagenen Eisenstangen so verengt, dass Lieferungen mit LKW oder breiteren Fahrzeugen fast nicht mehr möglich sind. Zu Recht wie der Nachbar meint, denn laut einer vor Jahrzehnten getroffenen Vereinbarung stehe den anderen Anrainern eine maximale Wegbreite von 2 Meter 40 zu. Jeder, der versucht hat, die Stangen etwas auf die Seite zu biegen, wurde mit einer Besitzstörungsklage bedacht.

Zahlreiche Verfahren wurden bereits geführt, mehrere Vermittlungsversuche sind gescheitert. Ist der Konflikt unlösbar?
Am Schauplatz Gericht [2025.12.11]
Wie man in den Wald ruft
Datum: 2025.12.11 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Wie man in den Wald ruft

Wenn der Weg nur mehr zu Gericht führt: am 11. Dezember berichtet Schauplatz Gericht über Fälle, in denen Waldwege für ihre Benutzer zum juristischen Verhängnis werden. In Kärnten kann eine Waldbesitzerin ihr mit Borkenkäfern befallenes Schadholz nicht abtransportieren, obwohl die Behörde es ihr vorgeschrieben hat. Warum? Weil ihr Waldnachbar sie nicht über ein kurzes Wegstück fahren lässt. Seit Juli liegt das Holz deshalb geschlägert im Wald, verliert an Wert und der Schädling kann weiter sein Unwesen treiben. Der Fall muss vom Landesverwaltungsgericht entschieden werden.

Im Piestingtal hat sich Frau J. ein Haus am Waldrand gekauft. Über ihren Grund führt ein Weg, der für ihren Nachbarn, Herrn P., als Zufahrt zu dessen Haus weiter oben im Wald wichtig ist. Herr P. eröffnete dann aber ein sogenanntes „Petit Hôtel“, und bietet die Zimmer auf Internetplattformen zur Vermietung an. Das hat zur Folge, dass Gäste und Lieferanten in großer Zahl und ganz dicht an der Haustüre von Frau J. vorbeifahren, angeblich bis zu 70 Fahrzeuge pro Tag. Das führte unter anderem zu hunderten teuren Unterlassungsaufforderungen wegen Besitzstörung und Anzeigen wegen Verletzung des Datenschutzes.
Am Schauplatz Gericht [2025.09.11]
Datum: 2025.09.11 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Schüler wegen Jogginghose gemobbt?
Dimitrie T. besuchte eine Bau-HTL in Wien im Abendlehrgang. Doch nun fordert der ehemalige Schüler 130.000 Euro Verdienstentgang und Schmerzengeld als Amtshaftung von der Republik. Denn er sei an der Schule gemobbt worden, weil er wegen einer Hauterkrankung ausschließlich Jogginghosen tragen konnte. Auch hätte er unbegründet schlechte Noten bekommen, so Dimitrie T. Das bestreitet die Bildungsdirektion Wien, vielmehr habe der junge Mann mehrmals Äußerungen gemacht, die einige Lehrer als Bedrohung aufgefasst haben.
Die Auseinandersetzungen eskalierten 2021, und die Schulleitung schloss den Schüler wegen gefährlicher Drohung von der Schule aus. Dimitrie T. wandte sich an das Bundesverwaltungsgericht und dort wurde die Suspendierung als ungerechtfertigt aufgehoben.

Besitzstörung durch einen Hund?
Herr und Frau N. haben sich in der Nähe von Zell am See ein altes Bauernhaus renoviert, in das sie vor zwei Jahren eingezogen sind. Aber das Landleben gestaltet sich für die Beiden nicht ganz einfach. Es gibt mehrfach Probleme mit den Nachbarn: Ein Hahn, der laut ist, wechselseitige Anzeigen bei der Baupolizei bis hin zu Stalkingvorwürfen. Und nun hat Frau N. auch noch eine Besitzstörungsklage bekommen, weil ihr Hund widerrechtlich ins Feld eines Nachbarn gelaufen sei.

Landgut zu billig verkauft?
Franz H. hat ein schönes Landgut mit Gasthof in der Nähe von Salzburg zu einem sehr niedrigen Preis verkauft. Mittlerweile ist er verstorben. Dennoch versuchen seine Neffen, das Rechtsgeschäft nachträglich vor Gericht aufheben zu lassen. Der Onkel sei damals gesundheitlich schwer angeschlagen und daher nicht geschäftsfähig gewesen. Der Käufer habe das arglistig ausgenutzt.
Am Schauplatz Gericht [2025.02.13]
Das Millionenerbe
Datum: 2025.02.13 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Fälle aus Erbrecht, Schadenersatz- und Nachbarrecht beschäftigen Ludwig Gantner, Markus Preslmayr und Maria Zweckmayr, alle drei haben übrigens das Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen, in dieser Ausgabe von Am Schauplatz Gericht.

2023 ist eine vermögende Managerin nach schwerer Krankheit verstorben. Sie hinterlässt einen minderjährigen Sohn, den sie geliebt hat, und dem sie angeblich ihr ganzes Vermögen im Wert von mehreren Millionen Euro vererben wollte. Doch zwei Tage vor dem Tod heiratet sie am Sterbebett einen offenbar charismatischen Mann, verkauft ihm eine wertvolle Wohnung zu einem auffallend günstigen Preis und setzt ihn zum Alleinerben ein. Der Sohn soll plötzlich nur mehr den Pflichtteil bekommen. Seine Anwälte sind überzeugt: Das Testament ist ungültig und Frau A. sei am Sterbebett nicht mehr geschäftsfähig gewesen. Was ist zwei Tage vor dem Tod wirklich passiert und wer erbt die Millionen?

Franz S. aus Vorarlberg ist 2021 auf einer Tiroler Alm gestürzt und klagt seither über Dauerschmerzen im Knie. Schuld wäre der Grundeigentümer, der im Durchgang zu einer elektrisch gesicherten Weide einen unauffälligen Draht gespannt hat. Ein solches Hindernis auf einer Höhe von 10 Zentimetern über dem Boden wäre eine „Stolperfalle“. Herr S. forderte 5.000 Euro Schadenersatz. Es folgte ein langer Prozess mit vielen teuren Gutachten, der vielleicht zum Präzedenzfall, also einer Art Richtschnur, für ähnliche Fälle werden könnte.

Seit immer häufiger Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen in Einfamilienhäusern eingebaut werden, gibt es neue Konfliktthemen im nachbarlichen Zusammenleben. Luftwärmepumpen sind angeblich oft zu laut, Photovoltaikanlagen blenden die Nachbarn unzumutbar heftig. So einen Konflikt beobachtet Maria Zweckmayr seit einigen Jahren in Tirol, und hat dokumentiert welche neuen Prozessthemen rund um die Causa immer wieder entstehen.
Am Schauplatz Gericht [2021.09.09]
Eine merkwürdige Versteigerung
Datum: 2021.09.09 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Regelmäßig erreichen die „Am Schauplatz Gericht“ Redaktion Beschwerden über Zwangsversteigerungen.

Der Tenor: Aus der Not überschuldeter Menschen würden Immobilienspezialisten Profit schlagen und bei Gericht würde das durchgehen. Einen solchen Beschwerdefall hat Maria Zweckmayr recherchiert und genau dokumentiert. Herr S., der Erbe eines großen landwirtschaftlichen Betriebes war mit seiner Fleischproduktion anfangs erfolgreich. Dann hatte er Probleme, seine Kreditraten zu bezahlen und seine Liegenschaften wurden versteigert.

Viel zu früh, wie er meint, und viel zu billig. Die Schätzgutachten seien viel zu niedrig angesetzt gewesen. Noch dazu wären just am Tag der Versteigerung etliche seiner Äcker in wertvolles Bauland oder Bauerwartungsland umgewidmet worden. Und warum hat man seiner betagten Mutter, die ein lebenslanges Wohnrecht im Haus hat, im Zuge der Zwangsräumung die Türen so zugemauert, dass sie nicht mehr in ihr Schlafzimmer und ihr behindertengerechtes Bad gelangen kann?

Im südsteirischen Leutschach fühlt sich eine ganze Siedlung seit Jahren von einem einzelnen Anrainer tyrannisiert. Der verengte vor seinem Haus nämlich den einzigen Zufahrtsweg von drei auf zwei Meter 40. Er dürfe das, ist er überzeugt. Lieferungen mit LKW oder breiteren Fahrzeugen sind somit nur schwer oder gar nicht mehr möglich.
Am Schauplatz Gericht [2021.08.19]
Alles begann am Parkplatz Nummer 14
Datum: 2021.08.19 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Es geht um nervenaufreibende und teure Prozesse, die mit scheinbar banalen Problemen begonnen haben.

Welcher Hausbewohner hat ein Recht auf den gut gelegenen Stellplatz Nummer 14 in der Parkgarage und wer muss den weniger schönen Parkplatz Nummer 16 gleich neben einer Säule nehmen? Ist so ein Streit es wirklich wert, dass man einander in einer Linzer Wohnhausanlage wüst beschimpft, bedroht und regelmäßig die Polizei gerufen wird?

Darf in einer burgenländischen Ortschaft jedermann an den Sträuchern einer zugereisten Wienerin herumschnipseln, wenn die auf ein Grundstück der Gemeinde hinüberragen? Welche Rechtsfolge hat eine über die Grundstücksgrenze ragende Regenrinne? Und hat der Bürgermeister wirklich veranlasst, dass die Frau ihr Wahlrecht in der Gemeinde verliert, obwohl sie sagt, dass sie dort ständig wohnt?

Eine Wiener Kleingärtnerin wird behördlich aufgefordert, ihr Mobilwohnheim abzureißen, weil es um 2,8 Quadratmeter zu groß sein soll. Sie sagt, dass das in dieser Siedlung bei einer großen Zahl der anderen Pächter auch der Fall ist. Muss nur sie abreißen oder alle anderen auch? Oder findet die Politik in so einem Fall eine Lösung?

Ein Nachbarstreit um die Höhe einer Hecke in einer oberösterreichischen Ortschaft führte dazu, dass ein älterer Herr sein Haus teilweise abreißen musste. Ist daran vielleicht die Gemeinde schuld, die beim Abrissbescheid einen Fehler gemacht haben soll?
Am Schauplatz Gericht [2024.10.24]
Ein schwieriger Nachbar?
Datum: 2024.10.24 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Der Nachbar von Frau P. aus Niederösterreich behauptet, dass der Grenzverlauf zwischen den benachbarten Liegenschaften unrichtig sei. Weil die Grenzmauer von Frau P. auf seinem Grundstück stehen würde, hat er begonnen, sie Ziegel für Ziegel abzutragen. Und weil sich die zur Liegenschaft von Frau P. führende Straße teilweise auf seinem Grund befinden würde, blockiert der Nachbar sie mit Autoreifen. Frau P. behauptet, dass der Nachbar sie auch beschimpfen würde und schon mehrfach handgreiflich geworden sei. Das Problem in diesem Konflikt: Der Nachbar hat aus guten Gründen einen Erwachsenenvertreter, doch der renommierte Rechtsanwalt kann ihn auch nicht immer bremsen.

Eigentlich erhoffte sich der Kärntner Bergbauer Thomas B. vom Kauf eines Melkroboters eine massive Arbeitserleichterung. Geworden ist es ein finanzielles Desaster, das ihn im schlimmsten Fall den Hof kosten könnte. Weil die automatische Melkanlage nicht so funktionierte wie erwartet, klagte er den Verkäufer. Mittlerweile übersteigen die Prozesskosten den Streitwert.

Ein Besuch des Weihnachtsmarktes auf „Gut Aiderbichl“ wurde Herrn K. aus Salzburg zum Verhängnis. Der 80jährige Pensionist wurde von einem freilaufenden Esel umgerannt. Die Folge: Ein gebrochenes künstliches Hüftgelenk, wochenlange Krankenhausaufenthalte, ständige Schmerzen. Wer ist schuld am Zusammenstoß mit dem Esel? Ob Herrn K. 16.000 Euro Schmerzengeld zustehen wurde nun am Salzburger Landesgericht entschieden.
Am Schauplatz Gericht [2021.06.24]
Wenn der Abstand fehlt
Datum: 2021.06.24 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] In dieser Folge von „Am Schauplatz Gericht“ geht es um fehlenden Mindestabstand. Diesen Begriff kennt man aus dem Baurecht, zum Beispiel wenn Gebäude zu nah nebeneinanderstehen. In den drei Beiträgen dieser Sendung werden aber auch Menschen vorgestellt, die das richtige Verhältnis zwischen Nähe und Distanz nicht gefunden haben.

Die Eltern von Herrn U. wollten ihren Sohn in ihrer Nähe wissen. Er ist in das benachbarte Haus der Mutter eingezogen, hat für viel Geld renoviert und sagt, dass ausgemacht gewesen wäre, dass er dieses Haus überschrieben bekommt. Als Herr U. dann aber eine Frau heiratete, die die Eltern nicht mögen, war alles anders. Die Mutter versucht ihn mit einer Räumungsklage aus dem Haus zu bekommen und die wechselseitigen Aggressionen entladen sich in Attacken an der Grundgrenze.

Auch im nächsten Fall stehen zwei Gebäude von Verwandten offensichtlich zu nah beisammen. In Aldrans, einem kleinen Ort in unmittelbarer Nähe von Innsbruck, befindet sich gleich neben der Ortskirche ein ziemlich großer Stall. Ein Anrainer, Daniel G., klagt über nächtlichen Lärm und Gestank durch die 200 Kühe. Eigentümer des Stalls ist sein Cousin Franz G. Der Zwist über die Immissionen mitten im Ortszentrum wird mittlerweile bei Gericht ausgetragen.

Im dritten Fall geht es um ein Mehrparteienhaus am Ossiacher See. Die Pensionisten Herr und Frau J. haben sich einen Traum erfüllt und eine kleine Wohnung mit exklusivem Seezugang gekauft. Aber dann ist der Mann, der das Haus gebaut und ihnen die Wohnung verkauft hat, gestorben. Sein Sohn hat geerbt, ist dadurch zum Mehrheitseigentümer im Haus geworden und hat entdeckt, dass das Haus von seinem Vater leider ganz anders als bewilligt gebaut worden ist. Die Wohnung der Familie J. dürfe, so wie sie dasteht, rechtlich gar nicht existieren. Müssen die Pensionisten jetzt ausziehen?
Am Schauplatz Gericht [2021.04.15]
Eine(r) zu viel in der Wohnung
Datum: 2021.04.15 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] "Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen", hat schon Friedrich Schiller festgestellt. Ludwig Gantner und Patrick Hibler beschäftigen sich in dieser Ausgabe von "Am Schauplatz Gericht" mit den handfesten und juristischen Folgen, wenn es "im Raume" eng wird.

In der Wohnung von Herrn und Frau S. ist die einstige Liebe verflogen, der Haussegen hängt seit einiger Zeit schief. Frau S. beklagt, ihr Gatte würde sie misshandeln, Herr S. beteuert unter Tränen, dass seine Frau in Wahrheit ihn schlagen würde. Als "100 Kilo Typen" würde ihm aber niemand glauben, dass er regelmäßig von einer "64 Kilo Frau" attackiert wird. Um bis zur Scheidung das Ärgste zu verhindern und ihren Sohn zu beschützen, ist jetzt die Mutter von Herrn S. in die Ehewohnung eingezogen. Sehr zum Unwillen ihrer Schwiegertochter. Neben der Scheidung wird jetzt auch die Frage, ob die (Schwieger-) Mutter in der Wohnung bleiben darf, immer wieder bei Gericht erörtert.

