Zwei Blöcke hatten sich vor 1914 in Europa gebildet - Die Triple Entente und der Dreibund. Militär-Bündnisse für die eigene Sicherheit und zur Abschreckung der Gegner.
Während die engen Beziehungen zwischen Wien und Berlin einerseits und zwischen Paris und St. Petersburg andererseits weit zurückreichen (1879, bzw. 1894), hat sich die Orientierung Großbritanniens seit der Jahrhundertwende geändert: statt "splendid isolation" Annäherung zunächst an Frankreich und dann auch Russland. So stehen einander nun zwei Komplexe von Großstaaten gegenüber und stoßen immer wieder diplomatisch aufeinander.
Wichtige Bündnisse
1879 Zweibund zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn
1882 Dreibund zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn und Italien (zeitweise auch Rumänien)
1892/94 Französisch-russischer Zweierverband
1902 französisch-italienischer Interessensausgleich in Afrika
1904 Entente cordiale zwischen Großbritannien und Frankreich
1907 britisch-russischer Interessensausgleich
Österreich-Ungarn und Italien
Die Beziehungen zwischen Österreich-Ungarn und Italien waren komplex. Einerseits wurde der Dreibundvertrag immer wieder erneuert, andererseits gab es Spannungen zwischen beiden Staaten: Es ging dabei unter anderem um Einflusssphären am Balkan – in diesem Kontext ist das Filmdokument vom Staatsbesuch des serbischen Königs in Rom zu sehen – und auch um die Rolle der Italiener innerhalb der Monarchie (Trentino, Triest).