Frau K., eine Pensionistin aus Wien, hatte im Waldviertel ein nettes Haus gefunden, dort aber auch ihrem damaligen Freund ein Wohnrecht zugestanden. Jetzt ist die Beziehung beendet, aber der Exfreund will immer wieder bei ihr übernachten. Das ist vor allem dem neuen Ehemann von Frau K. nicht recht. Der sitzt gerade in Wien eine mehrjährige Haftstrafe ab. Weil er sich im Gefängnis juristisch gebildet hat, vertritt er seine Frau bei diversen Gerichtsverfahren, ähnlich wie ein Rechtsanwalt es tun würde. Nun hat er aber ein neues Problem: Er hat das alte Auto seines Widersachers ohne dessen Zustimmung verschrotten lassen. Ihm droht eine weitere Haftstrafe.
Am Schauplatz Gericht [2021.03.04]
Letzte Entscheidung
Datum: 2021.03.04 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Patrick Hibler, Ludwig Gantner und Eva Maria Kaiser zeichnen in einem von Peter Resetarits moderierten und kommentierten "Am Schauplatz Gericht Spezial" die juristischen Bemühungen von vier Antragstellern um eine Liberalisierung der Strafgesetze und deren Gang zum Verfassungsgerichtshof nach.

Herr M. ist schwerkrank und will, dass ihm beim schmerzfreien und möglichst würdevollen Sterben geholfen werden darf, Dr. H. ist Arzt, der immer wieder mit Wünschen nach "Hilfe" von Sterbewilligen konfrontiert ist, dem aber nicht entsprechen kann, und Herr. T. hat seiner unheilbar kranken Frau eine Pistole besorgt, und ihr versprochen ihr zu helfen, wenn sie beim Suizidversuch scheitern sollte.

Vertreten wurden alle vier von Dr. Wolfram Proksch, der die Paragrafen "Mitwirkung am Selbstmord" und "Tötung auf Verlangen" für verfassungswidrig hält.

Jene Theologinnen, Ärztinnen oder Hospizmitarbeiter, die die "Beseitigung dieser Tötungshemmung" höchst skeptisch sehen und auch beim Verfassungsgerichtshof gehört wurden, kommen gleichermaßen zu Wort wie die Befürworter einer Liberalisierung der Strafgesetze.

Der abschließende Teil der Reportage widmet sich der Frage, wie nach der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes eine neue Regelung – er hat entschieden, dass nicht mehr jegliche Beihilfe zum Suizid unter Strafe steht, aussehen soll. Soll jeder, auch der gesunde junge Mensch Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen dürfen, soll es Altersgrenzen geben, muss jemand, der Sterbehilfe in Anspruch nehmen will, schwere Schmerzen haben oder unheilbar krank sein, und wie wird sichergestellt, dass der freie Wille des Sterbewilligen gewährleistet ist? Was soll ins neue Gesetz geschrieben werden?
Am Schauplatz Gericht [2020.07.02]
Der Nachbar mit der Spritze
Datum: 2020.07.02 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: In dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“ geht es um nachbarschaftliche Konflikte in gehobenen Kreisen und Streitigkeiten um Erbschaften.

In einem schönen Mehrparteienhaus in Oberösterreich soll ein leitender Angestellter seinem Nachbarn, einem Universitätsprofessor, nächtens mehrmals Urin auf die Türmatte gespritzt haben. War es wirklich eine Spritze, mit der er das getan hat, war es Urin oder doch Wasser, wie er behauptet? Warum hat er auch beim Feuermelder hantiert? War die Videokamera, die ihn bei alledem gefilmt hat, rechtens installiert? Ein umfangreiches Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ist in Gang gekommen.

Zum zweiten Fall sagt ein erfahrener Anwalt, der eine der Parteien vertritt: „Das ist ein Beispiel dafür, dass man zwar etwas erben kann, aber dann hat man nichts davon außer Arbeit, Ärger und Unkosten.“ Es geht um Bruder und Schwester, die von der Mutter ein Haus in Mattighofen und eine Wohnung in Salzburg geerbt haben. Weil die Mutter nicht genau geregelt hatte, wer was erben soll, bildeten sie eine sogenannte Erbengemeinschaft. Bruder und Schwester konnten sich dann jahrelang nicht einigen, wer wem was zu welchem Preis abkauft. Wie konnte man die Erbengemeinschaft letztlich doch auseinanderdividieren?

Auch im dritten Fall geht es um Ansprüche nach dem Tod einer alten Dame. Die Frage ist, ob einem Verein, der sich um die Frau gekümmert hatte, für Betreuungs- und Pflegeleistungen Geld zusteht. Die Erben glauben, dass die Forderungen völlig überzogen sind. Nach langem Streit gibt es jetzt ein Urteil.
Am Schauplatz Gericht [2020.06.04]
Die rechtlichen Nebenwirkungen des Coronavirus
Datum: 2020.06.04 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: „Am Schauplatz Gericht“ beschäftigt sich in dieser Ausgabe mit Einsprüchen, Klagen und Beschwerden, die durch die Corona Krise verursacht wurden.

Etwa mit Eingriffen in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger. Ist es rechtens, dass zahlreiche Motorradfahrer an ein und demselben Tag je 600 Euro Strafe bekommen haben, weil sie auf einem Parkplatz im Wienerwald angehalten haben?

Herr M. wurde bei der Dopplerhütte in NÖ mit 600 € bestraft, weil er mit seinem Quad trotz COVID-Verordnung gefahren ist.

Bekommen jene Touristen, die sich in Tirol beim Schifahren mit dem Coronavirus angesteckt haben, Schadenersatz und Schmerzengeld vom "Staat"? Welche Behörden sollen wann welche Fehler gemacht haben? Und profitieren davon vor allem Prozessfinanzierer?

Wurde ein negativ auf den Coronavirus getesteter Mann zwangsweise in ein Spitalszimmer mit infizierten Patienten gelegt? Ist das fahrlässige oder gar vorsätzliche Körperverletzung?

Ein Erbschaftsprozess um ein Haus in Wien war nach jahrelangem Streit eigentlich gelöst. Eine alte Dame und deren Schwiegertochter hatten sich bei Gericht, kurz vor der Corona-Krise, auf eine Lösung geeinigt. Aber, der vereinbarte neue Mietvertrag kam monatelang nicht zustande, weil jede Streitpartei Nachteile befürchtete. Jetzt nach langer Zeit des Nachdenkens sind beide Seiten zuversichtlich, dass man sich nicht mehr vor Gericht sehen muss.
Am Schauplatz Gericht [2020.04.23]
Das verlorene Erbe
Datum: 2020.04.23 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Der betagte Herr W. aus Kärnten wollte das schöne Stadthaus in Kärnten, so wie es in der Kaufmannsfamilie über Generationen üblich war, in der Familie vererben.

Aber dann kam es zur Entfremdung von seinem einzigen Sohn. Herr W. schaute sich nach einem anderen Erben um, der das Haus in seinem Sinn weiterführen könnte. Der Sohn eines Freundes, der ihn immer wieder besuchte, schien ihm geeignet. Und so unterschrieb er bei einem Notar ein Schriftstück zu dessen Gunsten.

Er sagt, er hätte gedacht, dass es sich dabei um ein jederzeit widerrufbares Testament handelt. Doch in Wahrheit hatte er eine einseitig nicht widerrufbare „Schenkung auf den Todesfall“ unterschrieben.

Als er sich dann mit seinem Sohn versöhnte und dem das Haus vererben wollte, ging das nicht mehr. Sein Sohn war de facto enterbt. Vater und Sohn haben bei der Aufarbeitung ihres Konfliktes dann interessante Entdeckungen gemacht. Im Laufe der Jahre hatte es immer wieder Annäherungsversuche in Form von schriftlichen Mitteilungen gegeben. Diese Post hat den Vater nie erreicht.

Vater und Sohn versuchen den Notariatsakt, mit dem das Stadthaus „verschenkt“ wurde, anzufechten.

In einem weiteren Fall geht es um einen Dauerbrenner bei „Am Schauplatz Gericht“: Um Ersitzung. Herr M. hat in Wien-Floridsdorf einen Baugrund gekauft.

Für seine Tochter, sagt er. Herr M. wurde auch im Grundbuch als Eigentümer eingetragen. Jahre später klagte ihn die Nachbarin. Sie hätte das Grundstück, das nicht eingezäunt war, über 40 Jahre gutgläubig wie ihr eigenes benützt und durch Ersitzung daran Eigentum erworben. Konnte sie sich vor Gericht durchsetzen?
Am Schauplatz Gericht [2020.02.27]
Wenn er rauskommt, bin ich tot!
Datum: 2020.02.27 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] "Am Schauplatz Gericht" zeigt diesmal im Hauptfall eine verzweifelte Musikerin, die sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als an die Öffentlichkeit zu gehen.

Eine bekannte Geigerin wird beharrlich von einem Verehrer verfolgt und bedroht. Einmal wurde der Mann deswegen schon eingesperrt. Aber wenn er freikommt, attackiert er seine "große Liebe" aufs Neue. Zuletzt hat er sie am Gang ihres Wohnhauses mit Benzin überschüttet und angeblich mit dem Anzünden bedroht. Frau F. sagt: "Wenn er rauskommt, bin ich tot." Wird der Täter jetzt in eine geschlossene Anstalt kommen?

Zwei Salzburger Schwestern haben gemeinsam ein Doppelhaus bezogen und bekämpfen einander in einem gnadenlosen Prozessmarathon.

"Sie will und wird keine Ruhe geben, bis jemand um seine Existenz gebracht ist." Das sagt Kathrin F. von ihrer Tante, die auch ihre Nachbarin ist. Ihre Mutter hat sich Anfang der 1990er Jahre mit der Schwester ein gemeinsames Doppelwohnhaus in Salzburg gebaut. Schon kurz nach dem Einzug kam es zu Streitigkeiten. Und nun tobt seit vielen Jahren ein erbitterter Rechtsstreit, der beide Parteien an ihre Grenzen führt. Nervlich und finanziell. Es geht um den Carport, den Kanal, die Heizung, das Wasser, etc., immer wieder finden sich Gründe, um zu Gericht zu gehen. Wird der Konflikt erst mit dem Tod einer der beiden enden?

Mutter und Tochter F., die um ihr Recht kämpfen- zwei Schwestern in Zell am See, die miteinander in den 90er Jahren ein Haus gebaut haben streiten seit Jahren.

"Mit dem Nachbarn kann man nicht reden, er führt sich auf wie ein Feldherr. Er kam sah und siegte, mit einer dicken Geldtasche glaubt er das tun zu können." Das sagt der empörte Herr K. aus Tirol, der sich hilfesuchend an die Öffentlichkeit gewandt hat, weil er meint, dass er und andere Nachbarn durch das große Bauprojekt eines "Zuagrasten" eingemauert werden. Wer hat das Baurecht auf seiner Seite?
Am Schauplatz Gericht [2020.01.16]
Das Geheimnis des toten Vaters
Datum: 2020.01.16 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: „Am Schauplatz Gericht“ beschäftigt sich diesmal mit komplizierten Familienverhältnissen, die offenbar nie richtig aufgearbeitet wurden. Erst jetzt, Jahrzehnte später, soll das vor Gericht passieren.

Der Rechtsfrieden in einer kleinen Innviertler Gemeinde ist ernsthaft bedroht, als sich beim Sohn eines 2016 verstorbenen Landwirts eine Frau meldet:

Sie wäre die Enkelin des Toten aus einer über 70 Jahre zurückliegenden, außerehelichen Beziehung und fordert ihren Pflichtteil am großen Bio-Bauernhof. Der Sohn des Verstorbenen ist empört: Er hat den Hof schon 1993 vom Vater übernommen, hätte die Eltern aufopfernd gepflegt und sieht nicht ein, wieso er jetzt einer angeblichen Verwandten einen Erbteil auszahlen soll. Er glaubt nicht, dass sein Vater ein uneheliches Kind hatte. Muss mit einer Exhumierung des Leichnams und einer DNA-Probe Klarheit geschaffen werden?

Die betagte Frau Z. ist zur Hälfte Eigentümerin eines Einfamilienhauses in Wien-Floridsdorf. Den zweiten Hausanteil hat ihre Tochter - ohne es ihr zu sagen - an einen Bauunternehmer verkauft.

Der wollte jetzt, dass ihm die Pensionistin 1500 Euro Benützungsentgelt pro Monat für seine Haushälfte bezahlt. Oder noch besser, ihm ihren Hausanteil billig verkauft – und ins Altersheim zieht.
Am Schauplatz Gericht [2019.12.12]
Wer hämmert in der Nacht?
Datum: 2019.12.12 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Der titelgebende Fall dieser Ausgabe war für die "Am Schauplatz Gericht"-Redaktion anfänglich nichts Außergewöhnliches. Herr R. aus Wien hatte sich über laute, nächtliche Klopfgeräusche seines Nachbarn beschwert, die ihm und anderen im Haus regelmäßig den Schlaf rauben würden. Trotz mehrerer Straf- und Zivilprozesse und einer Räumungsklage hätte sich am Verhalten des Nachbarn nichts geändert.

Weil auch Behörden und Gerichte nichts bewirken würden, wende man sich an den ORF, um vielleicht durch die Öffentlichkeit eines „Hilferufes“ etwas zu erreichen.

Als die Redakteurin Maria Zweckmayr begonnen hat, sich in den Fall einzuarbeiten, ist sie selbst in einen Konflikt geraten, der sogar für die „Am Schauplatz Gericht“-Redaktion ungewöhnlich ist.

Der Nachbar versuchte, die Berichterstattung zu verhindern, wandte sich sofort an die Medienbehörde und den Publikumsrat und kritisierte die geplante Berichterstattung und die Redaktion in mehrseitigen Beschwerden. Er schrieb insbesondere über eine angebliche „beharrliche Verfolgung durch die Redaktion“.

Im Zuge der Recherchen stellte sich jedoch heraus, dass es rund um diesen Nachbarn nicht nur in seinem jetzigen Wohnhaus Probleme gegeben hatte.

Auffällig war jeweils, wie er gegen die Justiz vorgegangen ist. Insbesondere Befangenheitsanträge gegen Richter verzögerten immer wieder die Räumungsverfahren gegen ihn. Seine unerwarteten gesundheitliche Beschwerden am Prozesstag hatten ähnliche Auswirkungen.

Das „Am Schauplatz Gericht“-Team hatte eine heikle Gratwanderung zu bestehen. Einerseits versucht man, Herrn R. und seinen Mitstreitern die Möglichkeit zu geben, öffentlich über ihr Anliegen zu reden. Andererseits will man dem Wunsch des kritisierten Nachbarn gerecht werden, ihn nicht in unzulässiger Weise in seinen Persönlichkeitsrechten zu verletzen.

Bewusstlos in der Wohnung
Im zweiten Fall spricht Herr T. von einem Wunder, dass er überhaupt noch am Leben ist.

Seiner Schilderung nach ist er fünf Tage lang, teils bewusstlos, in einer kleinen Wohnung in Wien gelegen. Schwer verletzt wurde er dann von einem Rettungsteam im Dezember 2017 geborgen und ins Krankenhaus eingeliefert. Schuld daran sei sein Vermieter K. Der hätte grob fahrlässig gehandelt und die Gas-Therme nicht fachmännisch warten lassen. Dadurch sei Kohlenmonoxid in die Räume eingedrungen. 33 Tage war Herr T. im Krankenhaus, sieben Operationen musste er über sich ergehen lassen, es könnte sein, dass Dauerschäden von dem Unfall zurückbleiben, meint Herr T. In einer Zivilrechtsklage forderte er 50.000 Euro Schadenersatz von seinem Vermieter. Der wiederum ist sich keiner Schuld bewusst und meint: „Alles Blödsinn, der Herr war angetrunken und will sich jetzt ganz einfach Schmerzensgeld holen“.
Am Schauplatz Gericht [2019.11.28]
Er würde sich im Grabe umdrehen
Datum: 2019.11.28 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Gudrun Kampelmüller und Ludwig Gantner beschäftigen sich in dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“ mit der Frage, was aus den großen Häusern von verstorbenen Vätern werden soll.

Doktor M. war ein angesehener Gynäkologe, der vier Mal geheiratet und fünf Kinder hatte.

Zuletzt hatte er im reifen Alter eine 25 Jahre jüngere Dame zur Frau genommen. Sie sollte nach seinem Tod den größten Teil des beträchtlichen Vermögens erben. Seine Töchter sind empört: „Er würde sich im Grabe umdrehen!" Nach einem langjährigen Prozessmarathon mit Verdächtigungen aller Art gibt es jetzt eine Entscheidung.

Die Töchter des Gynäkologen sind empört.

Baumeister N. hatte sich am Ossiachersee eine schöne Villa mit Seezugang gebaut.

Von den vier Wohneinheiten, verkaufte er eine an Familie J. Nach dem Tod des Baumeisters erbte dessen Sohn, der von den J.s das Haus unbedingt zurückkaufen will. Er hat angekündigt: „Wenn sie mein Angebot nicht annehmen, werde ich anfangen umfangreiche rechtliche Schritte einzuleiten.“

Derzeit sind tatsächlich mehrere Verfahren im Laufen.
Am Schauplatz Gericht [2019.10.31]
38 Erben
Datum: 2019.10.31 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: In dieser Folge von „Am Schauplatz Gericht“ hat die Redaktion ungewöhnliche, fast skurril anmutende Erbschaftsfälle mit der Kamera begleitet.

Als der hochbetagte Otto S. aus dem oberösterreichischen Weißenkirchen 2015 starb, erhielten 38 Leute, von denen einige den Verstorbenen gar nicht gekannt hatten, einen überraschenden Brief vom Notar. Der Landwirt hatte nämlich keine Frau, keine Kinder und Testament hatte er auch keines geschrieben. Es geht um ein Vermögen von zwei Millionen Euro.

Durch eine ungewöhnliche erbrechtliche Konstellation gibt es 38 gesetzliche Erben. Die meisten von ihnen wollen, dass der Hof und die Gründe verkauft werden und der Erlös aufgeteilt wird. Doch acht der Erben erklärten, sie würden den Hof jeweils gerne alleine übernehmen und den anderen Erbberechtigten nur eine minimale Abfindung bezahlen. Laut Anerbengesetz wäre das unter gewissen Voraussetzungen möglich. Damit begann ein langjähriger Prozess, der bis zum Obersten Gerichtshof ging.

Leiche im Schweinestall
2007 fand man in einem Schweinestall im Innviertel die Leiche eines Millionärs aus Salzburg, der offenbar ermordet worden war. Drei Personen wurden wegen Mordes angeklagt und zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt.

Einige Prozessbeobachter halten es bei zwei der Verurteilten für möglich, dass ein Justizirrtum vorliegt. „Am Schauplatz Gericht“ beschäftigt sich mit den zivilrechtlichen Folgen des Verbrechens. Die Ex-Freundin des Ermordeten und eine nahe Verwandte wollen beide erben. Beide weisen Testamente zu ihren Gunsten vor. Eines davon wirft viele Fragen auf. Wer wird Erbe des Millionärs?
Am Schauplatz Gericht [2019.09.19]
Ein unheimliches Erbe
Datum: 2019.09.19 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Gudrun Kampelmüller beschäftigt sich mit zwei Konflikten, in denen unklare oder fehlende rechtliche Regelungen die Gerichtsverfahren besonders kompliziert machen.

Der Tote in der Mülltonne
Der 73-jährige Pensionist Heinrich P. war anno 2017 tot in einer Mülltonne gefunden worden.
Der aufsehenerregende Kriminalfall hat nun auch eine spannende zivilrechtliche Komponente. Wer soll seine Villa in Mattsee und sein Vermögen erben? Die geheimnisvolle Bekannte aus dem Internet, die wegen seines Todes eingesperrt wurde, der ungeliebte Neffe, oder seine Ex-Gattin, die ein altes Testament zu ihren Gunsten vorweisen konnte?

Eine 62jährige Deutsche soll Heinz P. getötet haben, ihr wurde in Salzburg der Prozess gemacht.

In einer Siedlung im 22. Wiener Gemeindebezirk soll das Mobilheim von Frau S. abgerissen werden.

Es sei um ein paar Quadratmeter zu groß, meinte die Baupolizei. Frau S. wundert sich. Ihrer Meinung nach wären 70% der Häuser hier viel zu groß gebaut worden. „Warum greift man die nicht an?“ Frau S. hat mit ihren Recherchen eine Lawine ausgelöst.
Am Schauplatz Gericht [2019.08.01]
Nachbarn ohne Rücksicht
Datum: 2019.08.01 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Grundstücksbesitzer, die ihre Rechtsposition extrem ausreizen, vielleicht sogar überspannen und damit ihre Nachbarn verärgern, stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“.

Dort wo in Langenzersdorf normalerweise nur Ein- oder Zweifamilienhäuser gebaut werden dürfen, hat sich Gemeinderat W. ein Bauwerk errichten lassen, das seine Nachbarn als „Monsterbau“ bezeichnen.

Werden dort wirklich 24 Appartements errichtet? Wurde zu groß, zu hoch und schlampig gebaut? Hat die Gemeinde als Baubehörde ein Auge zugedrückt?

Darf die Nachbarin mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen durch den Garten von Familie S. fahren? Oder hat Familie S. das Recht, die Zufahrt zu versperren?

Im Wienerwald steht mitten im Grünland eine schöne Villa, die ein Rechtsanwalt dort errichten hat lassen. Er behauptet, er dürfe das.

Denn er wäre auch Landwirt und brauche das Haus für seine neue Schafzucht. Das führte zu heftigen juristischen Turbulenzen, die 2014 in einen Abrissbescheid mündeten. Doch das Haus steht heute immer noch. Denn der Rechtsanwalt bringt immer neue landwirtschaftliche Konzepte ein, die beweisen sollen, dass er das Bauwerk für seine agrarische Tätigkeit benötigt. Jetzt will er angeblich Pferde züchten.
Am Schauplatz Gericht [2019.05.09]
Das ist eine pure Lüge
Datum: 2019.05.09 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Zwei Fälle, in denen das Gericht nur auf Grund von Indizien feststellen kann wer lügt und wer die Wahrheit sagt, beschäftigen „Am Schauplatz Gericht“ in dieser Ausgabe. Zwei Fälle, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

In einem Zivilprozess streitet ein „Zuagraster“ mit der Gemeinde um ein angeblich ersessenes Wegerecht. Herr W. hat 2013 ein Grundstück in der Gemeinde Reisenberg gekauft.

Kurz darauf musste er feststellen, dass regelmäßig Spaziergänger über seinen neuen Grund gehen.

Deshalb hat er den Weg kurzerhand abgesperrt. Das ist bei den Reisenberger Bürgern nicht gut angekommen und der Fall ist bei Gericht gelandet. Gestritten wird um die Frage, wer seit wie vielen Jahren über den Grund von Herrn W. gegangen ist, und ob man das gutgläubig gemacht hat oder gewusst hat, dass man das eigentlich nicht darf. „Das ist eine pure Lüge“ ist eine Formulierung, die in den Streitgesprächen fast inflationär verwendet wird.

Existentielle Themen berührte die Frage, was gelogen und was die Wahrheit ist, in einem aufsehenerregenden Strafprozess. Herr O. soll seine Freundin in der Badewanne ertränkt haben.

Er bestritt die Tat und beteuerte immer wieder, dass er die in einem Dämmerzustand befindliche Freundin nur durch Abduschen aufwecken wollte. Vor Gericht wurde ihm von einem Gutachter und den Geschworenen kein Glauben geschenkt, und er wurde wegen Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt. Als er im Gefängnis versuchte, seinen Fall neu aufrollen zu lassen, wurde er von einem Zellengenossen ermordet. Der kann nämlich Menschen nicht leiden, die „lügen, und nicht zu ihrer Tat stehen“. War Herr O. doch unschuldig, und wie konnte es passieren, dass man seine Angst vor dem Zellengenossen in der Justizanstalt nicht ernst genommen hat?
Am Schauplatz Gericht [2019.04.11]
"Vom Nachbarn eingemauert"
Datum: 2019.04.11 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Auslöser für heftige Konflikte und Gerichtsverfahren sind in dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“ diverse Mauern, die ein Nachbar dem anderen unmittelbar vor die Nase gestellt hat.

In Zirl in Tirol besitzt Herr K. ein Haus in der „beengten Kernzone“ der Marktgemeinde.

Ein „zugezogener“ Nachbar hat ihm und anderen Zirlern jetzt die Seitenmauern seines Neubaubauprojektes unmittelbar vor ihre Häuser hingebaut.

Die Dachterrasse von Herrn K. ist jetzt nur mehr ein paar Zentimeter von der Mauer des Nachbarn entfernt. Dessen Vorschlag zur Güte: Herr K. möge sich doch bei seiner Terrasse eine Milchglasscheibe montieren, dann sieht er die Mauer nicht mehr so genau. Herr K. kritisiert, dass ihm die Behörden nicht helfen wollen und dass offenbar „die Macht des Stärkeren“ in Tirol gelte. Was kann er bei Gericht jetzt noch erreichen?

Ratten, Spucke und Hundekot

Einen Nachbarschaftskonflikt in Traun begleitet das Team von „Am Schauplatz Gericht“ seit fünf Jahren. Hier geht es vor allem um eine Grenzmauer, die ein Nachbar angeblich widerrechtlich durch einen Zaun erhöht hat.

Die anderen Facetten dieses Konfliktes sind Schüsse mit Schreckschusspistolen, ordinäre Beschimpfungen und boshaft am umstrittenen Zaun aufgehängte Sackerl voll Hundekot.

Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass der Konflikt erst zu Ende ist, wenn einer der Kontrahenten „hinter der Friedhofsmauer“ liegt. Jetzt gibt es ein überraschendes anderes Ende.

Das Geld ist weg, was nun?

Im letzten Fall wird nur im übertragenen Sinn von einer Versicherung „gemauert“.

Die hat sich zu ihren Ungunsten geirrt und Frau R. vor 5 Jahren 35.000 Euro zu viel ausgezahlt. Darf sich Frau R. das Geld behalten, weil sie es - wie sie sagt - gutgläubig verbraucht hat?
Am Schauplatz Gericht [2019.03.14]
"Der glaubt, ich bin deppert!"
Datum: 2019.03.14 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: „Am Schauplatz Gericht“ verzeichnet im Jahr 2019 die besten Quoten seit 2005. Im Schnitt haben 794.000 Zuseherinnen und Zuseher die beiden Sendungen im Jänner und im Februar angeschaut. In der neuesten Ausgabe beschäftigt sich das Redaktionsteam mit Leuten, die behaupten, dass sie von Verwandten, Nachbarn und Immobilienspezialisten über den Tisch gezogen worden wären.

Das geteilte Haus
Die betagte Frau Z. ist Hälfte-Eigentümerin eines Einfamilienhauses in Wien-Floridsdorf. Die andere Hälfte hat ihre Tochter, ohne es ihr zu sagen, an einen Bauunternehmer verkauft.

Der will jetzt, dass die Pensionistin ihm 1500 Euro pro Monat Benützungsentgelt für seine Haushälfte bezahlt, oder ihren Hausanteil billig an ihn verkauft und ins Altersheim zieht. „Der glaubt, ich bin deppert!“ meint Frau Z.

Herr G. hat gemeinsam mit seinen Geschwistern einen großen Bauernhof in Niederösterreich von seinem Onkel geerbt. Über 30 kleine Grundstücke, die in der ganzen Gegend verstreut sind.

Seit dem Tod des Onkels werden diese angeblich immer kleiner. Schuld daran wären die Nachbarn.

„Umeackern“, „Stoaschieben“ und andere Grenzverletzungen stünden an der Tagesordnung.

Herr B. hat ein Nachtlokal in Vorarlberg. Er ist unglücklich mit seinem Geschäftspartner. Der nämlich benütze sein Eigentum seit Jahren, ohne dazu berechtigt zu sein.

Herr B. hat für die skurrile Situation folgenden Vergleich parat: „Das ist so, als ob sich jemand mit Tisch und Sessel in ein Geschäft setzt, behauptet, einen Mietvertrag zu haben und ein Jahr lang nicht mehr hinaus geht.“ Und die Gerichte seien nicht in der Lage, dem Eigentümer zu helfen.
Am Schauplatz Gericht [2019.01.10]
Wer wird erben?
Datum: 2019.01.10 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Gefälschte Testamente, heimlich gemachte Übergabsverträge, Erblasser, die angeblich nicht mehr gewusst haben, was sie tun, als sie einen „letzten Willen“ unterschrieben haben und Geschwister, die sich anlässlich der Erbaufteilung heillos zerstritten haben, stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“.

Wer von den vier Geschwistern soll den Bauernhof bekommen?

Zur Überraschung von drei Kindern hatten die Altbauern kurz vor ihrem Tod einem Bruder und dessen Frau alles übertragen.

Wusste das alte Ehepaar beim Vertragsabschluss noch was es tut? Hätte eine Notar-Substitutin erkennen müssen, dass die Übergeber nicht mehr geschäftsfähig waren?

Im Jahr 2011 ist die wohlhabende Tirolerin Frau G. kinderlos verstorben.

Die Nichte und der Neffe von Frau G. hatten erwartet, dass sie als nächste Verwandte diverse Immobilien in Innsbruck erben werden.

Zu ihrer Überraschung stand dann auf einmal ein Bankmanager als Alleinerbe im Testament. Wurde das Testament gefälscht? Quälende sieben Jahre konnte der Fall nicht einmal in der ersten Instanz entschieden werden.

„Zwei Schwestern streiten mit der dritten Schwester ums Haus der verstorbenen Mutter.“

Hat eine von drei Schwestern ihre alte Mutter überredet ein leeres Blatt Papier zu unterschreiben, um daraus ein Testament zu ihren Gunsten zu machen?

Drei Fälle aus Wien, der Steiermark und Tirol wurden von Ludwig Gantner, Gudrun Kampelmüller und Maria Zweckmayr jahrelang dokumentiert.
Am Schauplatz Gericht [2018.10.22]
Freunde werden Feinde
Datum: 2018.11.22 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: In dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“ geht es um ehemalige Freunde, die zu verbitterten Feinden geworden sind. Nachbarn bringen einander zur Weißglut, ein Opa und sein Enkel gehen aufeinander los, und Tierschützer, die sich früher gemeinsam für das Wohl von Pferden eingesetzt haben, zeigen einander jetzt wegen Tierquälerei an.

Der Nachbar und die Überwachungskamera
Herr B. und sein Nachbar waren gut befreundet. Bis man bei der Frage, ob die Hausmeisterin gut oder schlecht putzt, nicht der gleichen Meinung war.
Von da an ging es mit der Nachbarschaft bergab und jetzt droht die Situation vollends zu eskalieren. Der Nachbar wirft Herrn B vor, ihn und seine Frau zu verfolgen, ja, sogar zu stalken. Deshalb hat er eine Videokamera auf seiner Terrasse montiert. Das passt Herrn B. gar nicht. Er sagt, seine siebenjährige Tochter würde jetzt immer aufgenommen, wenn sie am Garten des Nachbarn vorbeigeht. Er hat eine Unterlassungsklage eingebracht. Der Nachbar solle die Kamera wieder entfernen. Weiters geht es in dem Konflikt um provokantes Rülpsen, Furzen und Husten, eine angebliche Attacke im Keller sowie um von Unbekannten zerschnittene Unterwäsche.

Streit um die „Pferde-Oase“
„Ich bin keine Tierquälerin, ganz im Gegenteil, das Ganze ist eine Hetzjagd!“, meint Frau H., einen Verein betreibt, mit etwa 130 Tiere, hauptsächlich Pferde, Ponys und Esel.
Sie würde zu Unrecht ständig angezeigt und der Tierquälerei bezichtigt. Der Vorwurf lautet: „Animal Hoarding“, also unkontrolliertes Sammeln und Züchten von Tieren. „Diese Frau ist finanziell und psychisch nicht in der Lage Tiere zu halten“, kontert Dr. P.

Opa gegen Enkel
In einem kleinen Dorf, ist der 78jährige Herr U. von seinem Enkelsohn tief enttäuscht. Nachdem er ihm seinen Hof übertragen hat, würde er nun von ihm schändlich behandelt. Er hätte ihn in der Scheune eingesperrt, verleumdet und geschlagen. „Das ist alles nicht wahr“, sagt der Enkel. „Niemals würde ich meinen Opa schlagen, er hingegen tut alles, um mich fertigzumachen“. Die familiären Bande waren derart erschüttert, dass der Enkel bei Gericht versuchte, das eingetragene Wohnrecht des Großvaters aufzulösen.
Am Schauplatz Gericht [2018.10.18]
Giftige Stimmung
Datum: 2018.10.18 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Das „Am Schauplatz Gericht“-Team bewegt sich diesmal im emotionalen Spannungsfeld zwischen Tierschutz und land- und forstwirtschaftlichen Interessen.

Im Oktober des Vorjahres hatte ein Obstbauer aus Kärnten seine Bäume großzügig mit Spritzmitteln behandelt.

Daraufhin berichteten Imker, dass in der Umgebung hunderttausende Bienen tot aufgefunden worden seien. Auch andere Anrainer fürchteten sich vor gesundheitlichen Schäden.

Die Imker kritisierten, dass der einflussreiche Obstbauer uneinsichtig sei und zu ihnen gesagt hätte, wenn ihnen etwas nicht passt, sollten sie doch wegziehen.

Der Obstbauer bestritt die Vorwürfe, statt irgendetwas falsch gemacht zu haben, musste sich aber nach einem „Bürgeranwalt“– Bericht dem Strafgericht stellen.

Das Urteil überraschend: in erster Instanz wurde er zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im zweiten Fall geht es um einen Konflikt zwischen dem Hirschflüsterer von Bad Gastein und den Bundesforsten.

Thomas T. hatte zwei große Jagden im Angertal gepachtet, war aber unüblich nett zu den Tieren des Waldes.

Dadurch hatte er den Unmut der Bundesforste und der Behörden auf sich gezogen. Die von ihm verwöhnten Hirsche und Hirschkühe würden durch Verbiss Waldverwüstungen in der Gegend verursachen. Und so wurde den umliegenden Jagdberechtigten aufgetragen „sämtliches Rotwild in den jeweiligen Jagdgebieten ... auch in der Schonzeit, zu erlegen.“
Am Schauplatz Gericht [2018.09.06]
Zwietracht im Dorf
Datum: 2018.09.06 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Wenn Gerichtsverfahren selbst nach vielen Jahren des aufwändigen und teuren Prozessierens kein Ende finden, dann sind das zumeist Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Nach den Erfahrungen des „Am Schauplatz Gericht“ Teams enden solche Konflikte oft erst dann, wenn eine der Parteien beim Jüngsten Gericht geladen ist. Drei solche Prozesse wegen scheinbar nebensächlicher Unkorrektheiten, Unfreundlichkeiten, Beleidigungen oder Handgreiflichkeiten haben Gudrun Kampelmüller und Maria Zweckmayr jahrelang dokumentiert.

In Fels am Wagram hatte sich Frau N. ein Haus gekauft und wollte dort ein neues Leben beginnen. Mit ihrem streitbaren Nachbarn, der sie mit Anzeigen eindeckt, hatte sie aber nicht gerechnet. Mit wem solidarisiert sich die Dorfgemeinschaft? Kann der Konflikt wirklich nur dadurch beendet werden, dass einer der Nachbarn stirbt?

In Pürstendorf fühlen sich Herr Ch. Und seine Lebensgefährtin Frau Sch. seit Jahren gemobbt. Die beiden sind mit ihren Pferden und Containern in die 200-Seelen-Gemeinde gezogen und entsprechen offenbar nicht den Ansprüchen der Dorfgemeinschaft. Frau Sch. behauptet sogar, sie sei von ihrem Nachbarn gewürgt und von einem Jäger bei einer Treibjagd gezielt beschossen worden.

Herr S., ein pensionierter Pelzhändler aus Niederösterreich, streitet mit seinen Nachbarn seit vielen Jahren wegen einer alten Steinmauer, eines Maschendrahtzaunes und einer Terrasse, die teilweise auf den Nachbargrund hinüberragt. Immer wieder hatte das „Am Schauplatz Gericht“ Team den Eindruck, dass sich die Parteien einigen könnten. Aber überraschenderweise fand sich immer wieder ein neuer Konfliktstoff.
Am Schauplatz Gericht [2018.08.09]
Ich sprenge alle in die Luft
Datum: 2018.08.09 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: „Ihr Schweine, ich habe eine Bombe platziert und sie wird nächste Woche losgehen, ihr Hunde, ihr dreckigen“. Derart hatte sich Herr U. ans AMS in Wien gewandt. Eine Gedankenlosigkeit, für die man sich einfach entschuldigt, oder eine gefährliche Drohung, für die man eingesperrt werden kann?

Das „Schauplatz Gericht“-Team beschäftigt sich in dieser Ausgabe mit rechtlichen Konsequenzen, die heutzutage das Reden und das Schreiben haben können.

Gudrun Kampelmüller hat in den Fällen versucht, nicht nur Gerichtsverhandlungen und Bestrafungen zu dokumentieren, sondern die Psyche solcher Leute zu erforschen.

Sie hat dabei zwei Männer kennengelernt, die ihr in außergewöhnlichen Interviews sehr offen Rede und Antwort gestanden sind. Beide sind nicht unbedingt Erfolgstypen, beide leben bei ihrer Mutter und beide wollten zum Ausdruck bringen, dass sie nicht die Monster sind, für die man sie nach ihren Äußerungen halten könnte.

Was darf man im Internet auf Bewertungsplattformen über Hotels, Restaurants oder andere Dienstleister äußern?

Maria Zweckmayr hat den Fall eines Bräutigams dokumentiert, der kritisch über seine angeblich „unterirdisch“ schlechte Hochzeitsplanerin geschrieben hat und vor Gericht gelandet ist.
Am Schauplatz Gericht [2018.07.12]
Offene Rechnungen
Datum: 2018.07.12 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Das „Am Schauplatz Gericht Team“ beschäftigt sich mit vier Fällen, in denen offene Rechnungen im wörtlichen und übertragenen Sinn im Zentrum von Konflikten stehen.

Nach dem Tod der alten Frau D. erben Verwandte, die sie kaum gekannt haben, einen wertvollen Grund in Wien-Hietzing. Plötzlich fordert eine Frau W., die behauptet, dass sie sich um die Verstorbene jahrelang gekümmert hat, 48.000 Euro von den Erben.

Der Motor des neu gekauften Autos von Familie L. war heiß gelaufen. Vermutlich nichts Gravierendes, signalisierte die Werkstatt. Dann überschlugen sich die Ereignisse:

Die Reparatur wurde teurer und Familie L. weigerte sich, zu zahlen. Der Werkstättenbesitzer gab das Auto nicht heraus und man prozessierte mehr als drei Jahre.

Der Sohn Frau von Frau F. hat die Behörden jahrelang darauf hingewiesen, dass seine Mutter in Lebensgefahr sei. Der Vater würde ihr nach dem Leben trachten.

Im Juli 2016 wurde der aus einer psychiatrischen Klinik entlassen, fuhr zu seiner Frau und ermordete sie. Der Sohn wirft dem Spital vor, den Vater leichtfertig entlassen zu haben.

Herr M. hat seine Frau auf tragische Weise verloren: Sie erkrankte an der „Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung“ und starb nach über einem Jahr intensiver häuslicher Pflege.

Gegen seinen Willen führten die Behörden eine Obduktion durch, entfernten das Gehirn von Frau M. und schickten es zur Aufbewahrung an ein Institut in Wien, damit es für künftige Forschungen erhalten bleibt. Jetzt hat der Obersten Gerichtshof alle mit einer unerwarteten Entscheidung überrascht.
Am Schauplatz Gericht [2018.06.21]
Die Neuen im Dorf
Datum: 2018.06.21 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Am Schauplatz Gericht beschäftigt sich mit Neuankömmlingen in der Ortschaft, die das Gefühl haben, sie würden schlechter behandelt als die Alteingesessenen.

Frau G. wollte im Mühlviertel eine Hundepension errichten. Die Nachbarn beschwerten sich über den Lärm durch Hundegebell und alarmierten die Behörden.

Frau S. wurde in ihrem neuen Haus in der Steiermark von den Nachbarn zuerst freundlich empfangen.

Dann entbrannte ein erbitterter Streit wegen des genauen Verlaufs der Grundgrenze.
Am Schauplatz Gericht [2018.04.19]
Der Maschendrahtzaun im Villenviertel
Datum: 2018.04.19 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Am Schauplatz Gericht beschäftigt sich diesmal mit Nachbarn, die einander vor Gericht diverse Grenzverletzungen vorwerfen.

Es geht um einen Maschendrahtzaun, um den genauen Verlauf eines Grünstreifens, um das Bauen auf fremdem Grund und um eine brutale physische Attacke mit einem Luftbefeuchter, die fast tödlich geendet hätte.

Herr S., ein pensionierter Pelzhändler aus Niederösterreich, streitet mit seinen Nachbarn seit vielen Jahren.

Es geht um eine alte Steinmauer, auf der plötzlich ein Maschendrahtzaun stand, um eine Terrasse, um angebliche Körperverletzung und um Sachbeschädigung.

Herr G. aus Vorarlberg musste sich über einen fremden Mann wundern, der in einer Mietwohnung gegenüber wohnte.

Immer wieder läutete der bei ihm an, redete wirres Zeug und bedrohte ihn und seine Frau. Dann zerstörte der Unbekannte die Balkontüre und drang in das Haus ein. Herr G. wurde schwer verletzt und überlebte nur knapp, der mittelose Nachbar wurde eingesperrt.

Herr K. aus Oberösterreich hat ein Problem mit Frau F., seiner Nachbarin. Ihn stört, dass sie ihre Hecke an der Grundgrenze zu hoch wachsen lässt.

Doch Frau F. konterte, sie fand heraus, dass das Haus von Herrn K. knapp einen Meter zu nahe an ihrem Grund steht. Sie hat einen Abrissbescheid erwirkt.
Am Schauplatz Gericht [2018.03.22]
Todesangst
Datum: 2018.03.22 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Das Schauplatz Gericht-Team beschäftigt sich mit massiven Schadenersatzforderungen, die erhoben werden, weil jemand durch die Schuld eines anderen, Todesängste auszustehen hatte.

Frau G., ihre Tochter und deren Hund waren im Wald von freilaufenden Schäferhunden attackiert und verletzt worden.

Bekommen sie vom Gericht für ihre ausgestandene „Todesangst“ die geforderten 55.000 Euro Schadenersatz zugestanden?

Herr T. sagt, er hätte wegen einer undichten Therme in seiner Mietwohnung das Bewusstsein verloren und wäre beinahe ums Leben gekommen.

Tatsächlich war ein an das Brennwertgerät angeschlossener Abgasfang undicht gewesen. Es dauerte einige Tage, bis man Herrn T. fand.

Frau L. versuchte zu verhindern, dass ihr PKW-Anhänger von einem Unbekannten entwendet wird. Sie setzte sich auf die Deichsel zwischen Auto und Anhänger.

Der Mann fuhr dennoch los, angeblich weil er sie nicht gesehen hat. Mit über 100 km/h fuhr der Lenker mit ihr durch die Gegend bis er endlich stoppte. Die mehrminütige Wahnsinnsfahrt in Todesangst war Frau L. wie eine Ewigkeit vorgekommen.
Am Schauplatz Gericht [2018.02.22]
Er will mich fertigmachen
Datum: 2018.02.22 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Nachdem man zuerst mit allen möglichen juristischen Mitteln um Haus, Hof, Wald und Dienstbarkeiten gestritten hat, geht es bei manchen Prozessen am Ende angeblich eher darum, den Gegner „fertigzumachen“. Drei solche Verfahren hat "Am Schauplatz Gericht" dokumentiert.

In einem kleinen Dorf im Weinviertel ist der 77jährige Herr U. von seinem Enkelsohn tief enttäuscht. Nachdem er ihm seinen Hof übertragen hat, würde er nun von dem jungen Mann schändlich behandelt.

Die Rede ist von Einsperren in der Scheune, Schlägen und Verleumdungen. „Das ist alles nicht wahr“, sagt der Enkel. „Niemals würde ich meinen Opa schlagen, ganz im Gegenteil, er tut alles, um mich fertigzumachen“. Jetzt versucht der Enkel bei Gericht, das Wohnrecht des Großvaters aufzulösen.

In Oberösterreich fühlt sich der Nebenerwerbslandwirt Josef S. ungerecht behandelt. Sein Nachbar will ein Fahrrecht über einen Weg ins Grundbuch eintragen lassen.

Dieser Weg führt durch den Wald von Josef S. Der Nachbar argumentiert, er hätte diese „Dienstbarkeit“ durch jahrzehntelange Nutzung „ersessen“. Stimmt nicht, sagt Herr S., das sei ein Versuch, ihn zu enteignen. Bis hin zu Morddrohungen ist der Konflikt bereits eskaliert.

Die zwei Eigentümer eines großen Hauses in Zell am See haben einander in mehr als zehn Verfahren bekämpft. Frau Liu aus China hat in der einen Haushälfte ein chinesisches Restaurant eröffnet.

Den einheimischen Eigentümer der zweiten Haushälfte störten die Gerüche aus der Küche und unkorrekte Umbauten. Außerdem würden Restaurantbesucher immer wieder ihre Autos auf seinen Parkplätzen abstellen. Die Prozesskosten sind mittlerweile für beide Seiten existenzbedrohend. Kann man sich angesichts der knappen Kassen einigen?
Am Schauplatz Gericht [2018.01.18]
Voreilig verschenkt
Datum: 2018.01.18 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Diese Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“ handelt von wohlhabenden Leuten, die es bitter bereut haben, jemandem vertraut zu haben. Sie haben ihr Vermögen zu Lebzeiten verschenkt und wollen es jetzt zurückhaben.

Frau M. hatte sich ein Haus gekauft. Zur Nachbarsfamilie hatte sie immer ein gutes Verhältnis, dass sie deren Sohn ihr Haus mittels Übergabsvertrag schenkte.

Nicht einmal die Betriebskosten oder Aufwendungen für ihre Pflege wurden als Gegenleistung vereinbart. Es kam zu einem heftigen Streit und Frau M. wollte das Haus zurück. Doch der Nachbar will das Haus behalten.

Herr Leopold W. hat Tierschützern 2008 sein großes Gehöft geschenkt und dafür ein Wohnrecht und ein Taschengeld eingeräumt bekommen.

Aber hat er beim Vertragsabschluss wirklich gewusst, was er tut? Jetzt klagt er auf Rückgabe des Hofes.
Am Schauplatz Gericht [2017.12.07]
Nur über meine Leiche
Datum: 2017.12.07 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: "Am Schauplatz Gericht" beschäftigt sich dieses Mal mit dem plötzlichen Verschwinden eines 73jährigen Pensionisten in Mattsee. Wurde Heinz P. ermordet?

In den Fokus der Justiz ist eine Internetbekanntschaft des Fliesenlegermeisters, eine 60jährige deutsche Krankenschwester, geraten. Sie soll starkes Interesse am Hab und
Gut ihres "Freundes" gezeigt haben.

Im zweiten Fall geht es um Streitigkeiten im Gemeindebau: In der sogenannten Gartenstadt Tivoli, in Wien-Meidling, wird seit Jahren heftig gestritten.

Immer wieder waren Nachbarinnen aneinandergeraten. Eine nach der anderen war in Gefahr wegen unleidlichen Verhaltens die Wohnung zu verlieren. Wie haben die Gerichte entschieden?
Am Schauplatz Gericht [2017.09.14]
Geschwisterstreit ums Elternhaus
Datum: 2017.09.14 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: Frau R. und Frau G. sind Schwestern, sie haben damit gerechnet, dass sie von ihrer Mutter einiges erben. Doch es gibt auch noch einen dritte Schwester, Frau H., und die stand
dann auf einmal im Testament als Alleinerbin.

Jetzt haben sich Gerichte und Schriftsachverständige mit dem Fall auseinandergesetzt und entschieden, wer das Erbe bekommt.

Herr D. aus Wolkersdorf ist Opfer eines Buttersäureanschlages geworden, ein unbekannter Täter hat die Substanz durch sein offenes Wohnzimmerfenster gespritzt.

Hat sein Nachbar, Herr U., mit dem er seit Jahren auf Kriegsfuß steht, etwas damit zu tun?
Am Schauplatz Gericht [2017.07.20]
Der "zuagroaste" Nachbar
Mitwirkende: Resetarits, Peter [Moderation]
Datum: 2017.07.20 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-13076_03
Inhalt: Bei den vielen Nachbarschaftsstreitigkeiten, die an die Redaktion von „Am Schauplatz Gericht“ herangetragen werden, fällt oft eines auf: Einer der Streitteile ist ein „Zuagroaster“, der am neuen Wohnort aneckt. Die neuen Gemeindemitglieder kennen die örtlichen Gepflogenheiten nicht und verstoßen nicht selten gegen ungeschriebene Regeln.
Am Schauplatz Gericht [2017.05.11]
Enttäuschtes Vertrauen
Mitwirkende: Resetarits, Peter [Moderation]
Datum: 2017.05.11 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-13028_04
Inhalt: In der aktuellen „Am Schauplatz Gericht“-Folge „Enttäuschtes Vertrauen“ geht es am Donnerstag, dem 11. Mai 2017, um 21.05 Uhr in ORF 2 um Menschen, die einander in existenziellen Fragen vertraut haben. Dann ist etwas zwischen ihnen schiefgelaufen und jetzt redet man nur mehr bei Gerichtsterminen miteinander. Maria Zweckmayr, Hannes Auer und Ludwig Gantner berichten über folgende Fälle:

Der niederösterreichische Landwirt Leopold W. hat seinen Hof an eine Stiftung verschenkt, die Gnadenhöfe für Tiere betreibt. Er war altersbedingt überfordert und außerdem war gerade ein Verfahren wegen Besachwaltung gegen ihn anhängig. Er wollte damals bloß, dass ihm jemand hilft, sagt er. Tatsächlich hat er den Tierschützern 2008 aber seinen 900.000-Euro-Hof geschenkt und dafür ein Wohnrecht und ein Taschengeld eingeräumt bekommen. Herr W. hat auf Rückgabe des Hofs geklagt.

Ein junger Mann hat sich 2014 wegen einer scheinbar harmlosen Ohrenentzündung ein Antibiotikum verschreiben lassen und eingenommen. Heute ist er berufsunfähig und kann nur mehr unter starken Schmerzen gehen oder sitzen. Das Medikament hätte seine Gelenke und Sehnen stark beschädigt, sagt er. Hat seine Ärztin ihm ein viel zu „starkes“ Antibiotikum gegeben, könnte das Medikament auch für andere gefährlich sein?

Ein Haus in Mödling hat den Besitzer gewechselt. Die frühere Hausbesitzerin, die über 90-jährige Frau P. hatte es verkaufen müssen, um die Schulden ihres Sohnes zu bezahlen. Jetzt gehört das ganze Haus Herrn K., der im zweiten Stock eingezogen ist. Frau P. ist jetzt nur mehr Mieterin und darf nicht einmal mehr den Garten benutzen. Auch die dritte Bewohnerin des Hauses hat Probleme mit dem neuen Hausherrn: Frau D., die im Haus ein Fitnessstudio betreibt, steht immer wieder mit ihm vor Gericht. Wegen der Miethöhe, wegen diverser Schäden, wegen ihrer Katzen und weil von seinem Balkon ein Messer auf ihre Terrasse gefallen ist.
Am Schauplatz Gericht [2017.06.22]
Zerrissene Familie
Datum: 2017.06.22 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-13019_02
Inhalt: Ein großes Vermögen, eine Firma, eine wertvolle Liegenschaft, die jemand in der Familie vererben soll, das alles sind die typischen Zutaten für dramatische Gerichtsfälle. Einstmals gute Beziehungen zwischen Geschwistern, Eheleuten, Eltern und Kindern verändern sich in einer Weise, die Außenstehende kaum verstehen können.

Gudrun Kampelmüller hat zwei solche Prozesse mit der Kamera beobachtet.
Am Schauplatz Gericht [2017.04.06]
Schlecht geteilt
Datum: 2017.04.06 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12955_05
Inhalt: In der aktuellen „Am Schauplatz Gericht“-Folge „Schlecht geteilt“ geht es am Donnerstag, dem 6. April 2017, um 21.05 Uhr in ORF 2 um Grundstücke und Häuser, die irgendwann – vielleicht suboptimal – geteilt wurden. Wenn die neuen Eigentümer der jeweiligen Teile einander nicht besonders mögen, kommt es oft Jahrzehnte nach der Teilung zu aufreibenden juristischen Konflikten, wie Gudrun Kampelmüller, Hannes Auer und Ludwig Gantner berichten.
Am Schauplatz Gericht [2017.06.01]
Viel zu heiß für diese Welt
Datum: 2017.06.01 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12898_04
Inhalt: Für seine Am Schauplatz-Reportage "Viel zu heiß für diese Welt" dokumentiert Reporter Alfred Schwarzenberger Maßnahmen, die in ganz Österreich gesetzt werden, um sich auf unsere Klimazukunft vorzubereiten. Kiwis ziehen, das will er in dieser Saison auch einmal probieren - aber dass seine 1000 Äpfel-, Kirsch- und Birnbäume prächtig gedeihen werden, davon ist Biobauer Gerhard Gottsberger überzeugt. Auf 1000 Meter Seehöhe zieht der Weststeirer auch noch Tomaten, Kürbisse und Erdbeeren. Vor einer Generation wäre das wegen der kühleren Temperaturen noch undenkbar gewesen, erzählt Gottsberger. In Österreich werden Jahr für Jahr hunderte Hektar Ackerland zusätzlich bewässert. Am Schauplatz besucht den Biobauern Günter Breuer. Auch heuer hat er sich eine neue Bewässerungsanlage liefern lassen. "Ohne künstliche Bewässerung ist es nicht mehr möglich Gemüse im Marchfeld zu ziehen", sagt er. Dutzende Hektar bewirtschaftet er auf biologischer Basis. Um dann seine Produkte liefern zu können, wenn der Markt es verlangt, kann er sich nicht mehr alleine auf die Natur verlassen. Es habe sich einiges geändert, seit der Jahrtausend-Wende. Davon berichten auch die österreichischen Bundesforste. Der Windwurf habe extrem zugenommen, erzählt man uns. Während man früher noch mit Fichten aufgeforstet hat, setzt man heute auf Ahorn, Buche oder Lärche. Denn auf 1000 Meter Seehöhe habe die Fichte de facto keine Zukunft, erzählt uns Försterin Marcella Ziesch. Die steigenden Temperaturen setzen den Fichten zu sehr zu. Als Schutzwald können sie in Zukunft nicht mehr dienen. Für seine Reportage "Viel zu heiß für diese Welt" hat Alfred Schwarzenberger eine Rundreise durch ganz Österreich angetreten. Von der Weststeiermark, über den Attersee zum Marchfeld und zum Großglockner – immer auf den Spuren der Auswirkungen eines unleugbaren Klimawandels.
Am Schauplatz Gericht [2017.02.16]
Die vergessene Tochter
Datum: 2017.02.16 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12847_01
Inhalt: Im Mittelpunkt dieser Folge von „Am Schauplatz Gericht“ steht ein ungewöhnlicher Fall aus dem Erbrecht: Es geht um die Ansprüche einer unehelichen Tochter, die von allen „vergessen“ wurde: Von ihrem leiblichen Vater genauso wie vom Notar, der nach dessen Tod die Verlassenschaft abwickelte. Hat sie jetzt noch Chancen von den wertvollen Liegenschaften ihres Vaters zu profitieren?

Frau A. erfuhr durch Zufall, dass ihr Vater 2004 verstorben ist. Als uneheliche Tochter hatte sie nie Kontakt zu ihm, weil er das nicht wollte. In Österreich haben auch uneheliche Kinder Erbansprüche, den sogenannten „Pflichtteil“. Der Vater hatte aber vor seinem Tod seine wertvollen Liegenschaften an seine Frau verschenkt. Laut Gesetz kann man aber eine Person, der ein „Pflichtteil“ zusteht, nicht so einfach um ihr Erbe bringen, indem man sein Vermögen verschenkt: Frau A. hätte eine Klage auf Pflichtteilsergänzung einbringen können und hätte so ihr Geld aus der Verlassenschaft bekommen.

Doch das hat sie nie getan. Weil sie nicht wusste, dass ihr Vater gestorben ist. Der zuständige Notar hatte offenbar vergessen, sie vom Tod des Vaters zu verständigen. Jetzt ist die Frist für diese Klage abgelaufen und Frau A. bekommt gar nichts vom Erbe. Das will sie sich nicht gefallen lassen, sie hat die Republik Österreich auf Schadenersatz geklagt, weil der Notar ihrer Meinung nach einen Fehler gemacht hat. Die Finanzprokuratur, die die Republik Österreich vertritt, bestreitet das. Außerdem wären die Ansprüche längst verjährt und Frau A. hätte sich ja bei ihrem Vater regelmäßig erkundigen können, ob er noch am Leben ist.

Kampf gegen Rausschmiss

Fall zwei begleitet das „Am Schauplatz Gericht Team“ seit mehr als drei Jahren. In bester Grazer Innenstadtlage kämpfte Frau L. gegen den Rausschmiss aus der Wohnung. Sie und ihre beiden Geschwister waren die letzten Mieter in einem Haus am Entenplatz – und zahlten dort ziemlich wenig Miete. Der Hausherr, ein Anwalt, hätte die Wohnung gern profitabler verwertet und beklagte sich, dass sich seine Mieter unmöglich benehmen. Die Geschwister sahen sich hingegen als Mobbingopfer, und bestritten, dass sie dem Hausherrn gedroht hätten, es könne ihm „ein Blumentopf auf den Kopf fallen“ wenn er nicht aufpasse. Wer hat sich letztendlich durchgesetzt?
Am Schauplatz Gericht [2017.01.26]
Gefängnis oder Freispruch?
Datum: 2017.01.26 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12808_02
Inhalt: In dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“ stehen Strafverteidiger im Mittelpunkt. Gudrun Kampelmüller versucht herauszufinden, wie diese auf das Strafrecht spezialisierten
Rechtsanwälte ihr Geld verdienen und wie sie „ticken“. Welche Strategien verfolgen sie, wie gehen sie mit Staatsanwälten und Richtern um, welche Beziehungen haben sie zu ihren mitunter schwierigen Klientinnen und Klienten?

In Wien ist die Gruppe der Verteidiger in Strafsachen eher klein und männlich dominiert. An Namen wie Dr. Rudolf Mayer oder Dr. Peter Philipp kommt man da nicht vorbei. Beide Herren kennen das Geschäft mit Mördern, Betrügern und Schwerverbrechern aller Art seit Jahrzehnten. „Einen Terroristen oder einen Kinderschänder werde ich nie vertreten“, meint Dr. Philipp. Dr. Mayer setzt sich andere Grenzen: Er hat in 36 Jahren unzählige Schwerverbrecher und Massenmörder vertreten, aber er würde nie für Tierquäler ein Plädoyer halten. Aus der Garde der jungen Strafverteidiger wird Magister Philipp Wolm mit der Kamera begleitet. Er hat sich einen Namen bei Straftätern im Suchtgiftbereich gemacht.
Gudrun Kampelmüller zeigt die Strafverteidiger, wie man sie sonst nicht kennt, etwa bei Liegestützwettbewerben in einem Boxclub - und bei diversen Prozessen: Etwa gegen einen hoch gebildeten Doppelmörder, einen Familienvater, der seinen Sohn erstechen wollte, sie bekommt interessante Einblicke in das Funktionieren und die Drohungen der internationalen Schutzgeldmafia in Wien-Ottakring („...ich werde dich mit meinen eigenen Händen zerstückeln!“) und widmet sich auch Stammkunden der Strafverteidiger, heimischen Rotlichtgrößen, die mit dem Messer zugestochen haben. Natürlich in Notwehr.
Am Schauplatz Gericht [2016.12.15]
Die Hölle auf Erden
Datum: 2016.12.15 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12751_02
Inhalt: Ein Din A4 Zettel mit der Aufschrift „Hölle auf Erden“, der Frau S. beim Sportfest in Bad Waltersdorf wortlos überreicht wurde, hat das Redaktionsteam von „Am Schauplatz Gericht“ zum Titel dieser Ausgabe inspiriert. Ludwig Gantner, Gudrun Kampelmüller und Maria Zweckmayr haben drei Gerichtsprozesse dokumentiert, in denen sich nachbarschaftliches Zusammenleben wegen scheinbar nichtiger Anlässe zur „Hölle“ für alle Beteiligten entwickelt hat.
Am Schauplatz Gericht [2016.11.10]
Das Erbe und die Lebenslüge
Datum: 2016.11.10 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12457_03
Inhalt: In dieser Folge von "Am Schauplatz Gericht" geht es um dramatische Schicksale rund um verstorbene Familienmitglieder.

Um die Aufarbeitung einer dunklen Vergangenheit im kirchlichen Milieu, um die Verzweiflung eines Witwers, der um den würdevollen Umgang mit dem Leichnam seiner Frau kämpft und um eine Mutter, die fordert, dass die Schuldigen am Tod ihres Sohnes zur Verantwortung gezogen werden. Streit mit dem geistlichen Vater

Herr U. wurde vor 46 Jahren zur Adoption freigegeben. Vor kurzem hat er erfahren, dass er der leibliche Sohn eines katholischen Pfarrers und einer Religionslehrerin ist. Nach dem Tod der Mutter, die in Bad Ischl eine Wohnung besaß, muss er sich nun mit dem Pfarrer um sein Erbe streiten. Im Laufe des Gerichtsverfahrens kam auch noch ans Licht, dass es noch ein weiteres Kind des Paars gibt. Herr U. will, wie er sagt, mit den Lebenslügen aufräumen und um sein Erbe kämpfen. Streit um Gehirn

Herr M. aus Vorarlberg hat seine Frau auf tragische Weise verloren: Sie erkrankte plötzlich an der „Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung“ und starb nach über einem Jahr intensiver häuslicher Pflege. Gegen seinen Willen führten die Behörden eine Obduktion durch, entfernten das Gehirn von Frau M. und schickten es zur Aufbewahrung an ein Institut in Wien, damit es für künftige Forschungen erhalten bleibt. Herr M. will das Gehirn seiner Frau nachträglich beisetzen lassen und hat auf Herausgabe geklagt. Streit um falsche Behandlung

Der junge Michael K. war wegen eines Drogenproblems in einem Wiener Spital. Dort ist er plötzlich gestorben. Warum, und wer daran schuld ist, beschäftigt jetzt die Gerichte. Seine Mutter sagt, man hätte ihm fahrlässig eine tödliche Dosis eines Heroinersatzmittels verabreicht. Die Ärzte sagen, die Behandlung wäre den Regeln der Kunst gemäß erfolgt. Jetzt gibt es ein neues Gerichtsgutachten, das dem Fall eine brisante Wendung gibt.
Am Schauplatz Gericht [2016.09.15]
Opfer oder Täter?
Datum: 2016.09.15 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12349_02
Inhalt: In dieser Folge von „Am Schauplatz Gericht“ geht es um Fälle, die Richter vor große Probleme stellen: Zwei Aussagen über denselben Vorfall sind völlig konträr, die Wahrheit kann nicht in der Mitte liegen. Einer der Streitteile lügt und der andere sagt die Wahrheit.
Am Schauplatz Gericht [2016.08.04]
Datum: 2016.08.04 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12246_02
Am Schauplatz Gericht [2021.07.15]
8 (acht) mal nein
Datum: 2021.07.15 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] „Ich hätte nie gedacht, dass die mich als Schuldigen heranziehen!“ – sagt Florian S., ein junger Vater, dem das Schlimmste vorgeworfen wird: Er soll schuld am Tod seiner erst sechs Wochen alten Tochter sein. Seine Familie stand immer hinter ihm. „Er ist der beste Vater, den sich Kinder wünschen können“, sagt seine Lebensgefährtin, die Mutter des toten Kindes.

Auch die Eltern des Angeklagten sehen das so. „Unser Sohn ist unschuldig, niemals hätte er seinen Kindern Gewalt angetan“, sind sie überzeugt.

Doch die Gerichtsgutachten belasten den Mann schwer. Sie kommen zum Schluss, das Kind sei an einem Schütteltrauma gestorben, verursacht durch den Vater. Ein Privatgutachten entlastet den Mann hingegen: Das Kind sei am plötzlichen Kindstod gestorben, heißt es seitens eines Kinderarztes und gerichtlich beeideten Sachverständigen. Der Vater könne nichts dafür.

Welches Gutachten zählt vor Gericht? Acht Geschworene entscheiden über Schuld oder Unschuld des Mannes – über Lebenslang oder Freiheit. Für „Am Schauplatz Gericht“ hat Redakteurin Sabine Zink alle Beteiligten interviewt. Der Angeklagte, seine Familie, sein Anwalt und der Privatgutachter sprechen sehr offen über den Fall.
Am Schauplatz Gericht [2016.05.12]
"Bis ihr hin seid..."
Datum: 2016.05.12 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12066_04
Inhalt: „Bis ihr hin seid...“ Das soll ein Nachbar zu Frau M. und ihrem Lebensgefährten gesagt haben, solange wolle er die beiden schikanieren. Die Redaktion von 'Am Schauplatz Gericht' hat drei dramatische Fälle rund ums Wohnen mit der Kamera dokumentiert. Es geht um Menschen, die behaupten, dass man sie aus ihren Wohnungen rausekeln wolle. Mit Beschimpfungen, Drohungen oder juristischen Schikanen. Sie haben sich hilfesuchend ans Gericht gewandt.
Am Schauplatz Gericht [2016.04.28]
Die Nachbarn und die Buttersäure
Datum: 2016.04.28 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-12044_02
Inhalt: In dieser Folge von 'Am Schauplatz Gericht' geht es um Menschen, die behaupten, jemand würde versuchen, sie mit fragwürdigen Mitteln zum Ausziehen aus ihren Wohnungen oder Häusern zu bewegen. Man würde versuchen, ihnen mit Beschimpfungen, Säureattacken oder mit juristischen Schikanen das Wohnen zu verleiden.
Am Schauplatz Gericht [2016.02.25]
Schöne Grüße vom Schlägertrupp
Datum: 2016.02.25 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11890_02
Inhalt: In dieser Folge von 'Am Schauplatz Gericht' geht es um Konflikte zwischen Nachbarn, die zu filmreifen Gewaltszenen geführt haben. Die Versorgung der Wunden war Aufgabe der örtlichen Spitäler, die juristische Aufarbeitung fand dann vor Gericht statt. Das Team von 'Am Schauplatz Gericht' war mit der Kamera dabei.
Am Schauplatz Gericht [2016.01.21]
Tödliche Fehler
Mitwirkende: Resetarits, Peter [Moderation]
Datum: 2016.01.21 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11804_03
Inhalt: In dieser Folge von 'Am Schauplatz Gericht' werden zwei starke Frauen vorgestellt, die nicht hinnehmen wollten, dass der Tod eines Angehörigen, der wahrscheinlich durch andere verschuldet wurde, ohne Konsequenzen bleiben soll.
Am Schauplatz Gericht [2015.12.17]
Der Millionär vom Würstelstand
Mitwirkende: Resetarits, Peter [Moderation] , Kampelmüller, Gudrun [Redaktion]
Datum: 2015.12.17 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11761_02
Inhalt: In dieser Folge von 'Am Schauplatz Gericht' geht es um Menschen, die aus ganz verschiedenen Gründen Gefahr laufen, ihre Wohnung zu verlieren.
Erbitterter Kampf gegen den Sachwalter
Herr St. besitzt ein großes Haus und zwei riesige Grundstücke in Wien-Donaustadt. Er müsse mit 100 Euro Taschengeld pro Monat auskommen, sagt er. Kennengelernt haben wir Herrn St. bei einem Wiener Würstelstand, wo er die meiste Zeit des Tages verbringt. "Fast jeder hier kennt die tragische Geschichte vom Millionär, der nach einem Unfall einen Sachwalter bekam, ins Pflegeheim abgeschoben wurde und nun um sein Vermögen kämpft", sagt uns die Würstel-Verkäuferin. Und hier, so erzählt man uns weiter, habe er auch einen Mitstreiter gefunden, der ihn im Kampf um seine hart erarbeiteten Millionen unterstützt.
Am Schauplatz Gericht [2015.11.26]
Mitwirkende: Resetarits, Peter [Moderation] , Kampelmüller, Gudrun [Redaktion]
Datum: 2015.11.26 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11754_02
Inhalt: Der umtriebige Vater
Am Schauplatz Gericht [2015.10.29]
Das Teuferl von Oberrauchenödt
Datum: 2015.10.29 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11672_02
Inhalt: Ein rotes Teuferl aus Plüsch hat dieser Folge von ‚Am Schauplatz Gericht‘ den Namen gegeben. Es wurde auf einer Holzstange aufgespießt und ziert nun eine Wohnstraße im kleinen Mühlviertler Ort Oberrauchenödt. Wer es dort platziert hat, ist nicht bekannt. Offensichtlich geschah die Dekoration nicht in freundlicher Absicht. Denn in dieser Straße gibt es einen Nachbarn, der mit fast allen in der Siedlung streitet.
Am Schauplatz Gericht [2015.10.01]
Einer gegen alle
Datum: 2015.10.01 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11625_02
Inhalt: In dieser Folge von 'Am Schauplatz Gericht' stehen Menschen, die sich im Stich gelassen fühlen. Sie kämpfen allein und mit viel Engagement gegen mächtige, gut vernetzte Gegner. Das ist zumindest die subjektive Sichtweise der Protagonisten. Es geht gegen Vereinsfunktionäre, Bürgermeister und Beamte.
Am Schauplatz Gericht [2015.08.06]
Mächtige Gegner
Datum: 2015.08.06 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11513_02
Inhalt: Zwei Banken, eine Versicherung, ein Großkonzern, die Gemeinde Wien, die Republik Österreich. Das sind die Gegner, gegen die die Hauptpersonen dieser Folge Prozesse führen müssen. Wie ergeht es ihnen?
Am Schauplatz Gericht [2015.07.02]
"Rudi, bitte hör auf!"
Datum: 2015.07.02 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11441_07
Inhalt: In dieser Ausgabe von 'Am Schauplatz Gericht' geht es um einen äußerst heftigen Familienstreit in Schönau an der Donau, der sich schon über Jahre zieht und jetzt eskaliert ist.
Rudi, das ist Herr Ing. Rudolf M. Er kämpft erbittert um sein Erbe. Da werden Bäume umgeschnitten, Biotope mit alten Lebensmitteln verunreinigt oder Brände gelegt. Zumindest behauptet das seine Schwester.
Der Stein des Anstoßes: Ein gemeinsames Grundstück mit zwei Wohnhäusern, das Rudi zur Hälfte von seiner Tante geerbt hat. Seiner Schwester Gabi gehört die andere Hälfte, die hat sie von der gemeinsamen Mutter bekommen.

"Der Rudi will alles für sich haben und zerstört, wo er kann", schildern uns die zwei Frauen die Lage. "Stimmt nicht, ich werde schikaniert und wehre mich nur – vielleicht mit nicht so feinen Mitteln", kontert Rudi M., "aber man will mich von hier vertreiben".
Zum Paukenschlag kam es am 29. Mai dieses Jahres. Rudi M. musste ausziehen: Mittels einstweiliger Verfügung des Bezirksgerichts Gänserndorf wurde ihm der Aufenthalt auf der Liegenschaft und dessen unmittelbarer Umgebung für ein Jahr verboten. Wir waren mit der Kamera dabei.
Eine Reportage von Gudrun Kampelmüller.
Am Schauplatz Gericht [2015.05.28]
Die unerwartete Erbin
Datum: 2015.05.28 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11349_01
Inhalt: Das Team von 'Am Schauplatz Gericht' berichtet über drei Prozesse in denen plötzlich unerwartete 'Aspiranten' für beträchtliche Erbschaften auftauchen und den Kampf mit den anderen potentiellen Erben aufnehmen.
Am Schauplatz Gericht [2015.02.26]
Gerichtsmediziner: Anwälte der Toten
Datum: 2015.02.26 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-11111_01
Inhalt: Eine Spezialausgabe von 'Am Schauplatz Gericht' zu der Arbeit von Gerichtsmedizinern. 'Anwälte der Toten' werden sie auch genannt, denn mit kriminalistischem Spürsinn versuchen die Forensiker den Tathergang aufgrund von Spuren und Verletzungen am Leichnam zu rekonstruieren.
Am Schauplatz Gericht [2015.01.22]
Ein Dorf im 'Ausnahmezustand'
Datum: 2015.01.22 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10928_01
Inhalt: So beschrieb ein empörter Gemeinderat die Situation in der niederösterreichischen Gemeinde Randegg nach einem Bericht in 'Am Schauplatz Gericht' im November 2014. Viele Randegger beschwerten sich darüber, dass der Ruf ihres Dorfs gelitten hätte. Unschuldige würden in den 'Dreck' gezogen, sogar Morddrohungen gegen Funktionäre hätte es danach gegeben. Was war passiert?
Die Gemeinde mobilisierte die Bürgerinnen und Bürger, eine große Versammlung wurde abgehalten, Landespolitiker mischten sich ein, Rechtsanwälte schrieben empörte Briefe.

'Am Schauplatz Gericht' hatte über eine Kontroverse rund um einen der ehedem angesehensten und größten Randegger Bauernhöfe berichtet. Der Hoferbe, Herr W., hatte sich, unterstützt von einem Anwalt und einem oppositionellen Gemeinderat, darüber beschwert, wie er von der Gemeinde und anderen Behörden behandelt wurde.

Der Kern seiner Kritik: Man hätte seine Mutter und ihn, einen unbequemen und unangepassten Außenseiter im Dorf, um den Hof bringen wollen.

Die Redaktion berichtet darüber, was seit der Sendung alles passiert ist, und geht der Frage nach wer hier Opfer und wer Täter ist.
Am Schauplatz Gericht [2014.11.20]
Angriff aufs Eigentum
Datum: 2014.11.20 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10768_01
Inhalt: Im Mittelpunkt dieser Folge von "Am Schauplatz Gericht" stehen Fälle, bei denen Eigentümer die Verletzung ihres Eigentumsrechts nicht länger hinnehmen wollen: Durch Lärm, parkende Autos oder provokant ausgerichtete Videokameras. Die Streitigkeiten ziehen sich über Jahre hin und kosten beide Seiten Geld, Zeit und Nerven.
Am Schauplatz Gericht [2014.10.30]
Aufruhr im Kleingarten
Datum: 2014.10.30 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10694_03
Inhalt: In dieser Folge von 'Am Schauplatz Gericht' geht es um Auseinandersetzungen rund um Kleingärtner. Um illegale Zubauten, untergetauchte Vereinsfunktionäre und verschwundene Geldbeträge, die man in dieser Größenordnung in Kleingartenkassen nie vermuten würde.
Am Schauplatz Gericht [2014.09.25]
Hinter der Fassade
Datum: 2014.09.25 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10623_01
Inhalt: Diesmal hat das Team von 'Am Schauplatz Gericht' hinter die Fassade von scheinbar ganz normalen Familien geblickt. Konflikte um Häuser und viel Geld belasten die Beziehungen und führen zu unerwarteten Bruchlinien innerhalb von Verwandtschaft und Bekanntschaft.

Zerstörte Familie
Die Eltern von Herrn A. aus Niederhollabrunn hatten 2010 einen Autounfall. Der Vater wurde getötet, die Mutter schwer verletzt. Der Sohn ließ das völlig verwahrloste Haus ausräumen und behinderten- gerecht umbauen. Wegen der Kosten für den Umbau kam es zum Streit mit seiner Schwester, der ein Drittel des Hauses gehört. Jetzt steht Herr A. vor Gericht, ihm gegenüber stehen seine Mutter und seine Schwester. Das früher gute Familienverhältnis ist völlig zerstört.

Die Sachwalterin will erben
Ein russisch-bulgarisches Ehepaar zieht 2006 nach Graz, um die alte Tante Anna P. zu pflegen. Neffe Orlin und seine Frau sollen dafür das Haus in Graz erben, sagt die Tante und schreibt das in ihr Testament. Bald geht es Anna schlechter. Sie bekommt eine Sachwalterin und diese mag die beiden Verwandten nicht sehr. Es kommt zu wechselseitigen Vorwürfen, wertvolle Münzen und Sparbücher wären verschwunden. 2012 stirbt die Tante. In ihrem Safe taucht noch ein Testament auf: Darin steht, dass die Sachwalterin alles erbt. Bei Gericht soll geklärt werden, welches Testament nun gilt.

Vater gegen Sohn
Bernhard F., ein Weinbauer aus Traismauer, hat im Vertrauen darauf, als Erbe eingesetzt zu werden, viel Geld in das elterliche Weingut investiert. Doch sein Vater überlegt es sich anders. Er möchte jetzt, dass Bernhards Bruder den Hof bekommt. Ein massiver Familienstreit bricht aus, mit wechselseitigen Vorwürfen, Räumungsklagen und Besitzstörungs- verfahren.
Am Schauplatz Gericht [2014.08.28]
Der Wahnsinn von nebenan
Datum: 2014.08.28 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10555_04
Inhalt: Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Energie Streitigkeiten zwischen Nachbarn ausgefochten werden. Aus einem kleinen Anlass entstehen oft Dauerfehden zwischen Menschen, die früher gut miteinander ausgekommen sind. Und auf einmal ist man Stammgast vor Gericht.

Einer gegen alle
In der kleinen oberösterreichischen Gemeinde Oberrauchenödt sind Schreiereien und Beschimpfungen an der Tagesordnung. Der Pensionist H. steht seinen Nachbarn unversöhnlich gegenüber. Die Anrainer beschweren sich, er würde oft hinterm Zaun stehen, Passanten beschimpfen und mit einer Kamera filmen. Der Pensionist sagt hingegen, die Nachbarn würden ihn absichtlich provozieren und da müsse er sich lautstark wehren. Bei Gericht sind die Oberrauchenödter gut bekannt: Der Rechtsanwalt des Pensionisten hat für seinen Mandanten schon über 25 Verfahren ausgefochten.

Tote Ratten für den Nachbarn
Frau M., eine Pensionistin aus Traun in Oberösterreich, sagt, dass sich ihr Nachbar sehr eigenartig verhält: Er werfe tote Ratten und Glasscherben in ihren Garten, er hänge Sackerln mit Hundekot an den Zaun und beleuchte ihr Haus in der Nacht mit einem Baustrahler. Der Nachbar wiederum meint, dass Frau M. ihn schikaniere, bei jeder Kleinigkeit würde er von ihr sofort angezeigt werden.

Ultraschall gegen pinkelnde Hunde
Herr F. aus Wien-Währing hat eine Wohnung mit Balkon im ersten Stock. Bei schönem Wetter sitzt er gerne draußen, dabei weht ihm dann oft ein strenger Geruch entgegen. Denn am Straßeneck darunter erleichtern sich gerne die Hunde der Umgebung. Er wehrte sich mit einem Ultraschallgerät am Fensterbrett. Menschen können die hochfrequenten Töne kaum hören, Hunde machen aber einen großen Bogen um die Gegend. Doch einem Tierfreund aus der Nebenstraße taten die Hunde leid. Er riss das Gerät aus der Verankerung und lief davon. Es kam zu einer Verfolgungsjagd, einem Handgemenge und einem Nachspiel vor dem Strafrichter.
Am Schauplatz Gericht [2014.07.24]
Harte Bandagen
Datum: 2014.07.24 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10456_03
Inhalt: In der Redaktion von 'Am Schauplatz Gericht' sind wir immer wieder erstaunt, aus welchen scheinbar harmlosen Anlässen monumentale Konflikte entstehen, die dann jahrelang vor Gericht abgehandelt werden. So kann zum Beispiel eine sonntägliche Ruhestörung in manchen Kreisen zu eingeschlagenen Nasen, brennenden Autos und Attacken mit Schusswaffen führen.

Die eineiigen Zwillinge Peter und Paul K. wohnen direkt am Wiener Naschmarkt. Sie ärgerten sich über einen Lokalbesitzer, der am Sonntag sein Restaurant umbaute, da sollte doch Ruhezeit sein. Sie stellten ihn zur Rede und der Konflikt eskalierte. Es begann mit eingeschlagenen Glasscheiben und zerkratzten Autos. Dann kam es zu ersten Körperverletzungen und Großeinsätzen der Polizei. Peter K. saß knapp ein halbes Jahr in Untersuchungshaft. Unschuldig, stellte sich heraus.

Dann wurden die Brüder krankenhausreif geschlagen, Unbekannte zündeten ihr Auto an. Auf offener Straße wurde auf die Zwillinge geschossen.

Die Polizei kommt bei den Ermittlungen nicht recht weiter, Peter und Paul K. glauben, dass man sie im Stich lässt.

Blick hinter die Kulissen
Andere Menschen, vor allem die mit solidem finanziellen Hintergrund, führen eher die juristische Klinge: Zum Beispiel, wenn sie mit einem Bericht im ORF nicht einverstanden sind. Da wird dann das ganze Register gezogen, alle erdenklichen Klagen und Beschwerden bei Gerichten und Behörden werden ausprobiert. Das kostet die Journalisten Geld, Zeit und Nerven. Ein Blick hinter die Kulissen der Redaktionsarbeit.

Im zweiten Teil der Sendung zeigen wir, wie es ist, wenn die Redakteurinnen und Redakteure des ORF wegen ihrer Berichterstattung selbst vor Gericht stehen. Das passiert meist dann, wenn mächtige Menschen oder Firmen kritisiert werden. Wenn man zum Beispiel die Frage stellt, ob die Millionen der 'Hypo Alpe-Adria-Bank' einfach verschwunden sind oder ob es da auch bestimmte Unternehmer gibt, die dabei eine Rolle gespielt haben könnten. Oder wenn man Mieter von Wohnungen in Häusern zu Wort kommen lässt, die sich darüber beschweren, dass der Hausherr sie mit allen möglichen Mitteln aus dem Haus bekommen will um das Haus dann besser verwerten zu können. Wir berichten von drei solchen Klagen gegen den ORF und davon, wie sie ausgegangen sind.
Am Schauplatz Gericht [2014.07.17]
Das unerwartete Erbe
Datum: 2014.07.17 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10456_02
Am Schauplatz Gericht [2014.06.12]
Schlecht verhandelt
Datum: 2014.06.12 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10387_02
Inhalt: In dieser Folge von 'Am Schauplatz Gericht' geht es um einfache Leute, die versuchen, sich gegen große Firmen durchzusetzen. Sie mussten erfahren, dass man durch eine voreilige Unterschrift oder eine ungeschickte Äußerung große Probleme bekommen kann.

Die verpfändeten Äcker
Ein vermögender, aber etwas leichtgläubiger, steirischer Landwirt sagt, er wäre von einer Bank in komplizierte Leasing-Geschäfte im Ausland hineingezogen worden. Dabei hätte er keine Ahnung von solchen Geschäften gehabt. Jetzt müsse er seine Äcker verkaufen um die Schulden zu begleichen. Hat man ausgenützt, dass er damals noch keinen Sachwalter hatte?

Der teure Diamant
Der an sich sehr sparsame Herr H. aus Niederösterreich war im Urlaub in der Türkei in eine Verkaufsveranstaltung eines Diamantenhändlers geraten. Dort wurde beeindruckend vor dem Zusammenbruch des Finanzsystems gewarnt und Herr H. erwarb sicherheitshalber einen wertvollen Diamanten als Wertanlage. Zu Hause ist er dann draufgekommen, dass der Stein nur ein Fünftel des Kaufpreises wert ist. Muss er die ausstehenden Raten trotzdem zahlen?

Ein hartes Brot
Ein Wiener Chauffeur will 2000 Euro von einer Bäckerei: Er hätte sich einen Backenzahn an einem Nussbrot ausgebissen. Doch die Bäckerei glaubt ihm nicht. Das wäre immerhin das zweite Mal innerhalb von zwei Jahren, dass er sich beim Brotessen einen Zahn schwer verletzt hätte. Bekommt er Schadenersatz?
Am Schauplatz Gericht [2014.03.27]
Raus aus dem Haus
Datum: 2014.03.27 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10196_04
Inhalt: Das Schauplatz Gericht Team beobachtet drei emotionale Konflikte samt jahrelangen Prozessen, die entstanden sind, weil eine Seite die andere aus dem Wohnhaus schmeißen möchte.
Mario P. hat das Elternhaus vor 15 Jahren überschrieben bekommen. Dort lebt er gemeinsam mit seiner Mutter, die ein Wohnrecht hat. Bei der ist aber auch sein Bruder Alfred eingezogen und seither hängt der Haussegen schief.
Alfred will nicht ausziehen, weil seine Mutter angeblich seinen Schutz braucht - sein Bruder und dessen Freundin würden sich das ganze Haus unter den Nagel reißen wollen. Mario wiederum behauptet, er und seine Freundin würden vom Bruder mit dem Umbringen bedroht.
Muss Alfred raus aus dem Haus?

Die pensionierte Blumenhändlerin Frau S. ist seit 1989 Hauptmieterin einer Wohnung in Wien. Der Hausherr möchte sie und ihren Mann aus dem Haus bekommen und hat sie gerichtlich gekündigt. Er könnte die Wohnung dann nämlich viel teurer vermieten. Sein Argument: Das Ehepaar würde die Wohnung nur wenig benutzen und die meiste Zeit im Zweitwohnsitz in Niederösterreich verbringen. Um das zu beweisen, beauftragte er sogar ein Detektivbüro, das Herrn und Frau S. monatelang beim Betreten und Verlassen der Wohnung beobachtete. Das wollten die beiden sich nicht gefallen lassen und haben auf Unterlassung geklagt. Aber müssen sie jetzt trotzdem ausziehen?

Frau J. bewohnt in Wien-Landstraße mit ihrer Familie eine alte Stadtvilla, die ihre Großmutter erbauen hat lassen. Eine große Bank kaufte 1991 einen 7/9 Anteil des Hauses und wollte unbedingt auch noch die fehlenden 2/9 von Frau J. erwerben. Doch sie weigerte sich, zu verkaufen und behauptete auch noch Mietrechte an anderen Teilen der Villa zu besitzen. Die Bank klagte und seit 23 Jahren tobt ein unglaublicher Prozessmarathon. Frau J und ihr Gatte werfen der Bank Zermürbungstaktik und Machtausübung ohne Moral vor. Die kontert, dass sie seit 23 Jahren Mehrheitseigentümer eines Hauses sei, das sie faktisch nicht nützen kann. Sogar der Zutritt würde ihren Mitarbeitern verwehrt.
Am Schauplatz Gericht [2014.02.06]
Familiäre Abgründe
Datum: 2014.02.06 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10098_01
Inhalt: In dieser Folge von „Am Schauplatz Gericht“ geht es um dramatische
Ereignisse, die einstmals intakte Familien zerstört haben und die Betroffenen viele Jahre lang verfolgen.
In zwei Fällen streiten Geschwister nach dem Tod des Vaters in ungewohnter Härte um das Elternhaus. In Fall drei steht die Bewältigung eines grauenvollen Verbrechens aus dem Jahr 1990 im Mittelpunkt. Ein Tiroler möchte, dass der Mörder seiner Frau gefunden und bestraft wird.
Ein Haus in Bärnbach gehört je zur Hälfte einer alte Frau und ihrer Tochter, Frau G. Die beiden sind seit Jahren zerstritten, weil Frau G. meint, sie und nicht ihre Mutter hätte die zweite Haushälfte vom Vater erben sollen. Der Streit wird an verschiedenen Fronten ausgetragen: So wird etwa gefordert, den gemeinsamen Garten aufzuteilen und die Parzellen mit Zäunen voneinander abzutrennen. Und Frau G. unterstellt, dass im Hintergrund eigentlich ihre Schwester einen Keil zwischen sie und ihre Mutter treibt. Denn die wolle die Haushälfte von der greisen Mutter erben, obwohl sie schon vor Jahren mit viel Geld ausbezahlt wurde.
In einer niederösterreichischen Familie gab es zwölf Geschwister und zwei Häuser. Die bekamen die beiden ältesten Brüder noch zu Lebzeiten der Eltern geschenkt, die anderen 10 Kinder gingen leer aus.
Dann stellte sich aber heraus, dass die Mutter ihre Hauseinteile noch einmal verschenkt hat, an eine Tochter. Was gilt jetzt? Wer hat versucht seine Geschwister auszubooten?
Um einen Mordfall im Tiroler Außerfern geht es im dritten Fall. 1990 wurde die Bilanzbuchhalterin Angelika F. an ihrem Arbeitsplatz in einer Käserei erstochen. Angeblich von einem Lehrling, der für die Tat verurteilt wurde und seine Haftstrafe schon längst verbüßt hat.
Normalerweise ist die Familie von Ermordeten zufrieden damit, dass ein Täter gefasst und verurteilt worden ist und seine Strafe absitzt. Anders in diesem Fall: Der Witwer Walter F. ist überzeugt, dass der Lehrling nur ein Bauernopfer war, um vom wirklichen Täterkreis abzulenken. Er kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen und versucht alles, um die Behörden zu zwingen, die Suche nach dem Täter mit modernen technischen Hilfsmitteln wieder aufzunehmen.
Am Schauplatz Gericht [2014.01.16]
Streithähne
Datum: 2014.01.16 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Signatur: 12-10044
Inhalt: Drei Grenzfälle
„Am Schauplatz Gericht“ dokumentiert diesmal drei Fälle, bei denen sich Bewohner einer Liegenschaft in unzumutbarer Weise belästigt fühlen. Freundliches Reden mit dem Nachbarn oder dem Hausherrn führt zu nichts, die Fälle landen vor Gericht.

Schwieriger Nachbar
Was tun, wenn ein Bewohner einer Kleingartensiedlung immer wieder fremde Autos zerkratzt und beschmiert, andere Menschen beschimpft und attackiert? Weil er fest daran glaubt, dass die Nachbarn bei ihm einbrechen und ihm schädliche Strahlen auf seinen Grund schicken? Ist er psychisch krank? Die Behörden sehen keinen Grund, einzugreifen.
Streit um den Gartenzaun
Wie löst man das Problem, dass einer Dame der neu errichtete Zaun zum Grund des Nachbarn nicht gefällt? Der sei zu hoch und hässlich und anders errichtet worden, als vorher ausgemacht. Der Errichter des Zauns sagt, die Klägerin wäre eine Querulantin und würde immer wieder Nachbarn aus allen möglichen Gründen anzeigen und verklagen.
Kampf um die Wohnung
Wie soll es am Entenplatz in Graz weitergehen? Seit ein Rechtsanwalt das Haus gekauft hat, würden die Bewohner unter Druck gesetzt. Das Haus würde baulich zusehends verkommen, das Wasser tageweise abgedreht.
Ein Bewohner soll den Hausherren beschimpft und bedroht haben - dieser antwortete mit einer Räumungsklage. Und eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer hatte prompt eine Klage wegen übler Nachrede zur Folge.
Am Schauplatz Gericht [2013.11.14]
Streithähne
Datum: 2013.11.14 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09911
Inhalt: In „Am Schauplatz Gericht“ geht es diesmal um Menschen, die einander früher sehr nahe standen, sich jetzt aber überhaupt nicht mehr ausstehen können. Und alles nur wegen ein paar zu laut krähender Hähne. Und um eine tragische Vater-Sohn-Beziehung im bäuerlichen Umfeld, bei der die Lebenspläne beider brutal zu Bruch gehen. Alt und Jung decken sich jetzt wechselseitig mit Klagen ein. Maria Zweckmayr und Ludwig Gantner berichten von Streitigkeiten, die wirklich unter die Haut gehen.
Am Schauplatz Gericht [2013.10.03]
Unschuldig?
Mitwirkende: Zoglauer, Nora [Redaktion]
Datum: 2013.10.03 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09826
Inhalt: In dieser Ausgabe von „Am Schaulatz Gericht“ hat Nora Zoglauer einige Fälle begleitet, wo Videosequenzen und Fotos zum Inhalt hoch emotionaler Gerichtsprozesse geworden sind.
Am Schauplatz Gericht [2013.08.22]
Unschuldig?
Datum: 2013.08.22 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09731
Inhalt: Ein spannender Fall rund um einen Mann, der seit fünf Jahren wegen Anstiftung zu einem Mord im Gefängnis sitzt, steht im Mittelpunkt dieser Folge von „Am Schauplatz Gericht“. Es gibt ernst zu nehmende Zweifel an seiner Täterschaft.
Weiters berichtet die Redaktion von einer höchst eigenartigen Umwidmung von Grünland in Bauland , einem heftigen Konflikt im Kleingartenmilieu und über einen Streit um ein wertvolles Gemälde, das dem Eigentümer angeblich viel zu billig abgeluchst wurde.
Am Schauplatz Gericht [2024.02.22]
Abgebrannt
Datum: 2024.02.22 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Was passiert bei Gericht, wenn ein Rechtsanwalt, eine Pflegschaftsrichterin oder Ärzte angeblich Fehler machen, die Bürgerinnen schädigen?

Wie laufen solche Verfahren dann bei Gericht ab? Welche Chancen haben die KlägerInnen gegen scheinbar übermächtige Gegner? Am Schauplatz Gericht hat drei solche Prozesse jahrelang begleitet, und weiß jetzt, wie sie ausgegangen sind.

In einem Wiener Mehrparteienhaus ist ein am Dachboden abgestellter Kühlschrank abgebrannt. Der dadurch entstandene Großbrand und vor allem das von der Feuerwehr eingesetzte Löschwasser haben gravierende Schäden an den Eigentumswohnungen in diesem Haus in Wien verursacht. Wie konnte es passieren, dass die unschuldigen Wohnungseigentümer jetzt um ihre Existenz bangen müssen, und welche Rolle spielt ein Rechtsanwalt, der mittlerweile in Konkurs gegangen ist?

In der Erbschaftsangelegenheit nach der vermögenden „Tante Traude“ meinen Erbinnen durch Fehler einer Pflegschaftsrichterin, um über eine Million Euro gebracht worden zu sein. In diesem Fall gibt es die ersten Urteile gegen die Republik, die für ihre Organe haftet.

Herr E. glaubt wegen ärztlicher Kunstfehler 90 % seines Dickdarms verloren zu haben, Frau L. ist, so glaubt ihre Tochter, gestorben, weil man im Spital einen Schlaganfall nicht rechtzeitig erkannt hat. Die Ärzte konzedieren jeweils nicht lege artis behandelt zu haben, argumentieren vor Gericht aber, dass Herrn E.s Darmprobleme und der Frau Tod von Frau L. auch bei optimaler Behandlung eingetreten wären. Wie haben Gerichte geurteilt?
Am Schauplatz Gericht [2024.01.25]
Zerbrechende Häuser
Datum: 2024.01.25 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Es geht um die finanzielle Existenz und um einen geplatzten Traum: Den vom eigenen Haus.

Es hat mit feinen, kaum sichtbaren Haarrissen begonnen. An Fassaden, Wänden, in Kellern. In der niederösterreichischen Marktgemeinde Sommerein ahnte 2017/18 wohl niemand, dass diese Risse die ersten Anzeichen von Bodenbewegungen waren, die für viele Hausbesitzer zu einer Katastrophe ausarten würden. „Langsam hat man realisiert, dass das nicht etwas Großes, sondern etwas sehr Großes ist, was da dahinter steckt“, so schildert es einer der betroffenen Hausbesitzer. Die Wände knacken, Putz rieselt, Holzbalken bersten, Decken müssen notdürftig stabilisiert werden, ein Haus wurde bereits abgerissen.

Als „Am Schauplatz Gericht“ das erste Mal mit der Kamera in Sommerein war, bemühte sich der dortige Bürgermeister um finanzielle Mittel für die Betroffenen aus dem Katastrophenfonds – es kam eine Absage. Der Grund: Es handle sich nicht um einen „Erdrutsch“, sondern um vertikale Bodenbewegungen, die nicht als außergewöhnliches Ereignis im Sinne des Katastrophenfondsgesetzes angesehen würden. Und auch die Hausversicherungen lehnten eine Deckung der Schäden unter anderem mit diesem Argument ab. Mittlerweile sind mehrere Prozesse gegen die involvierten Versicherungen anhängig. Denn die Sanierung der Schäden – so überhaupt möglich – wird teuer, für die meisten unleistbar.

Sabine Zink dreht seit 2020 immer wieder in Sommerein und hat die Entwicklung der Ereignisse dort in verschiedenen Phasen dokumentiert. Der „Akt Sommerein“ wird nun vor Gericht entschieden.
Am Schauplatz Gericht [2023.11.30]
Ein Esel vor dem Richter
Datum: 2023.11.30 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Drei Fälle, mit starkem Bezug zum althergebrachten bäuerlichen Leben stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe von Am Schauplatz Gericht.

Fall 1
Das Ehepaar K. aus Salzburg hat eine Patenschaft für einen Kater am „Gut Aiderbichl“ übernommen. Deswegen wurden die K.s voriges Jahr im November zum Weihnachtsmarkt im „Tierparadies“ eingeladen - und das wurde Herrn K. zum Verhängnis. Der 80-jährige Pensionist sagt, er sei von einem freilaufenden Esel umgerannt worden. Die Folge: Ein gebrochenes künstliches Hüftgelenk, wochenlange Krankenhausaufenthalte, ständige Schmerzen, und jetzt ist Herr K. auf Hilfe durch seine Gattin angewiesen. Stehen ihm 16.000 Euro Schmerzengeld zu? Wer ist schuld am Zusammenstoß mit dem Esel?

Fall 2
Eine Tierschutzorganisation hat von einem alten, alleinstehenden Bauern den Hof übertragen bekommen. Kurz danach behauptet der alte Herr W. er hätte beim Vertragsabschluss nicht gewusst, worauf er sich einlässt und forderte den Bauernhof zurück. Am Schauplatz Gericht hat den Fall jahrelang begleitet und weiß jetzt wie ein Gericht geurteilt hat.

Fall 3
Das pensionierte Landwirtsehepaar K. hat zu Lebzeiten das Haus an den Sohn übergeben, und sich ein Wohnrecht gesichert. Jetzt streiten die K.s erbittert mit dem Sohn darüber, was sie am Hof noch machen dürfen und was nicht.
Am Schauplatz Gericht [2013.07.18]
Abbruchbescheid!
Datum: 2013.07.18 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage
Typ: video
Signatur: 12-09600
Inhalt: „Am Schauplatz Gericht“ berichtet von Häusern, die wahrscheinlich bald nicht mehr stehen werden. Und von Menschen, die versuchen, gegen den drohenden Abriss ihres Heims zu kämpfen. Es geht dabei um eine schwierige Beziehung zwischen Mutter und Tochter, um einen eigenwilligen Miteigentümer, der ein wichtiges Dokument partout nicht unterschreiben will und um den Adoptivsohn einer alten Bäuerin, der hohe Kredite auf deren Hof aufgenommen hat. Dann ließ er sie ermorden.
Am Schauplatz Gericht [2023.10.05]
Millionenerbe oder Gefängnis?
Datum: 2023.10.05 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Millionenerbe oder Gefängnis?
Ein Erbschaftskrimi bei dem es um 5,3 Millionen Euro geht.

Eine sehr reiche, verwitwete Dame stirbt. Sie hat keine leiblichen Kinder und hinterlässt ein Millionenerbe. In einem Testament aus dem Jahr 2000 bedenkt sie zur Hälfte eine Verwandte. Die andere Hälfte sollen die Kinder einer seit vielen Jahren mit der Dame befreundeten Rechtsanwaltsfamilie bekommen. Aber: Es taucht ein weiteres Testament aus dem Jahr 2006 auf: Demnach soll die Pflegerin, die die Dame im Jahr vor deren Tod betreut hat, Alleinerbin werden. Die Unterschrift auf diesem Testament sei gefälscht vermuten die anderen Erben und erstatten Anzeige.

Sie bringen damit ein Verfahren ins Rollen, das seit mehr als zehn Jahren das Strafgericht und das Team um Peter Resetarits beschäftigt. Angeklagt sind die Pflegerin, ihr damaliger Lebensgefährte und die drei Testamentszeugen, die bei der Unterzeichnung des Testamentes dabei gewesen sein sollen. „Ich habe sie gepflegt, ich war Tag und Nacht für sie da, es war ihr persönlicher Wunsch.

Die Unterschriften sind echt“, beteuert die Pflegerin. Das bezweifelt die Gegenseite und vermutet eine Fälschung. Denn die Erblasserin sei eine überlegte und vorsichtige Person gewesen und hätte solche Entscheidungen nie ohne Beiziehung ihrer langjährigen Vertrauten getroffen. Mittlerweile liegen vier Gerichtsgutachten von Schriftsachverständigen zur Echtheit oder Unechtheit der fraglichen Unterschriften auf dem Tisch – sie kommen zu vier unterschiedlichen Schlüssen. Jetzt gibt es ein Urteil.
Am Schauplatz Gericht [2023.09.14]
Das Unglückshaus
Datum: 2023.09.14 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Fast alle Fälle, die das „Am Schauplatz Gericht“ Team dokumentiert, werden von Bürgerinnen und Bürgern oder deren Anwälten an die Redaktion herangetragen. Der Schwerpunkt dieser Sendung liegt bei Konflikten im Bau- und Mietrecht, die von den Betroffenen in Beschwerdemails an „Am Schauplatz Gericht“ als existenzbedrohend geschildert werden.

Vor einem halben Jahr hat Familie H. aus der Steiermark über Probleme mit ihrem 1992 gekauften Einfamilienhaus geschrieben: „Wir wurden in das Gemeindeamt zitiert, wo man uns mitteilte das ganze Haus wäre illegal. Wir wurden wie Verbrecher behandelt und mit Wohnrechtsentzug und Abbruch des Hauses bedroht.“ Patrick Hibler hat sich der Sache angenommen und dokumentiert, wie der drohende Abbruch eines in den 70er Jahren erbauten und bewilligten Einfamilienhauses tatsächlich in einer Katastrophe mündete.

Der Betreiber eines Wiener Szenelokals hat geschrieben: „Mein Café und damit ich als Betreiber sind unverschuldet in Not geraten und bitten um Ihre geschätzte Unterstützung. ... Es droht der unverschuldete Konkurs." Herr S. vermutet, dass dringend nötige Sanierungsarbeiten nach gravierenden Wasserschäden verschleppt werden und der Vermieter ihn aus dem Haus haben möchte, um die Räumlichkeiten lukrativer verwerten zu können.

Bei Fall drei hat uns eine Kärntner Anwältin auf „eine akzentuierte Persönlichkeit aufmerksam gemacht, die in Klagenfurt und Umgebung bei Gerichten und der Polizei, amtsbekannt ist“. Frau M., die Besitzerin mehrere Häuser, tritt im Umgang mit der weltlichen und geistlichen Obrigkeit seit Jahren sehr resolut auf. Das führte zu einer gewissen Dichte an Strafen und Sanktionen. Jetzt wurde sie zu einer erstaunlich hohen unbedingten Haftstrafe verurteilt.
Am Schauplatz Gericht [2023.07.27]
Der fatale Übergabsvertrag
Datum: 2023.07.27 [Sendedatum]
Schlagworte: Gesellschaft ; Reportage ; Justiz und Rechtswesen ; TV-Mitschnitt
Typ: video
Inhalt: [Senderinformation] Der Schwerpunkt dieser Ausgabe von „Am Schauplatz Gericht“ liegt bei Konflikten, die dadurch entstanden sind, dass alte Damen ihren Kindern schon zu Lebzeiten wertvollen Immobilienbesitz überschrieben haben.

Sie haben sich zwar ein Wohnrecht im übergebenen Haus einräumen lassen, doch diese Absicherung funktioniert nicht so, wie sie sich das vorgestellt hatten.

Unerträgliches Zusammenleben
In einem Fall versucht die Tochter die Mutter aus der Villa in Mödling bei Wien zu bekommen, weil sie das Haus angeblich verkommen lässt und ein Zusammenleben mit ihr unerträglich sei. 1.056 Haufen vom Hund der Mutter wurden im Garten akribisch dokumentiert und eine Räumungsklage gegen sie eingebracht.

Im zweiten Fall hat der Sohn den geschenkten elterlichen Hof in Folge einer Zwangsversteigerung verloren. Das Wohnrecht seiner Mutter wird von den neuen Eigentümern mit viel juristischer Kreativität bekämpft. Sie fühlt sich durch bauliche Maßnahmen „eingemauert“, will aber nicht weichen. Zitat: „Gestorben bin ich noch nicht, nachher bin ich draußen.“

Wer ist schuld?
In zwei weiteren Fällen wird über Erfolge von Einzelnen gegen die Obrigkeit berichtet. Frau K. aus Graz ist bei „Grün“ in eine Kreuzung eingefahren. Ein paar Sekunden später war sie verletzt und ihr Auto schwer beschädigt. Ein Einsatzfahrzeug der Polizei hatte sie gerammt. Die Polizisten hatten die Kreuzung bei „Rot“ gequert. Wer ist jetzt schuld am Unfall? Hat ein Einsatzfahrzeug immer Vorrang und hätte Frau K., obwohl sie „Grün“ hatte, mehr aufpassen müssen?

Ein Richter aus Tirol war in Wien zu Besuch. Er ärgerte sich über einen aufgeklebten Zettel mit beleidigendem Text auf einem Wahlplakat, riss das Stück Papier runter und ließ es fallen. Zwei sogenannte „Waste-Watcher“ – Organe der Stadt Wien, die für ein sauberes Stadtbild sorgen sollen – beobachteten das und stellten ihn zur Rede. Der Richter wollte sich nicht ausweisen und die Beamten riefen die Polizei. Es kam zu einer Verfolgungsjagd durch Wien-Meidling und der Richter musste sich mit einer hohen Geldstrafe juristisch auseinandersetzen. Aber hat er tatsächlich bezahlt?

Katalogzettel

Titel Schauplatz Gericht
Typ video
Gesamtwerk/Reihe Am Schauplatz

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